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Marsberger Karnevalsbräuche und Feierlichkeiten …

11. Februar 2018
Marsberger Karnevalsbräuche und Feierlichkeiten im I. Weltkrieg Soldat Wagner aus Offenbach berichtet aus dem Lazarett im Johannesstift Marsberg. Karneval wird heutzutage überall im Sauerland ausgiebig gefeiert. Die Narren ziehen an Lüttke-Fastnacht, dem Weiberkarneval oder bei den vielen Karnevalszügen von Haus zu Haus und bunt durch die Straßen und Gassen der Dörfer. Auch zu Kriegszeiten ließ sich die Bevölkerung trotz Front- und Schreckensmeldungen ihren Spaß an diesem urtypischen Fest nicht nehmen und feierte. Der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ hat hierzu einen interessanten Schriftwechsel und Fotomaterial aus dem letzten Jahr des I. Weltkrieges erhalten. Vor 100 Jahren, im Jahr 1918 war im St. Johannesstift ein Kriegslazarett eingerichtet. Der Soldat Bruno Wagner berichtet von seinen Erlebnissen, den Festivitäten und Gebräuchen der Marsberger, indem er in seine Heimatstadt Offenbach der Familie schriftlich Bericht erstattet. Die Feierlichkeiten wurden selbst an der Front nicht vergessen. Rund 20 Briefe bzw. Postkarten zeugen davon. Denkt man an die Schützengräben und Schlachtfelder im Ersten Weltkrieg, fällt einem der Karneval sicherlich als letztes ein. Dort wo Mühsal, Leid, Tod und Trauer herrschten, gab es aber auch eine Form „des Verkleidens und des ausgelassenen Karnevals“ so die Aufzeichnungen von Wagner. Im Niedermarsberger Lazarett sorgten die Kameraden und auch die Marsberger Bevölkerung mit allerlei Feldpostpäckchen für einige kurze, freudige Stunden an der Front. Den Paketen waren neben alkoholischen Getränken, „Gaze- und Domino-Masken“ bzw. selbst „Nasen, Konfetti und Luftschlangen“ beigelegt. Wagner: „An den Verbot des Ausschanks von Branntwein, Versammlungen bzw. Sitzungen, dem Tragen von Kostümen oder Masken sowie dem Singen von Liedern hielt sich niemand“. In Niedermarsberg dehnte man die eigentliche Polizeistunde „auch auf geschlossene Gesellschaften“ aus. „Sie ist unter Aufhebung aller Ausnahmen auf zwölf Uhr abends festgesetzt.“ Wer sich daran nicht hielt, konnte mit Strafe von bis zu einem Jahr Gefängnis rechnen. Wagner weiter: „Trotzdem wurde gefeiert!“. Denn „wenig zu sagen haben die Männer an Weiberfastnacht“, so der Bericht zum Marsberger Karneval im Jahr 1918. „Die Frauen herrschen hier und andernorts. Oft nehmen die Frauen den Männern ein Pfand ab, wie zum Beispiel eine Mütze. Das müssen die Männer dann wieder auslösen - meist gegen alkoholische Getränke.“ Wagner erlebt in der Niedermarsberger Innenstadt den Karneval und beschreibt wunderbar die Geschehnisse vor Ort, die er aus Offenbach teils nicht kannte bzw. in Offenbach anders begangen wurden: „Die Kinder feiern am Donnerstag: „Lütkefastnacht“ ein Fest der Schulkinder, die im leergeräumten Klassenzimmer ausgelassen tanzen und gemeinsam gekauften Weizenstuten essen. An diesem Tag ziehen größere Gruppen von etwa 25 Kindern verkleidet von Haus zu Haus, um dort mit einem Lied oder einem Spruch um Würste zu heischen. Die Kinder hängten die Mettwürste an einen Weidenstock, den so genannten Spit, der manchmal einem „Metzgerladen“ glich.“ Ältere Bürger Marsbergs erläuterten ihm diesen Brauch: Ursprünglich gingen die Armen des Dorfes auf diesen Heischegang, mit der Zeit wurde er zu einem Brauch der Kinder. Eine ähnliche Tradition gab es am Rosenmontag und Veilchendienstag in Marsberg. Die jungen Burschen fanden sich zum „Wurstsingen“ zusammen und zogen verkleidet von Haus zu Haus. Einer der jungen Männer war als Bär, einige andere als Bärentreiber verkleidet. Der „Bär“ war eine in Stroh eingewickelte Gestalt. Er wurde von den Bärentreibern in die Häuser geschickt und trieb selbst allerlei Possen zur Unterhaltung der Hausbewohner bei. Dabei gab es Schabernack, sketchartige Stegreifspiele sowie lärmende musikalische Darbietungen auf der „Teufelsgeige oder mit dem Rummelpott“: „Ein Reis vom Narrenbaum trägt jeder, wer er sei, der eine deckt es zu, der andre trägt es frei!“ Dafür bedankten sich die Hausbewohner, indem sie den Wurstsängern einen kräftigen Schluck ausschenkten. Bevor sie ein Haus weiter zogen, erhielten die Wurstsänger dann noch eine Mettwurst, die sie wie eine Trophäe an dem mitgebrachten, langen Stock befestigten. Nach dem Rundgang wurden die eingesammelten Würste gemeinsam gegessen. Wagner: „Der Brauch hat wohl damit zu tun, dass um Karneval herum auf vielen Höfen zum letzten Mal vor dem nächsten Herbst geschlachtet wird und somit die begehrten Würste vorhanden sind.“ Ein anderer Brauch am Fastnachtstage war das Schneeballreiben der Backen und Wangen der Frauen. Hier hatten die Männer ihren Spaß. Wagner deutet diesen Brauch wie folgt: „Angeblich sollten so reichhaltige Jahres-Ernte-Erträge von Äpfeln und Nüssen die Folge sein.“ Gang und Gäbe war das Zehenbeißen, um alles Böse und Gefährliche vom Gebissenen abzuhalten. Das war eine Tradition, die er selbst seiner Familie in Offenbach nahelegte und an der er Spaß fand. Karnevalsumzüge, ähnlich wie in seiner Heimat Offenbach, waren damals nicht bekannt. „Zahlreiche Einzelveranstaltungen säumten sich aber im Stadtgebiet“. Im „Schützenhaus“ wurde mit allerlei „Musikfreunden“ gefeiert. „Trotz des ungünstigen Wetters war die geräumige Halle schon kurz nach 8 Uhr überfüllt. Kostüme in allen Farben und Trachten waren hier vertreten…besonders bei der holden Weiblichkeit“ „Die Demaskierung erfolgte um 11 Uhr unter größter Spannung.“ In Niedermarsberg war „das Leben und Treiben, von Frohsinn und Scherzen diktiert“. Die Kappensitzungen der Geflügelzüchter sowie der Stenografen fanden im Saale Köllner statt, der Kappenabend der Sportsfreunde und des Turnvereins im Deutschen Haus sowie ein Kostümfest der Gesellschaft „Gemütlichkeit“ im Saal Hotel Kloke-Poelmann. Weitere Feiern gab es im Hotel zur Post und im Rosenthal. Am Rosenmontag veranstaltete zum Karnevalshöhepunkt der MGV Concordia seinen traditionellen Maskenball im Deutschen Haus. „Fastnacht klang ab mit dem Kehraus am Dienstag bei Café Gerlach (Köllner) und am Bahnhof.“ Wagner: „Und auch wir, teils leicht- und schwerverwundet hatten heitere Stunden im Lazarett mit den Schwestern. … Der Krieg ist fernab, mögen wir ihn nie wiedersehen!“ Nähere Informationen zum Marsberger und Sauerländer Brauchtum finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 Fastnacht vor 100 Jahren in Niedermarsberg – „Am 25.02.1918 fand zur Erheiterung in der Anstalt für uns Patienten des Lazaretts und der Schwestern die Fassenacht statt.“, so steht es auf einer Postkarte, die aus Niedermarsberg nach Offenbach geschickt wurde. Foto: Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V. 02 Die Ansichtskarte zeigt das Marsberger „Kriegslazarett St. Johannesstift“ und die umliegenden Gebäude an der Bredelarer Straße in Niedermarsberg. Das Bildnis entstand im I. Weltkrieg von 1914-1918. Oben auf dem Eresberg ragt die Stiftskirche von Obermarsberg empor. Foto: Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V. 03 Das Karnevalsplakat der Druckerei und des Geschäfts Boxberger wurde als Werbung ab dem Jahr 1922 für Accessoires genutzt. Foto: Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V. 04 Das Plakat aus dem Jahr 1936 bewirbt das karnevalistische Kappenfest des VfB Marsberg im Deutschen Haus. Foto: Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. 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27. Juli 2016
500. Adorfer Kram- und Viehmarkt Party, Familien-Aktionsprogramm, Diemelsee-Abend, Festzug und vieles mehr Das große Jubiläum, der 500. Adorfer Kram- und Viehmarkt (29.07. – 31.07.2016), wirft seine Schatten voraus. Viele Programmpunkte und Aktionen begleiten das besondere Jubiläum. Los geht es am 29.07.2016 mit dem Kinderfest. Von 16:00 – 17:30 Uhr warten wieder viele spannende und lustige Spiele auf euch Kinder. Um 18:00 Uhr erfolgt dann die offizielle Eröffnung. Diesmal musikalisch unterstützt von den Rhenegger Jagdhornbläsern. Die vielen erfolgreichen Sportler der Gemeinde Diemelsee werden ab 19:30 Uhr geehrt. Anschließend geht es ab 21:00 Uhr mit der Band „Donaupower“ heiß her, insbesondere wenn von 22:00 – 22:30 Uhr „Feuerflut“ eine mystische und mitreißende Feuershow bieten. Die Tierschau am Samstagmorgen von 8:30 – 12:30 Uhr wird wieder die Schönsten aller Kühe und Pferde prämieren und mit der stets hohen Qualität der vorgeführten Tiere beeindrucken. Dieses Jahr kann sogar ein Kälbchen gewonnen werden! An dem Morgen ein Los kaufen und Daumen drücken. Und keine Sorge, wenn der Gewinner ein Nichtlandwirt ist, findet das Kälbchen bei einem Milchbauern sein neues zu Hause. Das Finktastico Team wird die kleinen Besucher mit Kinderschminken und Ballonfiguren unterhalten. Musikalische Unterhaltung bieten zwei Drehorgelspieler. Von 12:00 – 12:30 Uhr werden vier Reiterinnen bei einer Quadrille die Eleganz der Pferde zur Show stellen. Um 13:30 Uhr startet das Familienaktionsprogramm. Witzig und charmant werden auf einer Aktionsbühne die Märchen „Rotkäppchen“ und um 15:30 Uhr „Der Froschkönig“ gezeigt. Für die Erwachsenen gilt hier, Märchen sind nicht nur etwas für Kinder! Dazwischen singen zwei Diemelseer Chöre. Auch an die Senioren wird gedacht. Ab 15:00 Uhr wird gemeinsam gelacht, geklönt und geschunkelt. Um 16:00 Uhr folgt dann schon ein traditionelles Highlight: Der Gemeindewettkampf. Teams aus den Ortsteilen Diemelsees versuchen den Pokal zu erobern. Der Diemelsee-Abend ist bei diesem Jubiläum eine Besonderheit. Ein buntes Programm aus Siegerehrung Gemeindewettkampf, Sketchen, plattdeutschen Dönekes und musikalischer Unterhaltung bringt die ganze Kreativität Diemelsees auf die Bühne. Im Abschluss heißt es feiern: Die Band „Nightfire“ lässt es krachen. Besinnlich beginnt um 10:30 Uhr der Sonntagmorgen mit einem ökumenischen Gottesdienst auf Plattdeutsch. Ab 13:30 Uhr wird Adorf wieder bunt, kreativ und ausgefallen. Der Festzug mit dem diesjährigen Motto „500 Jahre Adorfer Kram- und Viehmarkt – ein Streifzug durch die Historie“ zieht durch das Dorf hoch zum Festgelände auf dem Dansenberg. Auf dem Dansenberg zeigen die teilnehmenden Spielmannszüge und die Sambagruppe „Musikexpress Volkmarsen“ bei einem Platzkonzert ihre weiteren musikalischen Leckerbissen. Anschließend erfolgt die Krönung mit der Auszeichnung der kreativsten und aufwändigsten Festzugwagen. Um 17:00 Uhr kann gemütlich zum Ausklang des Jubiläumsviehmarktes bei der Band „Spassrebellen“ getanzt, mitgesungen und geschunkelt werden. An allen drei Tagen lädt der Biergarten sowie die Karussells, Essensstände und Buden zum Spaß haben, schauen und genießen ein. Insbesondere den Genuss des Jubiläumsbieres zum 500. Adorfer Kram- und Viehmarkt sollten Sie nicht verpassen! 500. Adorfer Kram- und Viehmarkt 29.-31.07.2016 Dansenberg in Diemelsee-Adorf www.diemelsee.de #Diemelsee #Adorf #Krammarkt #Viehmarkt #500JahreKramundViehmarktAdorf #AdorferMarkt #AdorferViehmarkt #AdorferKrammarkt #Party #DiemelseeAbend #Aktionen #Aktionsprogramm #Festzug #Jubilaeum #Programm #Kinderfest #Spiele #Kinder #Eroeffnung #Rhenegge #Jagdhornblaeser #RheneggerJagdhornblaeser #Sport #Sportler #Gemeinde #GemeindeDiemelsee #Band #Donaupower #Feuerflut #Feuershow #Tierschau #Kuehe #Pferde #Tiere #Kaelbchen #Milchbauern #Finktastico #FinktasticoTeam #Kinderschminken #Ballonfiguren #Unterhaltung #MusikalischeUnterhaltung #Naturpark #NaturparkDiemelsee #Drehorgelspieler #Reiter #Reiterinnen #Quadrille #Familie #Familien #FamilienAktionsprogramm #Aktionsbuehne #Maerchen #Rotkaeppchen #Froschkoenig #Erwachsene #Choere #DiemelseerChoere #Senioren #Tradition #Gemeindewettkampf #Ortsteile #Pokal #Siegerehrung #Sketche #Doenekes #Plattdeutsch #PlattdeutscheDoenekes #Musik #Buehne #Band #Nightfire #Gottesdienst #Oekumene #Streifzug #Historie #Festgelaende #Dansenberg #Spielmannszug #Spielmannszuege #Samba #Sambagruppe #Volkmarsen #Musikexpress #MusikexpressVolkmarsen #Platzkonzert #Festzugwagen #Spassrebellen #Karussell #Essen #Essensstaende #Jubilaeumsbier #UnsereRegion