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Frühlingsgefühle in Marsberg…

11. April 2018
Frühlingsgefühle in Marsberg... :-) So sieht es die Foto-Biene alias Sabine Bunse aus Obermarsberg. ;-) Herzlichen Dank, Sabine, für Deine Aufnahme mit dem Niedermarsberger Wahrzeichen im Hintergrund. :-) #Marsberg #Obermarsberg #Niedermarsberg #Fruehling #Fruehlingsgefuehle #FotoBiene #SabineBunse #HobbyFotografin #Aufnahme #Bilstein #Niedermarsberger #Wahrzeichen #Bilsteinturm #Sauerland #UnserMarsberg
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Man soll immer damit anfangen,… …

26. März 2018
Man soll immer damit anfangen,... ...womit man aufgehört hat! :-) Also lassen wir uns diese wunderbare Abendstimmung am Marsberger Bilsteinturm nicht entgehen... ;-) Herzlichen Dank an Andrea Beverungen von der Marsberger Bilder Manufaktur für diese Impression am Wochenanfang vom Niedermarsberger Wahrzeichen! :-) #Marsberg #Niedermarsberg #Sauerland #Anfang #Woche #Abend #Abendstimmung #Marsberger #Bilstein #Bilsteinturm #AndreaBeverungen #MarsbergerBilderManufaktur #Impression #Wochenanfang #Niedermarsberger #Wahrzeichen #UnserMarsberg
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Es wird grün am Marsberger Bilstein…

24. März 2018
Es wird grün am Marsberger Bilstein... :-) Passend zur Sommerzeitumstellung gibt es die ersten Farbtupfer am Fuße des Bilsteinturms in Niedermarsberg. Andrea Beverungen von der Marsberger Bilder Manufaktur verdanken wir dieses tolle Bildnis vom Niedermarsberger Wahrzeichen. :-) Herzlichen Dank, Andrea, für dieses wunderbare Foto! :-) #Marsberg #Niedermarsberg #Gruen #Bluete #Marsberger #Sauerland #Bilstein #Sommer #Sommerzeit #Sommerzeitumstellung #Farbtupfer #Fuss #Bilsteinturm #AndreaBeverungen #MarsbergerBilderManufaktur #Bildnis #Niedermarsberger #Wahrzeichen #Foto #UnserMarsberg
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Die schönsten Sonnenuntergänge… …

8. März 2018
Die schönsten Sonnenuntergänge... ...gibt es nur in Marsberg! ;-) Vor dem Niedermarsberger Bilsteinturm entstand dieses tolle Foto mit Blick in Richtung Obermarsberg von der Hobby-Fotografin Sabine Bunse. Herzlichen Dank, Sabine Bunse alias "Foto Biene", für diese wunderbare Aufnahme zu unserer Heimat! :-) #Marsberg #Niedermarsberg #Obermarsberg #Sauerland #Sonne #Sonnenuntergang #Niedermarsberger #Bilstein #Bilsteinturm #Foto #Blick #Richtung #HobbyFotografin #SabineBunse #FotoBiene #Aufnahme #Heimat #UnserMarsberg
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Das frostig-klare Marsberg… …

22. Februar 2018
Das frostig-klare Marsberg... ...zeigt uns Andrea Beverungen von der Marsberger Bilder Manufaktur mit ihrem wunderbaren Bildnis zur Niedermarsberger Kernstadt. :-) Herzlichen Dank, Andrea, für diese phänomenale Aufnahme! :-) #Marsberg #Niedermarsberg #Frost #Frostig #AndreaBeverungen #MarsbergerBilderManufaktur #Bildnis #Niedermarsberger #Kernstadt #Phaenomenal #Aufnahme #Sauerland #UnserMarsberg
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Marsberger Karnevalsbräuche und Feierlichkeiten …

11. Februar 2018
Marsberger Karnevalsbräuche und Feierlichkeiten im I. Weltkrieg Soldat Wagner aus Offenbach berichtet aus dem Lazarett im Johannesstift Marsberg. Karneval wird heutzutage überall im Sauerland ausgiebig gefeiert. Die Narren ziehen an Lüttke-Fastnacht, dem Weiberkarneval oder bei den vielen Karnevalszügen von Haus zu Haus und bunt durch die Straßen und Gassen der Dörfer. Auch zu Kriegszeiten ließ sich die Bevölkerung trotz Front- und Schreckensmeldungen ihren Spaß an diesem urtypischen Fest nicht nehmen und feierte. Der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ hat hierzu einen interessanten Schriftwechsel und Fotomaterial aus dem letzten Jahr des I. Weltkrieges erhalten. Vor 100 Jahren, im Jahr 1918 war im St. Johannesstift ein Kriegslazarett eingerichtet. Der Soldat Bruno Wagner berichtet von seinen Erlebnissen, den Festivitäten und Gebräuchen der Marsberger, indem er in seine Heimatstadt Offenbach der Familie schriftlich Bericht erstattet. Die Feierlichkeiten wurden selbst an der Front nicht vergessen. Rund 20 Briefe bzw. Postkarten zeugen davon. Denkt man an die Schützengräben und Schlachtfelder im Ersten Weltkrieg, fällt einem der Karneval sicherlich als letztes ein. Dort wo Mühsal, Leid, Tod und Trauer herrschten, gab es aber auch eine Form „des Verkleidens und des ausgelassenen Karnevals“ so die Aufzeichnungen von Wagner. Im Niedermarsberger Lazarett sorgten die Kameraden und auch die Marsberger Bevölkerung mit allerlei Feldpostpäckchen für einige kurze, freudige Stunden an der Front. Den Paketen waren neben alkoholischen Getränken, „Gaze- und Domino-Masken“ bzw. selbst „Nasen, Konfetti und Luftschlangen“ beigelegt. Wagner: „An den Verbot des Ausschanks von Branntwein, Versammlungen bzw. Sitzungen, dem Tragen von Kostümen oder Masken sowie dem Singen von Liedern hielt sich niemand“. In Niedermarsberg dehnte man die eigentliche Polizeistunde „auch auf geschlossene Gesellschaften“ aus. „Sie ist unter Aufhebung aller Ausnahmen auf zwölf Uhr abends festgesetzt.“ Wer sich daran nicht hielt, konnte mit Strafe von bis zu einem Jahr Gefängnis rechnen. Wagner weiter: „Trotzdem wurde gefeiert!“. Denn „wenig zu sagen haben die Männer an Weiberfastnacht“, so der Bericht zum Marsberger Karneval im Jahr 1918. „Die Frauen herrschen hier und andernorts. Oft nehmen die Frauen den Männern ein Pfand ab, wie zum Beispiel eine Mütze. Das müssen die Männer dann wieder auslösen - meist gegen alkoholische Getränke.“ Wagner erlebt in der Niedermarsberger Innenstadt den Karneval und beschreibt wunderbar die Geschehnisse vor Ort, die er aus Offenbach teils nicht kannte bzw. in Offenbach anders begangen wurden: „Die Kinder feiern am Donnerstag: „Lütkefastnacht“ ein Fest der Schulkinder, die im leergeräumten Klassenzimmer ausgelassen tanzen und gemeinsam gekauften Weizenstuten essen. An diesem Tag ziehen größere Gruppen von etwa 25 Kindern verkleidet von Haus zu Haus, um dort mit einem Lied oder einem Spruch um Würste zu heischen. Die Kinder hängten die Mettwürste an einen Weidenstock, den so genannten Spit, der manchmal einem „Metzgerladen“ glich.“ Ältere Bürger Marsbergs erläuterten ihm diesen Brauch: Ursprünglich gingen die Armen des Dorfes auf diesen Heischegang, mit der Zeit wurde er zu einem Brauch der Kinder. Eine ähnliche Tradition gab es am Rosenmontag und Veilchendienstag in Marsberg. Die jungen Burschen fanden sich zum „Wurstsingen“ zusammen und zogen verkleidet von Haus zu Haus. Einer der jungen Männer war als Bär, einige andere als Bärentreiber verkleidet. Der „Bär“ war eine in Stroh eingewickelte Gestalt. Er wurde von den Bärentreibern in die Häuser geschickt und trieb selbst allerlei Possen zur Unterhaltung der Hausbewohner bei. Dabei gab es Schabernack, sketchartige Stegreifspiele sowie lärmende musikalische Darbietungen auf der „Teufelsgeige oder mit dem Rummelpott“: „Ein Reis vom Narrenbaum trägt jeder, wer er sei, der eine deckt es zu, der andre trägt es frei!“ Dafür bedankten sich die Hausbewohner, indem sie den Wurstsängern einen kräftigen Schluck ausschenkten. Bevor sie ein Haus weiter zogen, erhielten die Wurstsänger dann noch eine Mettwurst, die sie wie eine Trophäe an dem mitgebrachten, langen Stock befestigten. Nach dem Rundgang wurden die eingesammelten Würste gemeinsam gegessen. Wagner: „Der Brauch hat wohl damit zu tun, dass um Karneval herum auf vielen Höfen zum letzten Mal vor dem nächsten Herbst geschlachtet wird und somit die begehrten Würste vorhanden sind.“ Ein anderer Brauch am Fastnachtstage war das Schneeballreiben der Backen und Wangen der Frauen. Hier hatten die Männer ihren Spaß. Wagner deutet diesen Brauch wie folgt: „Angeblich sollten so reichhaltige Jahres-Ernte-Erträge von Äpfeln und Nüssen die Folge sein.“ Gang und Gäbe war das Zehenbeißen, um alles Böse und Gefährliche vom Gebissenen abzuhalten. Das war eine Tradition, die er selbst seiner Familie in Offenbach nahelegte und an der er Spaß fand. Karnevalsumzüge, ähnlich wie in seiner Heimat Offenbach, waren damals nicht bekannt. „Zahlreiche Einzelveranstaltungen säumten sich aber im Stadtgebiet“. Im „Schützenhaus“ wurde mit allerlei „Musikfreunden“ gefeiert. „Trotz des ungünstigen Wetters war die geräumige Halle schon kurz nach 8 Uhr überfüllt. Kostüme in allen Farben und Trachten waren hier vertreten…besonders bei der holden Weiblichkeit“ „Die Demaskierung erfolgte um 11 Uhr unter größter Spannung.“ In Niedermarsberg war „das Leben und Treiben, von Frohsinn und Scherzen diktiert“. Die Kappensitzungen der Geflügelzüchter sowie der Stenografen fanden im Saale Köllner statt, der Kappenabend der Sportsfreunde und des Turnvereins im Deutschen Haus sowie ein Kostümfest der Gesellschaft „Gemütlichkeit“ im Saal Hotel Kloke-Poelmann. Weitere Feiern gab es im Hotel zur Post und im Rosenthal. Am Rosenmontag veranstaltete zum Karnevalshöhepunkt der MGV Concordia seinen traditionellen Maskenball im Deutschen Haus. „Fastnacht klang ab mit dem Kehraus am Dienstag bei Café Gerlach (Köllner) und am Bahnhof.“ Wagner: „Und auch wir, teils leicht- und schwerverwundet hatten heitere Stunden im Lazarett mit den Schwestern. … Der Krieg ist fernab, mögen wir ihn nie wiedersehen!“ Nähere Informationen zum Marsberger und Sauerländer Brauchtum finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 Fastnacht vor 100 Jahren in Niedermarsberg – „Am 25.02.1918 fand zur Erheiterung in der Anstalt für uns Patienten des Lazaretts und der Schwestern die Fassenacht statt.“, so steht es auf einer Postkarte, die aus Niedermarsberg nach Offenbach geschickt wurde. Foto: Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V. 02 Die Ansichtskarte zeigt das Marsberger „Kriegslazarett St. Johannesstift“ und die umliegenden Gebäude an der Bredelarer Straße in Niedermarsberg. Das Bildnis entstand im I. Weltkrieg von 1914-1918. Oben auf dem Eresberg ragt die Stiftskirche von Obermarsberg empor. Foto: Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V. 03 Das Karnevalsplakat der Druckerei und des Geschäfts Boxberger wurde als Werbung ab dem Jahr 1922 für Accessoires genutzt. Foto: Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V. 04 Das Plakat aus dem Jahr 1936 bewirbt das karnevalistische Kappenfest des VfB Marsberg im Deutschen Haus. Foto: Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V. #Marsberg #Niedermarsberg #Marsberger #Karneval #Karnevalsbraeuche #Feier #Feiern #Feierlichkeiten #Weltkrieg #IWK #Soldat #Wagner #Offenbach #Lazarett #Johannesstift #Sauerland #Narren #Fastnacht #LüttkeFastnacht #Weiberkarneval #Umzug #Karnevalszuege #Kriegszeit #Fest #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichte #MarsbergerGeschichten #Schriftwechsel #Fotomaterial #1918 #2018 #Kriegslazarett #BrunoWagner #Brauch #Braeuche #Front #ErsterWeltkrieg #Niedermarsberger #NiedermarsbergerLazarett #Kameraden #Bevoelkerung #Feldpost #Feldpostpaeckchen #Front #Pakete #Alkohol #GazeMasken #DominoMasken #Nasen #Konfetti #Luftschlangen #Verbot #Ausschank #Branntwein #Versammlungen #Sitzungen #Kostueme #Masken #Singen #Lieder #Polizeistunde #Gesellschaft #Weiberfastnacht #MarsbergerKarneval #Innenstadt #Schulkinder #Weizenstuten #Wuerste #Wurst #Mettwuerste #Weidenstock #Spit #Metzgerladen #Heischegang #Kinder #Tradition #Rosenmontag #Veilchendienstag #Knospensonntag #Wurstsingen #Baer #Stroh #Baerentreiber #Possen #Unterhaltung #Schabernack #Sketche #Stegreifspiele #Laerm #Musik #Darbietungen #Teufelsgeige #Rummelpott #Narrenbaum #Wurstsaenger #Mettwurst #Schlachten #Fastnachtstage #Schneeballreiben #Backen #Wangen #Ernte #Zehenbeissen #Spass #Karnevalsumzuege #Stadtgebiet #Schuetzenhaus #Musikfreunden #Maskierung #Demaskierung #Frohsinn #Scherze #Kappensitzung #Gefluegelzuechter #Stenografen #Saal #Koellner #Kappenabend #Sportsfreunde #Turnverein #DeutschesHaus #Kostuemfest #Gesellschaft #Gemuetlichkeit #KlokePoelmann #HotelzurPost #Rosenthal #Karnevalshoehepunkt #MGV #Concordia #Maskenball #Kehraus #CafeGerlach #Bahnhof #Schwestern #Krieg #Anstalt #Patienten #Fassenacht #Postkarte #Ansichtskarte #BredelarerStrasse #19141918 #Eresberg #Stiftskirche #Obermarsberg #Karnevalsplakat #Druckerei #Boxberger #Werbung #1922 #Accessoires #Plakat #1936 #Kappenfest #VfBMarsberg #UnserMarsberg
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Winteridylle im Marsberger Diemeltal in …

22. Januar 2018
Winteridylle im Marsberger Diemeltal in schwarz-weiß... :-) Diesen winterlichen Blick impressionierte die Hobby-Fotografin Vera Laake aus Padberg vom Obermarsberger Kalvarienberg aus. Im Vordergrund befindet sich die Bahnlinie im Obermarsberger Teil des Diemeltals. Hinten sehen wir Teile der Niedermarsberger Kernstadt. Herzlichen Dank, Vera, für dieses tolle Bildnis zu unserer Heimat! :-) #Marsberg #Obermarsberg #Niedermarsberg #Sauerland #Naturpark #NaturparkDiemelsee #Winter #Winteridylle #Marsberger #Diemeltal #SchwarzWeiss #Blick #Impression #HobbyFotografin #VeraLaake #Padberg #Obermarsberger #Kalvarienberg #Bahn #Bahnlinie #Niedermarsberger #Kernstadt #Heimat #UnserMarsberg
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Doppelter Sonnenuntergang… …

24. November 2017
Doppelter Sonnenuntergang... ...am Marsberger Bilsteinturm. ;-) Ein wunderbares Bildnis zum Wochenende vom Niedermarsberger Wahrzeichen. Und was habt Ihr so vor? Nutzen Sie die Zeit zum Spazierengehen - vielleicht ja zum Marsberger Bilstein? :-) Herzlichen Dank an Andrea Beverungen von der "Marsberger Bilder Manufaktur" für diese tolle Impression! #Marsberg #Niedermarsberg #Sonnenuntergang #Bilstein #Bilsteinturm #Wochenende #Niedermarsberger #Wahrzeichen #Spazierengehen #Marsberger #AndreaBeverungen #MarsbergerBilderManufaktur #Impression #UnserMarsberg
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„Marsberg wird modern

18. November 2017
„Marsberg wird modern!“, heißt es im Jahr 1884 Aufzeichnungen von Prof. Dr. Kuhlmann sind Marsbergs Fundstück des Monats Niedermarsberg / Obermarsberg. Interessante Publikationen und erstaunliche Werke haben die Niedermarsberger Heimatfreunde in den letzten Jahrzehnten gesammelt. Aus dieser Sammlung sticht hier besonders ein antiquiertes Mäppchen hervor. Die handschriftlichen Aufzeichnungen von Prof. Dr. Kuhlmann, der sich um die Marsberger Geschichte vielfältig verdient gemacht hat, sind ein wahrer Schatz. Diese Geschichtszeugnisse bilden eine Chronik als Rückblick auf Kaisers Zeiten in Marsberg in den 1880er und 1890er Jahren und befinden sich im Original im Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“. Sie wurden nun vom Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ zum Fundstück des Monats November 2017 prämiert. Ganz besonders findet das Jahr 1884 Erwähnung in den Kuhlmann´schen Aufzeichnungen. Es galt in Marsberg eine Aufbruchstimmung – die Industrialisierung einer neuen Epoche schritt voran. Unter der Überschrift „Marsberg wird modern!“ schreibt Kuhlmann über die erste Eisenbahn im Diemeltal, die Wasserleitung und das Schlachthaus. Diese Neuerungen waren „von weittragender Bedeutung“, die damals „dank der energischen Förderung einiger maßgeblicher Männer eingeführt wurden trotz des anfänglichen Widerstandes weiter Volkskreise“. Ferner hält Kuhlmann fest: „Was heute schon eine Selbstverständlichkeit ist, war vormals alles andere als willkommen. Als die erste Eisenbahn fuhr, haben die meisten Leute unverständlich die Köpfe geschüttelt.“ Alle die mit dem „Dampfross“ fuhren, wurden als verrückt erklärt. Beispielsweise liegen die Bahnschienen im „Obermarsberger Territorium unterhalb des sog. Königsbrunnes“ in einer starken Kurve. Hier musste nach Meinung des damaligen hiesigen Arztes Dr. Proß und anderer „der Zug beim Durchfahren krambulieren“. Dann würde es „ein großes Unglück“ geben. Dr. Proß fühlte sich verpflichtet, als Lebensretter dann zur Stelle zu sein. Pflichtgemäß erwartete er mit seinem „Pflasterkasten am Ufer sitzend den allerersten Zug, sprungbereit zur ersten Hilfeleistung. Als dann aber der Zug schlankweg, ohne umzufallen, durchfuhr, gab es bei Dr. Proß und seiner Begleitung lange Gesichter. Das ging nicht mit rechten Dingen zu!“ Sein Begleiter, der damals häufig dienstlich nach Brilon fahren musste, hat nie die Eisenbahn benutzt, das war nach seiner Meinung „Schwindel der Neuzeit, mit dem er nichts zu tun haben wollte.“ Er benutzte tatsächlich nur den „alten Kutschwagen“. Bis zum Jahr 1884 hatte das Diemeltal durch die Eröffnung der Ruhrtalbahn im Jahre 1872 „den ersten Hauch einer schnell fortschreitenden, fast überhasteten Zivilisation verspürt.“ „Das Diemelland verfiel allmählich wieder in seinen ruhigen, beschaulichen Dornröschenschlaf.“ Ab 1884 gab es „eine neue Sturm- und Drangperiode“. „Das Stadtoberhaupt den Ehrenamtmann Dr. Rentzing, ein Mann, der seiner Zeit vorauseilte durch seine fortschrittlichen und auf weite Sicht abgestellten Pläne“, initiierte durch den damaligen Direktor der Stadtberger Hütte, Kleffner, und mit Beschluss der Stadtvertretung und –verwaltung den Bau einer Wasserleitung. „Doch wie die Kletten an den Kleidern, so hingen die meisten Bürger an ihren ererbten Lebensgewohnheiten und Einrichtungen. Bürger und Bauern klebten am Alten mit einem bewundernswerten Beharrlichkeitsvermögen, sie wollten von solch einer Neuerung nichts wissen, wie dies zweifelsohne die Wasserleitung gegenüber dem bisherigen System der Wasserversorgung durch Brunnen darstellt. Bis dahin hatten die Stadtviertel oder auch die einzelnen Hauseigentümer eigene Ziehbrunnen, und das Wasser kostete den Bürgern und Bauern nicht viel, wenn man von den von Zeit zu Zeit notwendigen und kostspieligen Brunnenreparaturen absieht“. Gegen „diesen Kulturfortschritt schritten die Einwohner Niedermarsbergs mit hartem Widerstand voran“. „Die rechnenden Bürger“ dachten in erster Linie an die hohen Kosten der Wasserleitung für die Stadt und die damit für jeden einzelnen Anschluss verbundenen Gebühren sowie „allgemeine Erhöhung der Steuerlasten“. Der größte Widerstand kam allerdings aus „dem Stadtvorstande daselbst“. Ein Mitglied formulierte „eine Protestschrift gegen den Bau der Wasserleitung an die Regierung, trug diese von Haus zu Haus und sammelte Unterschriften zum größten Gaudium der Oberstädter, die den Segen einer Wasserleitung bereits einsahen, da sie die Last des Fehlens einer solchen am eigenen Leibe empfanden.“ Originalwortlaut: „Nur „Millionöhrenweiber“ konnten nach Ansicht dieses Stadtverordneten das Wasser, das unser Herrgott den Menschen umsonst gibt, bezahlen.“ Doch trotz Widerstands wurde gebaut. Das erste Wasserreservoir wurde in der Oesterstraße in der „Failbecke“ unweit des damals letzten „David-Müller´schen Hauses“ unterhalb eines Quells oder „Springes“ errichtet. Durch die Straßen wurden nun Gräben geworfen und Rohre verlegt. „Noch nach der Fertigstellung der Wasserleitung leistete mancher ´passiven` Widerstand, indem er bei Nacht und Nebel das Wasser aus seinem Brunnen zog, obschon der Brunnen als seucheverdächtig und bakterienhaltig amtlich bereits geschlossen war.“ Unter der Regie von Dr. Rentzing entstand auch eine nötige öffentliche „Desinfektionsanstalt“ auf dem Platz des Spritzenhauses. Große Aufregung herrschte auch über die Pläne eines städtischen Schlachthauses. Metzger und Bauern wollten davon nichts wissen und versuchten „zu sabotieren“. Nach Fertigstellung des Schlachthofes an der Westheimer Straße wurde durch Ortsstatut bestimmt, „daß jeder Einwohner verpflichtet sei, jedes zu schlachtende Tier dem städtischen Schlachthof zuzuführen.“ „Am 02. Januar sollte der Schlachthofzwang in Kraft treten. Neujahr trat heran und das Motto war: „Wie dauen´t nitt!“ Der Hausmetzger wurde vielerorts am Neujahrsabend um 11 Uhr bestellt, das Hausschwein zu töten.“ Das sollte zu solch ungewöhnlicher Zeit deswegen geschehen, um einmal den Neujahrstag nicht allzu sehr zu entheiligen und zum Zweiten der neuen Verordnung „ein Schnippchen“ zu schlagen. Doch der Niedermarsberger amtliche Nachtwächter „F. K.“ war aufmerksam und registrierte am Abend alle stattgefundenen „Notschlachtungen“. Er klopfte von Haus zu Haus an und verwies darauf, dass „die Tiere auch gut ausbluten“ müssten und ließ sich allen Ortens einen Schnaps „als Schweigegeld“ einschenken. Erst am nächsten Tag, so die Aufzeichnungen, „schrieb er ein Strafmandat über 3 Mark wegen des Verstoßes gegen die Polizeiverordnung“. Auch in der Familie Kuhlmann war das so. „Wir waren mindestens um 1 ½ Mark ärmer“, so Kuhlmann, denn die Schlachthofgebühren kosteten zu jener Zeit für ein Schwein nur 1,50 Mark. Fortan bevorzugten alle den Schlachthof. Nähere Informationen zum Fundstück des Monats finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 „Photographie nach der Natur“ von F. Albert Schwartz, Friedrichstraße 115, Berlin – Das Foto zeigt die Diemelbrücke am Hammerberg. „Der 1. Zug befährt die Brücke nach der Einweihung in 1873“. Erbauer dieser Brücke war Johann Bartholmé aus Obermarsberg. 02 Die Aufnahme, die auch als Ansichtskarte gelaufen ist, zeigt die Partie an der Eisenbahn. Links oben sind die ersten Häuser des Bülbergs von Niedermarsberg zu sehen. Das Bildnis ist aus der Zeit um 1910. 03 Das Bildnis zeigt die damalige Stadt Niedermarsberg um 1915. Im Vordergrund ist der Schlachthof von Niedermarsberg zu sehen, auf dem linken Berg der Bilsteinturm, rechts auf dem Berg Obermarsberg mit der Stiftskirche. 04 Die Aufnahme bildet den Schweinehirten Kipphardt auf dem Felde des Klostergutes in Bredelar ab. Das Foto ist aus 1947. #Marsberg #Niedermarsberg #Obermarsberg #Moderne #1884 #Aufzeichnungen #Professor #Kuhlmann #Fundstueck #FundstueckdesMonats #MarsbergsFundstueckdesMonats #Publikationen #Werke #Niedermarsberger #Heimatfreunde #Sammlung #Maeppchen #MarsbergerGeschichte #Geschichtszeugnisse #Chronik #KaisersZeiten #1880 #1890 #Museum #HausBoettcher #MuseumHausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichten #Industrialisierung #Eisenbahn #Diemeltal #Wasserleitung #Schlachthaus #Bahn #Bahngeschichte #Dampfross #Bahnschienen #Koenigsbrunnen #Arzt #Pross #Brilon #Ruhrtalbahn #1872 #Diemelland #Stadtoberhaupt #Ehrenamtmann #Rentzing #Direktor #StadtbergerHuette #Kleffner #Stadtvertretung #Stadtverwaltung #Wasserversorgung #Brunnen #Ziehbrunnen #Stadtviertel #Hauseigentuemer #Wasser #Buerger #Bauern #Kulturfortschritt #Steuerlast #Stadtvorstand #Protestschrift #Regierung #Gaudium #Oberstaedter #Stadtverordnete #Herrgott #Wasserreservoir #Oesterstrasse #Failbecke #DavidMueller #Quell #Spring #Graeben #Rohre #Desinfektionsanstalt #Spritzenhaus #Metzger #Schlachthof #WestheimerStrasse #Ortsstatut #Einwohner #Schlachthofzwang #Neujahr #Hausmetzger #Neujahrsabend #Hausschwein #Neujahrstag #Verordnung #Nachtwaechter #Notschlachtungen #Schnaps #Schweigegeld #Strafmandat #Verstoss #Polizeiverordnung #Schlachthofgebuehren #Schwein #AlbertSchwartz #Diemelbruecke #Hammerberg #Einweihung #1873 #JohannBartholme #Buelberg #1910 #1915 #Bilsteinturm #Stiftskirche #Schweinehirt #Kipphardt #Klostergut #Bredelar #1947 #UnserMarsberg
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Alte Ansichten und Impressionen bilden den …

10. November 2017
Alte Ansichten und Impressionen bilden den Marsberger Nostalgie-Kalender 2018 Niedermarsberg / Obermarsberg. Erst jüngst erhielt der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ zahlreiche historische Fotos und Ansichten aus vergangenen Zeiten geschenkt. Aus dieser unikaten Sammlung haben die „Marsberger Geschichten“ nun eine besondere Auswahl getroffen und diese zu einem Nostalgie-Kalender für das Jahr 2018 zusammengestellt. Der mit Panorama-Ansichten bespickte Kalender trägt den Namen: „Nieder- und Obermarsberg – Ein Bildkalender mit historischen Ansichten für das Jahr 2018“. Absolute Raritäten sind Ansichten aus Kaisers Zeiten um das Jahr 1910 und manche stammen sogar aus vorherigen Jahrzehnten. Die antiquierten Panorama-Fotos der einzelnen Kalenderblätter blicken beispielsweise auf den ehemaligen Niedermarsberger Schlachthof, die Bahnhofstraße, die Trift, die Kupferhütten-Werke und den Bergbau, die LWL-Klinik, den Bilstein, den „Grünen Weg“, die Halden am Jittenberg oder die Oesterstraße. In Obermarsberg zeigen die unveröffentlichten Impressionen historische Bildnisse und ganz neue Sichtweisen auf die Nikolaikirche, ins Lebensmittelgeschäft Bartholmé, zum Bau der Schützenhalle, in die Mönchhof- und Pagenstraße, den Stiftsbezirk oder die Eresburgstraße. Saisonale Portraitaufnahmen aus nichtalltäglichen Blickwinkeln lassen den Betrachter in Zeiten von anno dazumal schwelgen. Wollte man diese Blickwinkel heute nachstellen, so wäre dieses aufgrund städtebaulicher oder landschaftlicher Veränderungen in der Folgezeit und in den Folgejahrzehnten der jeweiligen Aufnahme schon längst nicht mehr möglich. Abgerundet wird der Kalender mit ein paar tollen, musealen Fernaufnahmen auf beide ehemalige Städte. Den Marsberger Nostalgie-Kalender 2018 mit alten Qualitäts-Fotos und Ansichten gibt es im praktischen DIN-A4-Quer-Hänge-Format. Er kostet lediglich 13 Euro und ist ab sofort in den Buchhandlungen Podszun in Marsberg (Tel. 02992-4505) oder Flemming in Marsberg (Tel. 02992-903671) und der Tankstelle Bunse (Tel. 02992-97050) vorrätig. Zusätzlich kann der Nostalgie-Kalender beim Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ (Tel. 02992-1465) erworben werden. Für Marsberger Geschichts- und Heimatfreunde, die außerhalb Marsbergs wohnen, besteht die Möglichkeit, dass der Kalender nach erfolgter Bestellung unter www.Marsberger-Geschichte.de zzgl. Portokosten versandt wird. Fotos im Anhang: 01 Das Deckblatt des neuen Nostalgie-Kalenders mit historischen Fotos zu Niedermarsberg und Obermarsberg für das Jahr 2018. 02 Das Foto bildet das Café Metten (links) in der Bahnhofstraße in Niedermarsberg ab. Am Ende der Straße ist der Marsberger Bahnhof zu sehen. Die Aufnahme entstand um 1940. Im „Café Metten“ befindet sich heute „Bei Burhan – Döner und Pizza“. 03 Im Lebensmittelgeschäft Bartholmé in der Pagenstraße Obermarsberg – Dieses Foto wurde ca. 1950 aufgenommen. #Marsberg #Niedermarsberg #Obermarsberg #Ansichten #AlteAnsichten #Impression #Impressionen #Marsberger #Nostalgie #Kalender #NostalgieKalender #MarsbergerNostalgieKalender #2018 #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichte #MarsbergerGeschichten #Fotos #VergangeneZeiten #Sammlung #PanoramaAnsichten #Bildkalender #Historisch #KaisersZeiten #1910 #Antik #Kalenderblätter #Niedermarsberger #Schlachthof #Bahnhofstrasse #Trift #KupferhuettenWerke #Bergbau #LWL #LWLKlinik #Bilstein #GruenerWeg #Halden #Jittenberg #Oesterstrasse #Bildnisse #Nikolaikirche #Lebensmittelgeschaeft #Bartholme #Bau #Schuetzenhalle #Moenchhofstrasse #Pagenstrasse #Stiftsbezirk #Eresburgstrasse #Blickwinkel #AlteZeiten #Annodazumal #Fernaufnahmen #Buchhandlungen #Podszun #Flemming #Tankstelle #Bunse #Geschichtsfreunde #Heimatfreunde #Deckblatt #Cafe #Metten #Bahnhof #MarsbergerBahnhof #1940 #Burhan #BeiBurhan #Doener #Pizza #1950 #UnserMarsberg
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