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Predigt zu Mordian von Canstein …

20. August 2017
Predigt zu Mordian von Canstein Fundstück des Monats August stammt aus dem Jahr 1581 Canstein / Heddinghausen. Das Schloss in Canstein brachte viele bedeutende Persönlichkeiten hervor. Neben der heutigen Familie von Elverfeldt residierten dort in vorherigen Zeiten die Familien von Croy, von Spee, Spiegel von Desenberg und natürlich die von Cansteins. Der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ besitzt hierzu in seinem Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“ ein interessantes Dokument zu der Familie von Canstein aus dem Jahr 1581. Es wurde nun zum Fundstück des Monats prämiert. Es handelt sich um eine alte Leichenpredigt über Mordian von Canstein. Sie wurde von „M. Georg Nymphius, Pastor zu Corbach“ gehalten und wurde dem „… Junckherrn Arnolden von Viermunden, Fürstlichem Hoffrichter zu Marburgk, und Amptmann zu Meydebach, dem Kirchenpatron“ gewidmet. Als Datum trägt die Vorrede: „Corbach, d. 30. Nov. 1581 (Tag S. Andreae Apostoli)“. In dieser Vorrede sagt der Verfasser, dass er sich am 27. November, am 25. Tag nach dem Begräbnis Mordians von Canstein, „des Vettern, Gefattern und insonders guten Freundes, des Arnold von Viermünden“, vorgenommen habe, ein Zeugnis seiner Liebe zum Entschlafenen zu geben. Durch sein „tragendes Ampt“ hat er Befehl empfangen, dem Junker und der Witwe und ihren Kindern und der ganzen Freundschaft zu melden, dass der Verstorbene als Seliger lebt, und bittet die „exequias, Begengnisse oder Anniuersarien Christlich, nicht einmal, sondern vielmals im Jahr zu halten.“ Dazu übersendet er die von ihm gehaltene Leichenpredigt. Er bezeichnet ihn als gläubigen Christen und teilt mit, was der Verstorbene „mit eigener Hand in sein Manual und Psalter verzeichnet.“ … „Ich weis nichts bessers im Himel, noch auff Erden, denn das wir alle durch den Glauben an Christi verdienst, allein gerecht und selig werden. Mordian von Canstein, mein eigen Handt, Soli Deo gloria.“ Das Abendmahl nahm er vor seinem Tod am 09. Oktober und 30. Oktober. Zeugen seines seligen Todes waren Jeremias Nikolai, der „Praezeptor“ seiner Kinder, und sein Beichtvater Hermann Cuntzius. In seinem Haus hielt er „ein eigen Kirche“. „Alt geworden ist er 39 Jahre.“ Dann bezeichnet er ihn als guten Gatten, Vater und Hausherrn. Mit seiner Gemahlin Helena, geborene von Westphalen, hat er 7 Jahre im Ehestand gelebt. Die Ehe war mit 3 Söhnen und 4 Töchtern gesegnet; die älteste Tochter trug den Namen Clara. Des Weiteren bezeichnet er den Verstorbenen im Verhältnis zu seinen Untertanen. Mit Hilfe seines Schwagers Philipp Spiegel erneuerte er die Kirche zu Heddinghausen und stiftete auch mehr als 1.000 Taler. Hierauf folgt ein „Weitleufftiger Bericht“ von des Toten letzter Krankheit. „Am 18. tage Oktober 1581 ist Mordian von Canstein, nachdem er von der Jagt widerum´s zu Eilhausen (dahin er zuvor sampt Weib und Kindern von Canstein, die Seuche der Pestilentz ein zeitlang zu fliehen, veruckt) eingeritten, mit schwerer Leibesschwachheit, indem er hefftig und schwerlich mit Auswerffung allerley zehen und schleimichten Feuchtigkeit, gehustet, überfallen. Und ob man wol dem gewöhnlichen Ausschlag der Rosen, verhofft, so ist doch der Hochgelarte und achtbar Laurentius Hyporius, Doktor, Fürstlicher Casselischer Medikus auff schleunige erforderung, den 18. Oktober mit Rath und Cura dem Schwachen beyzuwonen, alhier angekomen, welcher nach erforschung des Schadens, etliche abwesende Materieo zur Curation fast dienlich von Cassel, in eigener Person geholet, und zum andernmal wider angelanget.“ Unter des Doktors Pflege legte sich der Husten zwar, doch war er sehr matt und geriet in eine „untregliche Hitze.“ Der Doktor glaubte nun, er sei doch mit der „Rose“ behaftet, welche „gar bald erfür brechen würde“, und „zog in solcher meinung, und aus anderen ursachen, daran ihm gelegen, am selben tage davon.“ Mordian hörte am 30. Oktober noch die Hausandacht, die der „Praeceptor“ dem Herkommen gemäß hielt, und zwar das verordnete Evangelium und die Auslegung nach Luthers Hauspostille, nachmittags um 2 Uhr aber war er fast ohnmächtig, abends um 7 Uhr nahm er nach Beichte und Absolution das Abendmahl, das ihm der Herr Hermann, Pfarrer zu Hesperinckhusen reichte. Unter den geistlichen Tröstungen des „Praeceptors“, Gesang und Gebet des Gesindes ward er ruhig und fand Schlaf; wechselnd schlafend und wachend durchkämpfte er den Todeskampf und starb am Morgen des 31. Oktober 1581. Am 02. November war er von Eilhausen „mit einer herrlichen Proceß vieler vom Adel und anderer gen Hedinckhusen abgefüret, und daselbst in der Pfarkirchen, im Chor vor dem Altar in die Erde gelegt.“ An die Leichenrede reiht sich: „Historia Seines Christlichen Lebens und seligen Abschieds, durch Herrn Hermanum Brockhusen, Pastorn zu Hedinckhusen Reimweiß beschrieben.“ Nach diesem Bericht ist Mordian 1542 geboren; nach dem Tode des Vaters erzog ihn seine Mutter „Margreta von Wreda“ (Wrede). Mit 22 Jahren übernahm er seine Güter, „hatte dabey viel gros gefahrn vom interim in sorglichen jahrn“; 1564 war Brockhusen sein Pfarrer; 1570 heiratet er „Helena von Westphal“ und zeugte 3 Söhne und 4 Töchter. Nach dem Schulbesuch kam er zum Grafen Hoier von Mansfeld und hatte auch einen „Feldzug“ nach Frankreich mitgemacht. Nähere Informationen zum Fundstück des Monats finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 Das Denkmal zum Grab (Epitaph) des Mordian von Canstein – Es befindet sich in der Pfarrkirche in Heddinghausen. Mordian von Canstein ist im Jahr 1581 im Alter von 39 Jahren verstorben. In gepanzerter Rüstung kniet er vor einem Kruzifix. Links und rechts von ihm sind jeweils 7 Wappen seiner Ahnenreihe und das Fries zu sehen. Oben am Denkmal befindet sich ein Reliefbild der Auferstehung. Das Sandstein-Denkmal ist 3,90 m hoch und 1,90 m breit. 02 Schloss Canstein aus südöstlicher Richtung in 1831 – Das obere Schloss besitzt auf dieser Ansicht noch das „alte Aussehen“ vor den grundlegenden Veränderungen der Mitte des 19. Jahrhunderts. 03 Das Foto zeigt die „neue“ katholische Pfarrkirche „St. Hubertus“ in Heddinghausen. Sie wurde 1846 erbaut. Die „Vorgängerkirche“ war die Begräbnisstätte der von Cansteins. 04 Diese Ansichtskarte von Canstein ist aus der Zeit um 1910. Sie zeigt einen Blick auf das Schloss sowie auf die davon unterhalb liegenden Gebäude. #Marsberg #Canstein #Heddinghausen #Predigt #Leichenpredigt #Mordian #MordianvonCanstein #Fundstueck #FundstueckdesMonats #1581 #SchlossCanstein #vonElverfeldt #vonCroy #vonSpee #vonSpiegel #SpiegelvonDesenberg #vonCanstein #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichte #MarsbergerGeschichten #Museum #MuseumHausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #Dokument #FamilievonCanstein #GeorgNymphius #Pastor #Korbach #ArnoldvonViermunden #Marburg #Medebach #ArnoldvonViermuenden #JeremiasNikolai #HermannCuntzius #HelenavonWestphalen #PhilippvonSpiegel #Pest #Kassel #Hesperinghausen #Eilhausen #Prozession #HermannBrockhausen #MargretavonWrede #GrafHoiervonMansfeld #HubertusHeddinghausen #Begraebnisstaette #Denkmal #Grab #Epitaph #UnserMarsberg
Das Gästehaus des Schloss Canstein

7. Juli 2017
Das Gästehaus des Schloss Canstein... ...wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts im südländischen Stil neu erbaut. Seit 1853 ist das gesamte Anwesen des Schlosses Eigentum der Familie von Elverfeldt. Das Foto stellte uns der Obermarsberger Hobby-Fotograf Dirk Seehafer zur Verfügung. Herzlichen Dank, Dirk, für diese tolle, nicht alltägliche Aufnahme! :-) #Marsberg #Canstein #Gaestehaus #Schloss #SchlossCanstein #1853 #Elverfeldt #vonElverfeldt #FamilievonElverfeldt #Obermarsberg #Obermarsberger #HobbyFotograf #DirkSeehafer #UnserMarsberg
Das Schützenwesen in der alten Herrschaft …

5. Juli 2017
Das Schützenwesen in der alten Herrschaft Canstein Aufzeichnungen eines Gerichtsrates sind das Fundstück des Monats Juni Herrschaft Canstein – Canstein / Udorf / Leitmar / Heddinghausen / Borntosten. Die Schützenfestsaison im Marsberger Stadtgebiet geht in ihre Hochphase. 14 Schützenvereine und Bruderschaften feiern jeweils ihr Fest der Feste. Marsbergs Fundstück des Monats Juni 2017 belegt, dass auch einst in der alten Herrschaft Canstein ein Schützenfest gefeiert wurde und das Brauchtum verankert war. Die Aufzeichnungen des Gerichtsrats von Canstein aus Berlin sind im Besitz des Marsberger Geschichts- und Heimatvereins „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ und befinden sich im Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“. Sie wurden nun zum Fundstück des Monats prämiert. Am 18. und 19.06.1938 fand in Canstein zum ersten Mal nach dem Mittelalter ein Schützenfest statt. Auch in 1939 gibt es Belege für dieses Fest. Ausrichter war der kurz zuvor neugegründete Kriegerverein Canstein. Nach dem Kriegsende wurde der Kriegerverein, wie auf anderen Ortschaften auch, von den Alliierten verboten. Eine Neugründung des Vereins nach 1945 fand in Canstein nicht statt. Gerichtsrat von Canstein aus Berlin schreibt hierzu: „Das am 18. und 19. Juni 1938 seit 500 Jahren erstmalig zu Canstein wieder gefeierte Schützenfest ist ein Anlaß zu einem geschichtlichen Rückblick auf Einrichtungen ähnlicher Art aus früherer Zeit: Die Schützengilde war nach dem Schutzpatron „St. Sebastian“ bezeichnet. Erste Anzeichen, die auf das Vorhandensein einer Schützenbruderschaft schließen lassen, gehen in das 15. Jahrhundert zurück, als die Schützen noch mit Bogen und Armbrust ausgerüstet waren. Der Zweck der Schützenbruderschaft war ursprünglich eine Anzahl von Bauern und Handwerkern in der Handhabung der jeweilig üblichen Waffen, vor allem der Armbrust und später des Gewehrs für den Ernstfall auszubilden und in Übung zu halten. Erfahrungen und Erinnerungen an ruhmreiche kriegerische Ereignisse wollte man wachhalten und auch das kameradschaftliche Einvernehmen untereinander pflegen. Die höchste Blütezeit der Schützenbruderschaft fällt offenbar in die Zeit des 15. und 16. Jahrhunderts, um die vielen Fehden, welche von den Herren von Canstein zwecks Erhaltung und Festigung der Grundherrschaft geführt und nicht selten von den benachbarten Städten des Waldecker und Paderborner Landes aufgenötigt wurden, erfolgreich durchführen zu können. Nicht nur die Burg Canstein, der Schutz des herrschaftlichen Landes und des dazugehörigen Bauerntums bzw. auch die größeren Höfe und durch ihre Lage besonderen Gefahren ausgesetzten Häuser der zur Herrschaft gehörenden Gemeinden waren teils befestigt und besonders geschützt. Zur „Wehrposten-Mannschaft“ gehören galt als eine besondere Ehre, die sich niemand entzog. Die Schützenbrüder schufen sich ihre Waffen selbst an, soweit das ihnen möglich war; den übrigen wurden solche von der Herrschaft gestellt. Die Bruderschaft beteiligte sich beim Begang der Gemarksgrenzen und der Schnade. Bei Abhaltung des Gerichts waren Schützen brauchtümlich anwesend. Sie wurden bei Privatpfändungen zum Schutz des Pfandgläubigers hinzugezogen und transportierten bzw. bewachten Gefangene. Sie beschützten „wegen der Gefährlichkeit der Wege“ in unsicheren Zeiten Fuhrwerke, Fuhrleute, Waren und Pferde – das nicht nur von herrschaftlichen Gespannen, sondern auch der Untertanen. Auch zum Wachposten-Gehen wurden die Schützen in den Dörfern während der unruhigen Zeiten beauftragt, desgleichen aber auch manchmal während der Kornreife und solange die geerntete Frucht auf dem Felde stand. Holzungen von den Schützen wurden „schildwachweise“ zum Schutz gegen Holz- und Forstfrevel umstellt. Derartige Anordnungen findet man regelmäßig zum sogenannten Maytag und zu Schützenfesttagen. Denn bei solchen Gelegenheiten wurde nicht selten durch unberechtigte Wegnahme von „Bäumchen“ ein Holzfrevel begangen. Im Jahre 1764 z. B. sind in dieser Weise 4 Marsberger von den Schützen ertappt, welche die Frevler dem Gefängnis auf dem Schloss Canstein zuführten. Die Schützen nahmen geschlossen teil an den kirchlichen Prozessionen, vor allem der Fronleichnamsprozession. Ebenso bei Beerdigungen von Angehörigen der Familie von Canstein, solange sie die Herrschaft Canstein inne hatte, desgleichen bei Beerdigung des Pastors, des Küsters, Lehrers und anderer herrschaftlicher Beamte. Die Schützenbruderschaft erstreckte sich in früheren Jahrhunderten als eine einheitliche Organisation über alle zur Herrschaft Canstein gehörigen Ortschaften, also über Canstein, Udorf, Heddinghausen, Leitmar und Borntosten, die gleichzeitig den Umfang der Pfarrei Heddinghausen bildeten. Deswegen hatte sie einen zweiten Patron, den Hl. Hubertus. Die Schützenbrüder der einzelnen Ortschaften waren in sogenannte Rotten eingeteilt und von einem sogenannten Rottenmeister geführt, während in Udorf gelegentlich ein Schützenmeister, in anderen Orten z. B. in Leitmar und Canstein auch ein Corporal genannt wird. Die gesamte Schützenmannschaft wurde geführt von dem Schützenhauptmann, der von den Schützen im Einvernehmen mit der Herrschaft gewählt wurde und dann mehrere Jahre hindurch dieses Amt bekleidete, weil für dieses nicht nur Ansehen, sondern auch Tüchtigkeit entscheidend war. Diese Regelungen waren ebenso wie die sonstigen Rechte, Freiheiten und Pflichten der Schützenbruderschaft in den Statuten derselben festgelegt, die leider nur in Bruchstücken erhalten sind, sodaß die einzelnen Verhältnisse der Bruderschaft nur mühsam aus anderen Urkunden sich zusammenstellen lassen. Nach einer Mitgliederliste aus dem Jahre 1680 betrug die Stärke der Schützenmannschaft 124 Mann. Davon entfallen auf Canstein allerdings nur 14, auf Heddinghausen 17, Udorf 53, Leitmar 21 und auf Borntosten 19. Von den vorstehend genannten Mannschaften mußte jeder ein brauchbares „Rohr“ d. h. Büchsen haben. Doch waren bei der Musterung nur 55 als brauchbar anerkannt. Die Nichtinstandhaltung der Rohre wurde statutengemäß bestraft. Später in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verlor sich die ursprüngliche Bedeutung der Schützenbruderschaft unter den veränderten Verhältnissen immer mehr. Das Aufkommen der stehenden Heere insbesondere nahmen den Bruderschaften die Grundlage, die gänzlich in Vergessenheit geriet und die Schützenbruderschaft zu einer nur noch auf freiwilliger Zugehörigkeit beruhenden Vergnügungsgesellschaft herabsinken ließ. Erst in dem letzterwähnten Zeitraum des Zerfalls entwickelten sich gesonderte Schützenvereine in den einzelnen zur Herrschaft Canstein gehörigen Dorfschaften. Diese aber wurden unter der Fremdherrschaft der Franzosen aufgehoben. Die Idee der Schützenvereine wurde nur in Udorf und Leitmar wieder erneuert und bestehen bis heute.“ Nähere Informationen zum Fundstück des Monats finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Wegen des sicherlich weiteren Interesses folgt eine Aufstellung der Schützenmannschaft aus dem Jahre 1680, deren Nachkommen z. T. noch vor Ort ansässig sind. In der Freiheit Canstein: Adam Siebecker u. Sohn Heinrich Tönnies Kümmel Melcher Götten Jost Contzen Jacob Hillebrandt Feltin Kümmel Caspar Pottenhorn (Corporal) Andreas Nymphius Jacob Relingh Arnt Hoffmann Heinrich Botterweck Martin Bartholmay Friedrich Nymphius (Mü.-Canstein)“ Fotos im Anhang: 01 Ein Blick auf die Ortschaft und Schloss Canstein in den 1960er Jahren. 02 Diese Ansichtskarte zeigt eine Dorfansicht von Canstein mit Blick in Richtung Heddinghausen. Sie wurde um 1920 erstellt. 03 Eine Ansichtskarte von Udorf – Sie ist in den 1950er Jahren entstanden. Verkauft wurde sie im Gasthaus, Metzgerei und Pension Anton Wiegelmann, Telefon Canstein 62. 04 Diese Ansichtskarte „Gruß aus Udorf (Sauerland)“ ist aus der Zeit um 1960. Zu sehen sind eine Partie um die Kirche, ein Fernblick auf Udorf sowie das Gasthaus und die Metzgerei von der Familie Wiegelmann. 05 Diese Ansichtskarte ist aus der Zeit um 1915. Zu sehen ist oben eine Aufnahme von Leitmar. Unten sind die Kirche, die Schule und der Gasthof Schröder abgebildet. 06 Diese Ansichtskarte von Leitmar zeigt verschiedenste Motive des Ortes und der Umgebung. Sie ist aus den 1930er Jahren und wurde von dem Gasthaus und Sommerfrische Krug vertrieben. #Marsberg #Canstein #Schuetzen #Schuetzenwesen #Herrschaft #HerrschaftCanstein #Aufzeichnungen #Gerichtsrat #Fundstueck #FundstueckdesMonats #Udorf #Leitmar #Heddinghausen #Borntosten #Schuetzenfest #Schuetzenfestsaison #Stadtgebiet #Schuetzenvereine #Schuetzenbruderschaften #MarsbergsFundstueckdesMonats #Brauchtum #Gerichtsrat #vonCanstein #Berlin #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichten #Museum #HausBoettcher #MuseumHausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #Mittelalter #Kriegerverein #KriegervereinCanstein #Schuetzengilde #Schutzpatron #SanktSebastian #Fehden #HerrenvonCanstein #WaldeckerLand #PaderbornerLand #BurgCanstein #Wehrposten #Gemarksgrenzen #Schnade #WachpostenGehen #Holzfrevel #Waldfrevel #Maytag #1764 #Gefaengnis #SchlossCanstein #Prozessionen #Fronleichnam #Beerdigungen #Pfarrei #PfarreiHeddinghausen #HeiligerHubertus #Rotten #Rottenmeister #Schuetzenmeister #Corporal #Schuetzenmannschaft #Schuetzenhauptmann #Statuten #Mitgliederliste #1680 #AdamSiebecker #HeinrichSiebecker #ToenniesKuemmel #MelcherGoetten #JostContzen #JacobHillebrandt #FeltinKuemmel #CasparPottenhorn #AndreasNymphius #JacobRelingh #ArntHoffmann #HeinrichBotterweck #MartinBartholmay #FriedrichNymphius #Gasthaus #Metzgerei #Pension #Wiegelmann #AntonWiegelmann #Schule #GasthofSchroeder #Gasthaus #Sommerfrische #Krug #UnserMarsberg
Schloss-Impressionen in Canstein

21. Mai 2017
Schloss-Impressionen in Canstein... ...fing ganz wunderbar der Obermarsberger Hobby-Fotograf Dirk Seehafer ein. :-) Das Foto zeigt den Wohntrakt der Familie von Elverfeldt im älteren Gebäudeteil des Schlosses. Herzlichen Dank, Dirk, für diese tolle Aufnahme! Wir wünschen allen Freunden einen schönen Sonntag! #Marsberg #Canstein #Schloss #SchlossCanstein #Impression #SchlossImpression #Obermarsberger #HobbyFotograf #DirkSeehafer #Wohntrakt #Elverfeldt #vonElverfeldt #FamilievonElverfeldt #Gebaeude #SchoenerSonntag #UnserMarsberg
Von Fotowettbewerben, Radiosendungen und …

8. Januar 2017
Von Fotowettbewerben, Radiosendungen und Fernsehauftritten – Die „Marsberger Geschichten“ ziehen Bilanz Marsberg. Der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ hat zum Jahresende mit seinen Mitgliedern auf das vergangene Jahr zurückgeschaut. Im Resümee zeigt die Jahresbilanz eine vorher nie dagewesene Anzahl von Aktivitäten auf. Die Aktionspalette des Vereinsjahres ist mit der Idee des Starts eines grenzübergreifenden Fotowettbewerbes für Hobby-Fotografen, über Radiosendungen bis hin zu Fernsehauftritten sehr breit gefächert. 27 Stadtführungen durch das historische Obermarsberg und den umliegenden Ortschaften und Stätten konnte der Heimatverein verzeichnen. Als besonders erfolgreich erwiesen sich hier die Kooperationen mit den Schulen aus Marsberg, dem Waldecker Land sowie dem Hochstift (Paderborn und Warburg). Alleine 16 Führungen waren Geschichtsbesuche von Schulklassen. Interessant waren auch in 2016 Zusammenarbeiten mit dem Naturpark Diemelsee, dem Naturpark Teutoburger Wald-Eggegebirge, dem Geopark GrenzWelten, der Großgemeinde Diemelsee, den Städten Diemelstadt und Warburg, dem Hammerhof, den Universitäten in Kassel und Marburg sowie zahlreichen weiteren Institutionen, Geschichtsvereinen, Museen und Touristen-Informationen des Marsberger Umlandes. Als einmalig kreativ stellte sich der große Fotowettbewerb mit leidenschaftlichen Hobby-Fotografen aus dem Waldecker Land und aus dem Sauerland sowie dem Hochstift dar, der auf Initiative der „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ gestartet wurde. Grenzübergreifend ging es vom Kloster Flechtdorf, über Schloss Canstein, Udorf, dem Hammerbachtal, der Willinger Hochheide bis hin nach Bad Arolsen. Die Schönheiten der gemeinsamen Region – also der Heimat – wurden regelrecht fotografisch in Szene gesetzt und eine Ausstellung dazu im Hammerhof eröffnet. Die „Marsberger Geschichten“ präsentierten 2016 auch zahlreiche plattdeutsche Radio-Sendungen vom Erlingser Karneval bis hin zur plattdeutschen Weihnacht. Insgesamt stehen bei der Hochsauerlandwelle 52 plattdeutsche Radio-Sendungen mit Marsberger, Diemelseer, Diemelstädter, Briloner, Olsberger, Esloher und Sprechern aus Sundern für das Jahr 2016 zu Buche. Dass das Plattdeutsche des Sauerlandes einen hohen Stellenwert genießt, zeigt auch die Übergabe des westfälisch einmaligen Rottendorf-Preises an den Sprecher der Hochsauerlandwelle, dem Esloher Publizist und Mundartforscher Peter Bürger. Auf Haus Nottbeck, dem LWL-Museum für Westfälische Literatur, ging dieser bedeutende Preis der Rottendorf-Stiftung in Beratung mit dem Westfälischen Heimatbund erstmalig in den Hochsauerlandkreis. Hochdeutsche Radio-Highlights setzten die „Marsberger Geschichten“ z. B. von Sendungen mit Üwen Ergün, dem Junior-Botschafter der UNICEF, über die Marsberger Wassermühlen, Traditionssendungen zu z. B. Viehmärkten, dem Märchenkönig bis hin zu den Sauerländer Köpfen um beispielsweise Petra Wiegers aus Oesdorf oder Monsignore Wilhelm Kuhne. Zahlreiche neue Exponate wurden von der Bevölkerung dem Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“ gestiftet. Die für die Geschichte interessantesten Stücke werden in der Reihe „Marsbergs Fundstück des Monats“ mit Hintergrundinformationen regelmäßig prämiert. Besondere Highlights waren die Übergabe der Original-Canstein-Bibel aus 1756 an Familie von Elverfeldt für das Schloss Canstein, einer Schenkung einer authentischen Brotmadonna aus dem Marsberger Ortsteil Giershagen aus dem Jahr 1637 an das Museum „Haus Böttcher“, die Restaurierungen einer Kreuzwegstation aus der Larenz-Werkstatt, dem Altarbild des Hl. Petrus von Propst Hagemann oder dem Altar aus dem Franziskushaus Beringhausen durch die Oesdorfer Fachwerkstatt von Uta Scholand. Neue Projekte mit den „Marsberger Nostalgie-Impressionen der Woche“ oder dem Heimat-Informations-Portal „Unser Marsberg – samt seiner Umgebung“, die mit Facebook gekoppelt sind, wurden angestoßen. Geschichtliche Aufarbeitungen nahm der Verein zu den Themen „Diemel-Verlauf“ in verschiedenen Jahrzehnten, den Toten-Tafeln im Obermarsberger Pfarrheim, 500 Jahre Adorfer Viehmarkt, Marsberger Wolga-Deutsche vor 250 Jahren oder zum Marsberger Brauchtum beispielsweise zum ersten Christbaum in Leitmar vor. Viermal konnten die Marsberger Geschichten Fernseh-Kamerateams nach Marsberg locken. Der WDR drehte auf Initiative des Geschichtsvereins innerhalb eines Jahres dreimal im Stadtgebiet. Szenen zum gewickelten Jesuskind des Museums „Haus Böttcher“ wurden in Obermarsberg und Padberg mit dem Restaurator Schröder, Gräfin Droste zu Vischering und Ortsheimatpfleger Becker eingefangen. In der WDR-Reihe „Hermann hilft…“ schaute Hermann Baldus im Hundevitalzentrum in Bredelar vorbei und im Juni ging es mit dem WDR und Bibel-TV thematisch um die Original-Canstein-Bibel aus 1756. In Zusammenarbeit mit dem MDR entstand 2016 eine Dokumentation zu den ostdeutschen Bahnhöfen, die noch mit Original-Zechit-Steinen des Bredelarer Werkes aus der Kaiser-Zeit verlegt sind. Die Marsberger Geschichten besitzen u. a. die Original-Patentschrift des Zechitwerkes zu den Kunststeinen. Die DOKU wird 2017 ausgestrahlt. Mit der Neuauflage der Auftragsbücher zur Bildhauerwerkstatt Larenz und einem wissenschaftlichen Werk von Elmar Brohl (Stadtbaudirektor i. R., Marburg) zur Familiengeschichte sowie zu den Larenz-Kreuzwegen, den „Frühen Burgen – Die Eresburg“ mit der Altertumskommission für Westfalen und der Archäologin Dr. Eva Cichy sowie dem Doppelband der Flechtdorfer Chronik von Dr. Karl Schlömer konnten 2016 von den „Marsberger Geschichten“ gleich fünf Publikationen neuaufgelegt bzw. vorgestellt werden. Auch 2017 wird nicht langweilig: Das 500. Reformationsjahr und zwei örtliche Jubiläen werfen ihre Schatten voraus. Weitere Informationen zum Marsberger Geschichts- und Heimatverein finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 Nach der Übergabe des Rottendorf-Preises 2016 auf Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg, dem LWL-Museum für Westfälische Literatur – v. r. n. l. Franz-Ludwig Blömker (stv. Landrat vom Kreis Warendorf), Jürgen Mönkediek (pattu, vorherige Preisträger), Franz-Josef Harbaum (stv. Vorstandsvorsitzender der Rottendorf-Stiftung), Prof. Dr. Walter Gödden (Geschäftsführer der LWL-Literaturkommission für Westfalen), Bronzebüste des Stiftungsgründers: Andreas J. Rottendorf (1897-1971), Andreas Karl Böttcher (Marsberger Geschichten - Schlüssel zur Vergangenheit e. V.), Dr. Werner Beckmann (Leiter des „Mundartarchivs Sauerland“), Peter Bürger (Publizist und Mundartforscher), Markus Hiegemann (Moderator Hochsauerlandwelle – DO BISTE PLATT), Pater Ralf Klein SJ (Vorsitzender des Stiftungskuratoriums der Rottendorf-Stiftung), Peter Egger (pattu, vorherige Preisträger) und Georg Bühren (pattu, vorherige Preisträger). Foto: Weitblick-Medien.de, Heiko Marcher 02 Andreas Karl Böttcher (Vorsitzender der „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“) und Alexander Freiherr von Elverfeldt bei der Übergabe der Original-Canstein-Bibel für das Schloss Canstein. Foto: Dirk Hustadt 03 Die Fotogruppe „Impressionen Grenzenlos“ mit der Jury des grenzübergreifenden Foto-Wettbewerbs in der Glasmanufaktur Willingen. – Vorne links Andreas Karl Böttcher (Vorsitzender der „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“) und vorne rechts Tim Alsfasser als Moderatoren der Jury des großen Wettbewerbs. Foto: Tim Alsfasser 04 Restaurator Hans-Alfred Schröder, Patronatsherrin Ulrike Gräfin Droste zu Vischering, Ortsheimatpfleger Norbert Becker und das Team vom WDR in Padberg – Thema in der Weihnachtszeit: das „gewickelte Jesuskind“. 05 Pastor Dieter Moors und Andreas Karl Böttcher präsentieren vor der Giershagener Kirche das Relikt der ländlichen Volksfrömmigkeit, eine originale Brotmadonna aus Giershagen aus dem Jahr 1637. Foto: Antillu – Marc Schnittker #Marsberg #Fotowettbewerb #Radio #Radiosendungen #Fernsehen #Fernsehauftritt #MarsbergerGeschichten #Geschichte #Geschichtsverein #Heimat #Heimatverein #MarsbergerGeschichte #HobbyFotografen #Stadtfuehrungen #Obermarsberg #WaldeckerLand #Hochstift #Paderborn #Warburg #Schulen #Schulklassen #NaturparkDiemelsee #Naturpark #NaturparkTeutoburgerWald #TeutoburgerWald #Eggegebirge #Geopark #Grenzwelten #GeoparkGrenzwelten #Diemelsee #Diemelstadt #Hammerhof #Universitaeten #Kassel #Marburg #Geschichtsvereine #Museum #Museen #TouristenInfo #Sauerland #ImpressionenGrenzenlos #Flechtdorf #Udorf #Canstein #Kloster #Schloss #Hammerbachtal #Willingen #Hochheide #BadArolsen #Plattdeutsch #Erlingsen #Karneval #PlattdeutscheWeihnacht #Hochsauerlandwelle #Brilon #Olsberg #Eslohe #Sundern #Rottendorf #RottendorfPreis #Mundart #Mundartforschung #PeterBuerger #HausNottbeck #LWL #RottendorfStiftung #WestfaelischerHeimatbund #HSK #Hochsauerlandkreis #UewenErguen #Juniorbotschafter #UNICEF #Wassermuehlen #Viehmarkt #Maerchenkoenig #SauerlaenderKoepfe #PetraWiegers #Oesdorf #Monsignore #WilhelmKuhne #MuseumHausBoettcher #HausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #FundstueckdesMonats #CansteinBibel #vonElverfeldt #SchlossCanstein #Brotmadonna #Giershagen #LarenzWerkstatt #Kreuzwegstation #Altarbild #HeiligerPetrus #PropstHagemann #Altar #Franziskushaus #Beringhausen #Restaurierung #UtaScholand #NostalgieImpressionen #UnserMarsberg #Diemel #TotenTafeln #Pfarrheim #Adorf #WolgaDeutsche #Brauchtum #Christbaum #Leitmar #Kamerateams #WDR #MDR #Jesuskind #Padberg #Restaurator #Schroeder #GraefinDroste #DrostezuVischering #OrtsheimatpflegerBecker #Hermannhilft #HermannBaldus #Hundevitalzentrum #Bredelar #BibelTV #Ostdeutschland #Bahnhoefe #ZechitStein #Zechitwerk #Kunststeine #DOKU #Bildhauer #Larenz #ElmarBrohl #FrueheBurgen #Eresburg #Altertumskommission #Archaeologie #EvaCichy #FlechtdorferChronik #KarlSchloemer #Reformationsjahr #AndreasKarlBoettcher #AlexandervonElverfeldt #DirkHustadt #GlasmanufakturWillingen #TimAlsfasser #Oelde #Stromberg #MarkusHiegemann #WernerBeckmann #DoBistePlatt #HeikoMarcher #DieterMoors #Antillu #MarcSchnittker
Bildung für alle in der Herrschaft Canstein …

29. August 2016
Bildung für alle in der Herrschaft Canstein Marsbergs Fundstück des Monats und die Entstehung einer Schulvikarie Canstein / Udorf / Heddinghausen / Leitmar / Borntosten. Aus Sicht der I-Dötzchen ist die jetzt beginnende Schulpflicht bestimmt ein „kleiner Fluch“, denn es beginnt fortan der Ernst des Lebens! – Allerdings ist die Bildung und Ausbildung ein wesentlicher Teil des später einmal angestrebten Wohlstands… Marsbergs Fundstück des Monats August 2016 beschäftigt sich passend zum Wiederbeginn der Schulzeit mit den Ursprüngen des Schulwesens in der alten Herrschaft Canstein. Hierzu hat der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ für das Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“ in den letzten Tagen verschiedene Aufzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert erhalten. Sie wurden nun zum Fundstück des Monats prämiert. Eine Schulvikarie wurde in Canstein vom Kammerpräsidenten Franz Wilhelm von Spiegel zum Desenberg und Canstein am 15. Januar 1794 begründet. Im Jahr 1761 hatte bereits Goswin Anton Freiherr von Spiegel (Vize-Dominus des Domkapitels zu Münster) eine Frühmessstiftung von 1.000 Talern in der Pfarrei Heddinghausen gemacht. Diese Stiftung bildete den Grundstock des Schulvikariefonds, den Franz Wilhelm von Spiegel aufstockte. Weitere 300 Reichstaler steuerte der „Domscholaster“ und Domkantor Clemens Philipp von Spiegel bei. Eine Schule „von weltlichen Lehrern geleitet“ bestand schon vordem in Canstein. Das Schulgebäude lag auf der Südseite der Kleppe am Wildhof (Grundstück: „Siedhoff´sche Schmiede“). Diese brannte 1801 ab. Der Kammerpräsident von Spiegel erwarb nun ein altes Bauernhaus und ließ es auf seine Kosten zu einer Schule umbauen. Die Gemeinde Canstein leitete dabei „Fuhr- und Handlangerdienste“, wie eine in Stein gehauene Inschrift bezeugt: „Industrieschule – Mit Beihilfe der von der Gemeinde Kanstein geleisteten Fuhren- und Handlangerdienste auf Kosten Franz Wilhelms von Spiegel Freiherrn zum Desenberg. Gebaut 1802.“ Der Standort des Gebäudes wird seinerzeit als an der „Straßengabelung Udorf-Arolsen an der Hauptstraße“ bezeichnet. Es war ein einstöckiger langgestreckter Bau. Außer den Schulräumen befand sich darin auch die Wohnung des Schulvikars. Auf der Südseite an der Kleppe war noch ein kleines Gärtchen, der sogenannte Industriegarten. Im Jahr 1818 wurde noch ein Stall angebaut, um den Lehrpersonen die Möglichkeit zu geben, „durch Halten von Vieh ihre geringen Einkünfte auszubessern“. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde von dem Schuhmachermeister Wilhelm Kraushaar das Gebäude von Grund auf renoviert und aufgestockt. Eine neue Volksschule wurde 1893 in der Nähe der Kapelle erbaut. „Stiftungsgemäß sollte der Schulunterricht nur von Priestern erteilt werden“. Diese versahen gleichzeitig den Frühmessdienst in der Pfarrkirche zu Heddinghausen oder in der Cansteiner Schlosskapelle. „Es herrschte allerdings großer Priestermangel“, sodass zeitweise auch weltliche Lehrer angestellt wurden. Ein Bericht von Pfarrer Kiffe vom 28.03.1809 an den für das Herzogtum Westfalen angeordneten Kirchen- und Schulrat: „daß er sich unsäglichen Fleiß gegeben habe, ein taugliches Subjekt zu der Administration wieder zu erhalten. Bald fanden sich sechs auf einmal, aber bald, wenns zum Streiche kam, wollte keiner.“ Als erster Schulvikar wurde ein Mönch „Frater Leonhard Bausch“ erwähnt. In Folge von Meinungsverschiedenheiten mit dem Pfarrer wurde er aber schon bald abberufen. Am 02.08.1801 erhielt dann Johann Josef Hensell aus Neuhaus vom Kammerpräsidenten von Spiegel die „Collation“ und vom Erzbischöflichen Vikariat die Investitur. Allerdings sagten Hensell die Verhältnisse einer Dorfschule auf Dauer nicht zu. Mit dem Pfarrer und dem „Patron“ geriet er auch bald in Konflikt, da „er die Schule nach Willkür verwaltete“. Am 01.10.1804 verließ er eigenmächtig seine Stelle und wurde Feldprediger bei den Preußen. Der wiederholten Aufforderung zurückzukehren oder formell auf sein Amt zu verzichten, leistete er keine Folge. Das Erzbischöfliche Vikariat bestimmte darauf erstmals „nur administrative“ Anstellungen. Bei der Rückkehr Hensells sei ihm „60 Reichtaler pro anno von dem jeweiligen Administrator“ auszuzahlen. Erst am 12.08.1809 „veröffentlichte dasselbe in den Zeitungen eine Edictal-Citation gegen Hensell.“ Im „Nichterscheinungsfalle“ wurde das „Beneficium“ für „vaciierend“ und Hensell aller Ansprüche für „verlustig“ erklärt. Hensell aber blieb verschollen. Für den „entwichenen Hensell hielt zunächst Lehrer Krickenberg aus Heddinghausen die Schule in Kanstein“. 1805 gelang es den Ex-Benediktiner Josef Zieren anzustellen. 1807 musste er allerdings nach Paderborn zurück, da ihm sonst der Verlust seiner Pension drohte. Bis 1809 war die Stelle somit verwaist. Von 1809 bis 1815 war ein „Rektor namens Koerholz aus Werl“ an der Cansteiner Schule tätig. Danach erhielt er mit „bestem Zeugnis ausgestattet“ die Pfarrstelle in Madfeld. Weltliche Lehrer folgten einige Jahre. Peter Lübke war von 1819 bis 1824 Lehrer in Canstein. Doch der „Mangel an Besoldung zur Bestreitung der notwendigsten Lebensbedürfnisse“ und die „Vereitelung aller Bemühungen und Vorschläge zur Verbesserung“ trieben ihm zum Weggang. „Die Tränen in den Augen der Schuljugend und deren Eltern mir das Scheiden schmerzhaft und bitter machten“, so Lübke. Das Gehalt der Stelle sollte fortan auf 250 Reichstaler aufgestockt werden. Allerdings konnten sich weder der Patron, noch die Schulgemeinde auf diese Summe einigen und so waren die Stellenbesetzungen „regelmäßig wechselnd“. Unterrichtet wurde neben Religion, Lesen, Schreiben und Rechnen. „Besonderes Gewicht“ wurde auf den „Kirchengesang“ gelegt. Die Schule wurde eigens als Industrieschule bezeichnet. Es waren ein Industriezimmer und ein Industriegarten ausgewiesen. In der Baumschule und im Handarbeitsunterricht wurden so „Produkte“ erstellt und veräußert. Das Schul-Stiftungskapital der von Spiegels wurde als Darlehn an die Stadt Obermarsberg und an die einheimische Bevölkerung zu einem Zinssatz von 4 bzw. 5 Prozent vergeben. Im „Revenüenetat“ von 1824 bezog der Schulvikar pro Jahr 60 Taler festes Gehalt, 60 Taler für Kost, 9 Taler für Licht, 9 Malter Brennholz (23 Taler und 24 Stüber), dessen Heranholen durch die Gemeinde im Wert von 3 Taler und 54 Stüber, das Schulgeld von ungefähr 50 Kindern à 52 Stüber (43 Taler und 20 Stüber), freie Wohnung (12 Taler), freier Hausgarten (1 Taler) und für ein „Leichenbegräbnis von Kanstein nach Heddinghausen“ (1 Taler). Zusammen machte das eine Jahressumme von 212 Talern und 98 Stübern. Das war das Salär eines geistlichen Lehrers, weltliche Lehrer erhielten nur die Hälfte: Lehrer Lübke beispielsweise 108 Taler. Wobei die Stelle in Canstein noch die beste besoldete Stelle war. Die Nachbargemeinden waren noch ärmer dran. Heddinghausen bot 154 Taler, 1 Silbergroschen und 4 Pfennig. Allerdings musste der Lehrer den Küster- und Organistendienst sowie weitere örtliche Aufgaben wahrnehmen. In Leitmar gab es 94 Taler, 16 Silbergroschen und 4 Pfennige und in Udorf nur 80 Taler, 9 Silbergroschen und 8 Pfennige. Die Schule wurde gerne geschwänzt. Allerdings dank der Eltern. Sie brauchten ihre älteren Kinder zum Viehhüten und für Feldarbeiten. „Um diesem Uebelstand zu begegnen, wurde für die Oberstufe schon morgens von 5 bis 8 oder nach Feierabend Schule gehalten“. Auch „durch Holzdiebstähle und Waldfrevel wurden die Kinder der Schule entzogen“. Durch das „Patrimonialgericht“ wurden „Tagesstrafen“ verhängt. Nach 1838 wechselte das Schloss Canstein in kurzer Folge dreimal den Besitzer. Die Leistungen für die Schule standen zur Disposition. Durch Rezess vom 22.07.1879 wurden die Leistungen der Rentei-Kasse abgelöst und von der Rentenbank in Münster übernommen. Nähere Informationen zum Fundstück des Monats finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 Schloss Canstein von der Nordostseite – Rechts befindet sich die alte Burg auf dem Kalksteinkegel, dem „Kantstein“. Das Gemälde von F. E. Klein zeigt eine Ansicht des Schlosses zum Zeitpunkt von 1831. 02 Franz Wilhelm von Spiegel zum Desenberg und Canstein – Kammerpräsident und Begründer des Schulwesens der Herrschaft Canstein. 03 Die Ansichtskarte wurde im Gasthaus zur Post von „Joh. Biker“ verkauft. Auf ihr ist eine Ortsansicht von Canstein samt dem Schloss zu sehen. Die Karte ist aus der Zeit um 1910. 04 Dieser Blick auf Canstein zeigt den Ort und das Schloss in den 1960er Jahren. 05 Die Ansichtskarte „Gruss aus Canstein“ aus der Zeit um 1895 bildet verschiedene Ansichten auf Canstein ab. Zu sehen sind ferner u. a. das Schloss, die Kapelle, das Gasthaus zur Post und die Cansteiner Felsen. #Marsberg #Canstein #HerrschaftCanstein #Bildung #Fundstueck #FundstueckdesMonats #MarsbergsFundstueck #Schulvikarie #Schule #Udorf #Heddinghausen #Leitmar #Borntosten #IDoetzchen #Schulpflicht #ErnstdesLebens #Ausbildung #Wohlstand #Schulzeit #Schulwesen #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichten #Museum #MuseumHausBoettcher #HausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #Aufzeichnungen #Kammerpraesident #FranzWilhelmvonSpiegel #Desenberg #GoswinAntonFreiherrvonSpiegel #VizeDominus #Domkapitel #Muenster #Stiftung #Fruehmessstiftung #Pfarrei #Grundstock #Schulvikariefonds #Domscholaster #Domkantor #ClemensPhilippvonSpiegel #Lehrer #Schulgebaeude #Kleppe #Wildhof #Siedhoff #Schmiede #Bauernhaus #Gemeinde #Industrieschule #Kanstein #Arolsen #Hauptstrasse #Schulraum #Schulvikar #Industriegarten #Stall #Schuhmachermeister #WilhelmKraushaar #Volksschule #Kapelle #Schulunterricht #Priester #Fruehmessdienst #Pfarrkirche #Schlosskapelle #Priestermangel #PfarrerKiffe #Westfalen #HerzogtumWestfalen #Kirchenrat #Schulrat #Moench #FraterLeonhardBausch #JohannJosefHensell #Neuhaus #Collation #ErzbischoeflichesVikariat #Investitur #Dorfschule #Pfarrer #Patron #Feldprediger #Preussen #Administrator #LehrerKrickenberg #Benediktiner #JosefZieren #Paderborn #Rektor #Koerholz #Werl #CansteinerSchule #Pfarrstelle #Madfeld #PeterLuebke #Schulgemeinde #Stellenbesetzung #Religion #Lesen #Schreiben #Rechnen #Kirchengesang #Industriezimmer #Industriegarten #Baumschule #Handarbeitsunterricht #Produkte #SchulStiftungskapital #vonSpiegel #Darlehn #Obermarsberg #StadtObermarsberg #Zinssatz #Revenueenetat #Gehalt #Kost #Licht #Malter #Brennholz #Taler #Stueber #Schulgeld #Kinder #Wohnung #Hausgarten #Leichenbegraebnis #Jahressumme #Salaer #Silbergroschen #Pfennig #Kuesterdienst #Organistendienst #Eltern #Viehhueten #Feldarbeit #Waldfrevel #Holzdiebstahl #Patrimonialgericht #Tagesstrafe #SchlossCanstein #Rezess #RenteiKasse #Rentenbank #MarsbergerGeschichte #Burg #Kalksteinkegel #Kantstein #FEKlein #GasthauszurPost #JohBiker #Ortsansicht #Schloss #CansteinerFelsen #Kapelle #UnserMarsberg
Lasst die Spiele beginnen

24. Juni 2016
Lasst die Spiele beginnen!!! In Canstein unterhalb des malerischen Schlosses sind Morgen wieder die Schotten mit ihren fliegenden Röcken bei den Highland Games Canstein los... ;-) Der SV Canstein präsentiert also am morgigen Samstag, dem 25.06.2016 ab 15 Uhr auf dem Sportplatz die grandiosen Highland Games. Live-Musik mit den Green Pipers Korbach, Paddy Schmidt und Cheapdirt sorgen neben den Wettkämpfen für die richtige Stimmung! Wir wünschen allen Teilnehmern und Gästen viel Spaß in Canstein! #Marsberg #Canstein #Schloss #SchlossCanstein #Schotten #Schotte #HighlandGames #HighlandGamesCanstein #SVCanstein #Sportplatz #GreenPipers #GreenPipersKorbach #PaddySchmidt #Cheapdirt #Wettkaempfe #Waldeck #UnserMarsberg
Die Original-Canstein-Bibel ist zurück auf dem …

19. Juni 2016
Die Original-Canstein-Bibel ist zurück auf dem Schloss – Die „Marsberger Geschichten“ übergaben das Werk aus 1756 an Familie von Elverfeldt Canstein. Sie gilt als älteste Bibelgesellschaft der Welt und ist geschichtlich gesehen mit der alten Herrschaft Canstein verwurzelt. Die 1710 gegründete Canstein´sche Bibelanstalt geht auf Carl Hildebrand von Canstein zurück. Die „Canstein-Bibel“ ist das gedruckte Werk der ins Deutsche übersetzten Bibel durch Martin Luther. Passend zum 500. Jahrestag im nächsten Jahr mit dem Anschlag der 95 Thesen durch Martin Luther an die Schlosskirche zu Wittenberg übergab jetzt der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ die „Original-Canstein-Bibel“ aus dem Jahr 1756 an Alexander Freiherr von Elverfeldt für das Schloss in Canstein. Der Vater des Begründers der Canstein´schen Bibelanstalt war Raban Freiherr von Canstein und wurde am 10.08.1617 auf Schloss Canstein geboren. Er war kurbrandenburgischer Geheimrat und Hofkammerpräsident. Außerdem besaß er folgende Titel: Herr auf Canstein, Warburg, Eiche, Schönberg, Dalwitz, Helmsdorf, Neukirch und Hauptmann der Herrschaften Beeskow, Storkow (Mark), Lindenberg und Mallynchen. Raban von Canstein hatte drei Töchter und drei Söhne. Ein Sohn war Carl Hildebrand Freiherr von Canstein, geb. am 04.08.1667 in Lindenberg bei Beeskow. Er war brandenburgischer Hofbeamter und der Stifter der Cansteinschen Bibelanstalt. Carl Hildebrandt von Canstein promovierte nach seinem Studium „juris historicum et politicum“ an der Universität Wittenberg im Jahr 1687 in Frankfurt an der Oder zum „Dr. jur.“. Nach einer anschließenden fast zweijährigen „Grand Tour“ durch Holland, England, Frankreich, Italien und Österreich wurde er 1688 durch den Tod von Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg nach Berlin zurückgerufen. Dort schlug er zunächst die Laufbahn eines Hofbeamten ein. Den Hofdienst ablehnend wurde er Soldat und 1692 als Offizier nach Flandern geschickt (Pfälzischer Erbfolgekrieg). Dort erkrankte er an der „Amöben-Ruhr“. Auf dem Krankenbett gelobte er, sein Leben der Verbreitung der Heiligen Schrift zu widmen, wenn er überleben würde. Er überlebte. Nach seiner Genesung lernte Carl Hildebrand von Canstein 1694 den großen Theologen und Vordenker des Pietismus, Philipp Jakob Spener kennen. Von Canstein wurde dessen finanzieller Förderer. Die Diskussionen mit Spener bestimmten sein theologisches Weltbild. Über Spener lernte er auch August Hermann Francke kennen. Francke baute in Halle an der Saale ein diakonisches Zentrum auf. Von Francke inspiriert beschloss Carl Hildebrand von Canstein, sein Vermögen für den Aufbau einer Bibelgesellschaft in Halle zu verwenden. Die 1710 gegründete Bibelanstalt ist die älteste Bibelanstalt der Welt. Sie trägt bis heute den Namen „Cansteinsche Bibelanstalt“. Ziel war es, Bibeln als Massendruck möglichst preiswert herstellen zu können, so dass das Studium der Heiligen Schrift in deutscher Sprache auch weniger wohlhabenden Menschen ermöglicht werden konnte. Hierzu wurde ein „Stehender Satz“ geschaffen, ein damaliges Novum in der Geschichte der Druckerei. Alle ca. 1.300 Druckseiten der Bibel wurden mit ca. 5 Millionen Bleilettern auf einmal gesetzt und dieser komplette Satz wurde für weitere Auflagen dauerhaft stehen gelassen. Zuvor wurden beim Buchdruck immer nur wenige Seiten gesetzt, die Bögen für die gesamte Auflage gedruckt, der Satz aufgelöst und dann mit denselben Lettern die nächsten Seiten gesetzt. Die Technik machte sich bezahlt. Das Neue Testament kostete so nur 2 Groschen. Eine Gesamtausgabe war damals schon für insgesamt 6 Groschen sehr erschwinglich. Ein buchhändlerischer Gewinn wurde nicht erzielt. Carl Hildebrand von Canstein starb am 17.08.1719 und wurde in der Marienkirche in Berlin am Alexanderplatz beigesetzt, wo noch heute eine Gedenktafel an ihn erinnert. Da er kinderlos blieb, vermachte er sein nicht unbeträchtliches Vermögen, seine märkischen und brandenburgischen Güter sowie einen gewissen Anteil an Herrschaft und Schloss Canstein seiner Stiftung. 1938 übernahm die Preußische Haupt-Bibelgesellschaft Rechte und Vermögen der von Canstein´schen Bibelgesellschaft in Halle. Nach der Teilung Deutschlands gab es nach dem II. Weltkrieg zwei Nachfolger der Bibelgesellschaft. Als Verein wurde die „von Cansteinsche Bibelanstalt in Berlin e. V.“ 2005 neugegründet. Bereits 1995 wurde das „Canstein Bibelzentrum Halle“ eingerichtet. Das Bibelzentrum widmet sich heute nicht mehr dem Bibeldruck, sondern der pädagogischen Einführung in die Bibel. Träger des Zentrums ist das „Mitteldeutsche Bibelwerk“ der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Nähere Informationen unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 Andreas Karl Böttcher (Vorsitzender der „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“) und Alexander Freiherr von Elverfeldt bei der Übergabe der Original-Canstein-Bibel für das Schloss Canstein. Foto: Dirk Hustadt 02 Die Original-Canstein-Bibel: Abgebildet ist ein Auszug aus der Canstein-Bibel (die deutsche Übersetzung der Bibel nach Martin Luther) aus dem Jahr 1756. Sie stammt aus dem Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“ und wurde jetzt an das Schloss Canstein übergeben. #Marsberg #Canstein #CansteinBibel #SchlossCanstein #MarsbergerGeschichten #vonElverfeldt #AlexandervonElverfeldt #Bibelgesellschaft #HerrschaftCanstein #CansteinscheBibelanstalt #vonCanstein #CarlHildebrandvonCanstein #Bibel #DeutscheBibel #MartinLuther #95Thesen #500JahreReformation #Schlosskirche #Wittenberg #RabanvonCanstein #Warburg #Eiche #Schoenberg #Dalwitz #Helmsdorf #Neukirch #Beeskow #Storkow #Lindenberg #Mallynchen #Lindenberg #Frankfurt #Oder #Berlin #FriedrichWilhelmvonBrandenburg #Kurfuerst #HeiligeSchrift #Pietismus #PhilippJakobSpener #Spener #AugustHermannFrancke #Francke #Halle #Saale #Bibelanstalt #StehenderSatz #Buchdruck #NeuesTestament #AltesTestament #Marienkirche #Alexanderplatz #CansteinBibelzentrum #Bibelzentrum #Bibeldruck #MitteldeutschesBibelwerk #Evangelisch #EvangelischeKirche #Mitteldeutschland #MarsbergerGeschichte #AndreasKarlBoettcher #DirkHustadt #1756 #Museum #MuseumHausBoettcher #HausBoettcher #HausderGeschichte #UnserMarsberg
„Impressionen Grenzenlos“ auf Schloss Canstein …

12. Juni 2016
„Impressionen Grenzenlos“ auf Schloss Canstein – Waldecker Hobby-Fotografen setzten sich auf Marsberger Gebiet durch Canstein / Udorf / Marsberg / Diemelsee / Bad Arolsen / Diemelstadt / Korbach. Die Landesgrenze verbindet! – „Die Grenze aus den Köpfen kriegen“, Horizonte erweitern und gemeinsam die Schönheiten unserer wundervollen Region auf Marsberger und Waldecker Seite genießen und fotografisch in Wert setzen, das ist das Ziel der Foto-Gruppe „Impressionen Grenzenlos“. Die leidenschaftlichen Hobby-Fotografen aus Diemelsee, Bad Arolsen, Diemelstadt, Korbach und Marsberg starteten ihren grenzübergreifenden Fotowettbewerb in der Großgemeinde Diemelsee zum Thema „Kloster Flechtdorf“. Im Folgezeitraum Mai und Juni 2016 hatten die Impressionisten die Aufgabe im Marsberger Gebiet, direkt an der Waldeckischen Landesgrenze, zwei Ortschaften der ehemaligen „Herrschaft Canstein“ fototechnisch zu durchleuchten. Die Fotografen konnten hierzu insgesamt maximal 3 Aufnahmen für den großen Wettbewerb im Vorfeld einreichen. Jetzt trafen sich die Foto-Freunde auf Schloss Canstein. Alexander Freiherr von Elverfeldt begrüßte am Schlosstor alle Fotografen sowie die Jury des Wettbewerbs – bestehend aus dem stv. Marsberger Bürgermeister: Bernd Dinkelmann, dem Geschäftsführer von Stadtmarketing Marsberg: Rüdiger Nentwig, dem Vertreter des Vereins für Natur- und Vogelschutz im HSK (VNV) und Leiter der Biologischen Station des HSK: Werner Schubert sowie die „ortskundige Fachfrau“ Cornelia Mauermann aus Canstein. Alexander von Elverfeldt beglückwünschte während seiner Ansprache ausdrücklich die Fotogruppe und deren Ansinnen im Rahmen eines Wettbewerbs, die Grenze aus den Köpfen verschwinden zu lassen und Freundschaften zu knüpfen bzw. zu pflegen, denn viel zu lange hätte die Herrschaft Canstein in vergangenen Jahrhunderten – auch aus konfessioneller Sicht – hiermit zu kämpfen gehabt. Er verwies hierzu auch auf die letzten „schweren Einschnitte“ nach dem II. Weltkrieg, die noch gar nicht so lange her sind, wo oberhalb seines Schlosses die Grenze sogar dafür sorgte, dass die „Einen“ zum britischen Sektor und die „Anderen“ auf einmal zum amerikanischen Sektor gehörten. Nach den Begrüßungsworten vom stv. Marsberger Bürgermeister Bernd Dinkelmann wurden von der Gruppe „Impressionen Grenzenlos“ der Jury insgesamt 52 Fotos übergeben. Daraufhin zog sich die Jury zu Beratungen und zur Foto-Auswahl in das Dorfgemeinschaftshaus Canstein zurück und hatte wiedermal die „Qual der Wahl“. In der Zwischenzeit nahm Alexander von Elverfeldt die Fotografen-Gruppe auf eine spannende geschichtliche Zeitreise zur alten Herrschaft Canstein und zur eigenen Familiengeschichte. Die Fotografen erhielten während dieser geschichtlichen Impulse nostalgische Einblicke zur Schlosskapelle, zum ehemaligen (Hexen-)Verlies und in das Schlossgebäude. Im Anschluss fand die Siegerehrung im würdevollen Rahmen vor dem Schlossgebäude statt. Waren beim ersten Wettbewerb auf Waldecker Gebiet noch die Marsberger Fotografen auf dem Siegerpodest federführend, so setzten sich jetzt im umgekehrten Fall freundschaftlich die Waldecker in allen Kategorien durch. In der Kategorie „Canstein/Schloss Canstein“ belegte Ariane Romünder (Diemelsee) den Siegerplatz vor Kerstin Schmelter (Ottlar) und Dirk Hustadt (Essentho). In der Kategorie „Udorf“ gewann ebenfalls Ariane Romünder vor Andreas Karl Böttcher (Obermarsberg) und Aniane Emde (Korbach). Bei den „Naturschönheiten“ des Cansteiner Mühlengrunds, dem Orpetal bzw. dem bedeutenden Udorfer Naturschutzgebiet Glockengrund hatte Kerstin Schmelter (Ottlar) die Nase vorn. Ariane Romünder (Diemelsee) und Dirk Seehafer (Obermarsberg) belegten hier die weiteren Platzierungen. Alle Sieger erhielten von Stadtmarketing Marsberg und den „Marsberger Geschichten“ kleine Preise. Unter www.Stadtmarketing-Marsberg.de können alle eingereichten Fotos des Wettbewerbs der Hobby-Fotografen nochmals angeschaut werden. Weitere Hobby-Fotografen sind jederzeit willkommen. Während des Gedankenaustausches der Hobby-Fotografen in der ehemaligen Gastwirtschaft „Wiegelmann“ in Udorf wurde auch das Foto-Ziel des nächsten Wettbewerbs festgelegt. Es geht ins Hammerbachtal bei Hardehausen auf Foto-Safari. Die heimischen „Big 6“ mit u. a. den Wisenten, Wildpferden, Wildschweinen und Weißen Hirschen stehen dann neben Panorama-Blicken zur reichhaltigen Flora und Fauna des Naturschutzgebietes im Fokus der Kameras. Der nächste Treff ist Anfang August 2016. Fotos im Anhang: 01 Die Fotogruppe „Impressionen Grenzenlos“ mit Bernd Dinkelmann (stv. Marsberger Bürgermeister), Rüdiger Nentwig (Geschäftsführer Stadtmarketing Marsberg), Werner Schubert (VNV und Leiter der Biologischen Station im HSK), Cornelia Mauermann (Canstein) und Alexander Freiherr von Elverfeldt im alten Wehrgang von Schloss Canstein. Foto: Dirk Hustadt 02 Alexander von Elverfeldt mit den Siegerinnen des Foto-Wettbewerbs: Ariane Romünder (Diemelsee) und Kerstin Schmelter (Ottlar) auf Schloss Canstein. Foto: Dirk Hustadt 03 Der 1. Siegerplatz in der Kategorie „Canstein“: Das geöffnete Cansteiner Schlosstor, Foto Ariane Romünder aus Diemelsee. 04 Der 2. Platz in der Rubrik „Canstein“: Der „mystisch wirkende Cansteiner Schlossteich“, Foto Kerstin Schmelter aus Ottlar. 05 Der 3. Platz in der Kategorie „Canstein“: Schloss Canstein und der Schlossteich, Foto Dirk Hustadt aus Essentho. 06 Der 1. Siegerplatz in der Kategorie „Udorf“: Der verlassene Schafstall des NRW-Landesmeisters im Schafehüten: Ralf Bauer in Udorf, Foto Ariane Romünder aus Diemelsee. 07 Der 2. Platz in der Rubrik „Udorf“: Eine typische Szene entlang der Orpe in Udorf, Foto Andreas Karl Böttcher aus Obermarsberg. 08 Der 3. Platz in der Kategorie „Udorf“: Blick auf die Ortschaft Udorf, Foto Aniane Emde aus Korbach. 09 Der 1. Siegerplatz in der Kategorie „Naturschönheiten zwischen Canstein und Udorf“: Eine „Naturszene“ an den Forellenteichen der von Elverfeldts, Foto Kerstin Schmelter aus Ottlar. 10 Der 2. Platz in der Rubrik „Naturschönheiten“: Der „Bärlauchwald“ der von Elverfeldts in Canstein, Foto Ariane Romünder aus Diemelsee. 11 Der 3. Platz in der Kategorie „Naturschönheiten“: Das einmalige Naturschutzgebiet Glockengrund in Udorf – Ein lohnendes Ausflugsziel mit naturkundlichem Rundweg. Foto Dirk Seehafer aus Obermarsberg. #Marsberg #Canstein #Udorf #Diemelsee #BadArolsen #Arolsen #Diemelstadt #Korbach #Waldeck #WaldeckerLand #Sauerland #ImpressionenGrenzenlos #SchlossCanstein #HobbyFotografen #Fotowettbewerb #KlosterFlechtdorf #HerrschaftCanstein #AlexandervonElverfeldt #JulianevonElverfeldt #Jury #BerndDinkelmann #Stadtmarketing #RuedigerNentwig #NaturundVogelschutz #VNV #HSK #BiologischeStation #WernerSchubert #CorneliaMauermann #Schlosskapelle #Schlossgebaeude #Verlies #Hexenverlies #Siegerehrung #ArianeRomuender #KerstinSchmelter #Ottlar #DirkHustadt #Essentho #AndreasKarlBoettcher #Obermarsberg #AnianeEmde #Naturschoenheiten #CansteinerMuehlengrund #Orpetal #NSG #Glockengrund #DirkSeehafer #StadtmarketingMarsberg #MarsbergerGeschichten #Wiegelmann #Hammerbachtal #Hardehausen #Wisente #Wildpferde #Wildschweine #WeisseHirsche #Big6 #BigSix #Wehrgang #Schlosstor #Schlossteich #Schafstall #NRW #NRWLandesmeister #Schafehueten #RalfBauer #Forellenteiche #vonElverfeldt #Baerlauchwald #NaturkundlicherRundweg #UnserMarsberg
“Schön war´s auf Schloss Canstein

8. Juni 2016
"Schön war´s auf Schloss Canstein...", so die einhellige Meinung aller Hobby-Fotografen aus dem Marsberger und Waldecker Raum. :-) Die Foto-Gruppe "Impressionen Grenzenlos" hat wieder interessante neue Eindrücke erhalten und es gibt auch viele Sieger. Die stellen wir Euch natürlich noch vor. Nochmals einen herzlichen Dank an alle und ganz besonders an die Familie von Elverfeldt für die tolle Schlossführung. Eine erste Impression hat die KlamüsiermeileSauerland für uns bereit gestellt. Herzlichen Dank! #Marsberg #Canstein #SchlossCanstein #HobbyFotografen #Waldeck #ImpressionenGrenzenlos #FamilievonElverfeldt #vonElverfeldt #KlamuesiermeileSauerland #UnserMarsberg