Das Heimat-Portal für das Sauerland, Paderborner, Warburger und Waldecker Land
Sauerland, Paderborn, Höxter, Waldeck
Weihnachten und die Kirche der Zukunft …

23. Dezember 2017
Weihnachten und die Kirche der Zukunft Interview mit Superintendent Alfred Hammer aus Marsberg (Kirchenkreis Arnsberg) Alfred Hammer aus Marsberg übt in der evangelischen Kirche nicht nur das Amt eines Pfarrers aus, sondern ist auch gleichzeitig Superintendent für den Kirchenkreis Arnsberg. Im Interview mit Andreas Karl Böttcher stand er Rede und Antwort. Andreas Karl Böttcher: Herr Hammer, Sie bekleiden innerhalb der evangelischen Kirche das Amt des Superintendenten. Seit wann üben Sie dieses Amt aus und wie wird man Superintendent? Gibt es bestimmte Anforderungen für dieses Amt? Alfred Hammer: Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Arnsberg hat mich erstmals im November 2009 gewählt. Die Einführung erfolgte durch den damaligen Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß im Februar 2010 in Meschede, dem Sitz des Kirchenkreises. Zum Superintendenten bzw. zur Superintendentin kann gewählt werden, wenn man mindestens 5 Jahre lang eine Pfarrstelle in einer Kirchengemeinde innehatte. Die Amtszeit beträgt 8 Jahre mit der Möglichkeit der Wiederwahl. Andreas Karl Böttcher: Für welches Gebiet bzw. welche Städte sind Sie als Superintendent zuständig? Alfred Hammer: Der Ev. Kirchenkreis Arnsberg umfasst das Gebiet von Wickede im Westen bis Marsberg im Osten, von Warstein im Norden bis Medebach im Süden. 11 Kirchengemeinden bilden unseren Diaspora-Kirchenkreis. Er ist flächenmäßig der zweitgrößte unter den 29 Kirchenkreisen und zahlmäßig der zweitkleinste mit ca. 44.000 Gemeindegliedern in der westfälischen Landeskirche. Andreas Karl Böttcher: Was für Aufgaben hat ein Superintendent? Alfred Hammer: Ein Superintendent bzw. eine Superintendentin leitet einen Kirchenkreis gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern des Kreissynodalvorstands. Er versieht sein Amt im Auftrag der Landeskirche und bildet somit das Zwischenglied zwischen den Kirchengemeinden und der Landeskirche. Er führt die Aufsicht über die Kirchengemeinden und Ämter und ist Dienstvorgesetzter der Pfarrerinnen und Pfarrer und der übrigen Mitarbeitenden. Die Leitung der Kreissynode ist ihm übertragen. Zu den Aufgaben gehört u. a. auch die Visitation der Kirchengemeinden und Fachbereiche, die Leitung der Pfarrwahl, die Ordination und Einführung von Pfarrerinnen und Pfarrern. Er vertritt die Kirche in der Öffentlichkeit. Andreas Karl Böttcher: Kommt denn da bei den zahlreichen Aufgaben als Superintendent Ihre Heimatgemeinde Marsberg, in der Sie ja auch noch als Pfarrer tätig sind, nicht zu kurz? Alfred Hammer: Im Ev. Kirchenkreis ist das Amt des Superintendenten nebenamtlich, im Hauptamt bin ich Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Marsberg. Es gibt weitere 7 Kirchenkreise, in denen das ebenso ist. Selbstverständlich kann ich nicht mehr in dem Umfang meinen Dienst als Pastor der Gemeinde ausführen wie vor meiner Wahl. Deshalb entsendet die Landeskirche in unserem Fall eine sogenannte „Synodalvikarin“ die den Superintendenten entlastet. Dennoch kann ich einige Aufgaben in der Gemeinde übernehmen, was mir persönlich sehr entgegenkommt. Wenn Sie mich nach dem Verhältnis fragen, so bin ich zu ¾ meiner Zeit mit kreiskirchlichen Aufgaben beschäftigt. Andreas Karl Böttcher: Wir befinden uns in der Adventszeit – eigentlich eine sehr besinnliche Zeit! Viele Mitmenschen eilen aber z. Z. von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier. Sie befinden sich außerdem in einem wahren Kaufrausch, um das Fest so pompös wie möglich mit der Familie und Freunden zu feiern. Auch die Geschenke fallen immer üppiger aus. Geht bei diesem Vorweihnachtsstress, den manche Menschen an den Tag legen, der eigentliche Sinn des Weihnachtsfestes verloren? Alfred Hammer: Es stimmt wohl, dass sich die Zeit vor Weihnachten verändert hat, sie war aber immer eine aktive Zeit der Vorbereitung, hektisch ging es auch bereits in meiner Kindheit in meiner Familie zu. Geschenke gab es auch, nicht in dem Umfang wie heute. Weihnachtsstress gibt es ganz gewiss, aber wir machen ihn uns doch selber. Stress hatten auch die Personen der biblischen Weihnachtsgeschichte. Sie flüchteten und konnten sich somit keine Zeit nehmen zur Besinnung. Sie stießen auf Ablehnung und landeten in einer Absteige, in der eine Frau, Maria, ihr Kind zur Welt brachte. Danach wieder eine Flucht, diesmal nach Ägypten, weil ein König um seine Macht fürchtete. So besinnlich war das damals nicht, das sollte man bedenken, wenn wir von „besinnlicher Weihnachtszeit“ sprechen oder uns danach sehnen. Ob der Sinn des Weihnachtsfestes verloren gegangen ist? Die Zahlen derer, die die Weihnachtsgottesdienste und –konzerte besuchen, sind ja nicht kleiner geworden. Gewiss steckt dahinter auch eine Tradition, das ist erst mal nichts Schlechtes. Wenn Menschen in großer Zahl unsere Kirche füllen, steckt dahinter auch eine Sehnsucht, dass Weihnachten mehr ist als Weihnachtsstress. In den bekannten Texten und Liedern findet manch ein Zeitgenosse Ruhe und etwas von dem, was wir uns selbst nicht sagen können, etwas von dem, was Gott uns sagen will. Ich vertraue darauf, dass die Botschaft vom Kommen Gottes in diese Welt seine Wirkung bei uns hat. Andreas Karl Böttcher: In den Medien wird sehr oft von dem „Geist der Weihnacht“ gesprochen und geschrieben. Was ist für Sie der „Geist der Weihnacht“ bzw. was würden Sie darunter verstehen? Alfred Hammer: Wenn wir unsere Welt betrachten und den Blick nicht abwenden, gibt es da den Widerspruch von Reichtum und Armut, von Frieden und Krieg, von Gesundheit und Krankheit, von Unterdrückung und Freiheit. In dieser Spannung leben wir, das müssen Menschen aushalten und ertragen. Und da kommt einer auf uns zu, der das Angebot macht: „Ich bin bei euch alle Tage“ oder „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Kraft geben“. Gott kommt so konkret in die Existenz der Menschen und teilt ihr Schicksal. Im Glauben an Jesus Christus bin ich getragen in meinen ganz konkreten Lebensbezügen und Lebenssituationen. Das beginnt an Weihnachten, das feiern wir. Und dieser Geist von Weihnachten muss sich zeigen an den übrigen Tagen eines Jahres für mich und im Umgang mit meinen Mitmenschen. Andreas Karl Böttcher: Wenn Sie zu Weihnachten einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen? Welche Wünsche haben Sie für Marsberg und den Kirchenkreis Arnsberg? Alfred Hammer: Für mich selbst wünsche ich mir die Geborgenheit in meiner Familie. Für Marsberg und den Kirchenkreis viele Menschen, die aus Überzeugung die Sache Gottes vertreten und so glaubwürdig Kirche sind. Andreas Karl Böttcher: Schauen wir einmal in die Zukunft! Die Mitgliederzahlen in den christlichen Kirchen sind im Allgemeinen rückläufig. Wie kann man hier gegensteuern? Alfred Hammer: Wenn ich die Arbeit in den Kirchengemeinden betrachte, dann gibt es da ein großes Engagement und sehr viele kreative Angebote für alle Altersgruppen. Das Bemühen ist groß, den Menschen ein spirituelles Angebot zu machen. Und doch stimmt es, dass viele Menschen sich von der Kirche abwenden. Ich warne davor, sich entmutigen zu lassen. Ich rate dazu, nicht nachzulassen und die christliche Botschaft „allem Volk“ zu sagen und sie zu leben. Übrigens gibt es auch ganz viele positive und ermutigende Erfahrungen, davon sollten wir erzählen. Das Gebet und die Gewissheit, dass Gott seine Kirche auch mit unserer Hilfe baut, ist für mich Motivation genug. Andreas Karl Böttcher: Noch eine abschließende Frage: Wie wird für Sie persönlich die „Kirche der Zukunft“ aussehen? Alfred Hammer: „Kirche der Zukunft“ wird sicher bei uns anders aussehen, als wir sie gewohnt sind. Sie wird kleiner, aber trotzdem wirkungsvoll sein. Sie wird aus Menschen bestehen, die sich von der Botschaft Jesu anstecken lassen und sie verantwortlich leben. Sie wird Gemeinschaft pflegen und Gott loben. Ist das anders als bisher? Nein! Sie wird wohl weniger in Strukturen leben, die wir gewohnt waren, sie wird sich von Gewohnheiten verabschieden (müssen!), auch von äußeren Voraussetzungen (z. B. Gebäuden). Sie wird viel mehr das Ehrenamt brauchen als bisher schon. Fürchten tue ich mich nicht vor einer veränderten Situation. Ich vertraue da auf den oben beschriebenen „Geist der Weihnacht“, der auch heute Menschen erreicht, anspricht und in Bewegung setzt. Ach ja: Die Kirche der Zukunft ist ökumenisch. Grenzen werden nicht mehr wichtig und schon gar nicht trennend wirken. Um es biblisch zu sagen: „Ein Hirte und eine Herde!“ Das ist meine Vision der Kirche von Morgen. Andreas Karl Böttcher: Herr Hammer, ich bedanke mich für das Gespräch und wünsche Ihnen, Ihrer Familie, Ihrer Gemeinde und dem gesamten Kirchenkreis Arnsberg frohe Weihnachtsfeiertage und alles Gute in der Zukunft. Fotos: Superintendent Alfred Hammer aus Marsberg, Foto: Kirchenkreis Arnsberg Superintendent Alfred Hammer (hintere Reihe als Zweiter von rechts) während des Festgottesdienstes zum Jubiläum des Kirchenkreises Arnsberg am 28.06.2014, Foto: Kirchenkreis Arnsberg Die Patenschaftsurkunde zwischen dem Ev. Kirchenkreis Arnsberg und dem Ev. Kirchenkreis Ihembe/Tansania wird anlässlich des Kirchenkreisjubiläums im Juni 2014 unterzeichnet. Zu sehen sind Superintendent Hammer und Superintendent Begumisa. Foto: Kirchenkreis Arnsberg #Marsberg #Niedermarsberg #AlfredHammer #Weihnachten #Kirche #Zukunft #Interview #Superintendent #Kirchenkreis #Arnsberg #KirchenkreisArnsberg #Evangelisch #EvangelischeKirche #Pfarrer #AndreasKarlBoettcher #Synode #EvangelischerKirchenkreis #2009 #2010 #Meschede #Pfarrstelle #Kirchengemeinde #Wickede #Warstein #Medebach #Landeskirche #WestfaelischeLandeskirche #Kreissynodalvorstand #Kreissynode #Pastor #Synodalvikarin #Gemeinde #Adventszeit #Weihnachtsfeier #Geschenke #Weihnachtsstress #Bibel #Weihnachtsgeschichte #Besinnung #Weihnachtszeit #Weihnachtsfest #Weihnachtsgottesdienst #Weihnachtskonzert #GeistderWeihnacht #Glauben #Jesus #JesusChristus #Christus #Botschaft #KirchederZukunft #Ehrenamt #Oekumene #Hirte #Herde #Vision #Festgottesdienst #Jubilaeum #2014 #Patenschaftsurkunde #Ihembe #Tansania #Hammer #Begumisa #UnserMarsberg
Allgemein
Der König berief vor 200 Jahren einen ersten Briloner Landrat

15. Oktober 2017
Der König berief vor 200 Jahren einen ersten Briloner Landrat Marsbergs Fundstück des Monats blickt auf Freiherr Droste zu Vischering Padberg / Altkreis Brilon. 1817 genehmigte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen den Vorschlag der Regierung zu Arnsberg zur Einteilung des Regierungsbezirks in 13 Kreise. Vor genau 200 Jahren, am 16.10.1817, war es dann soweit. Der König berief einen ersten Landrat für den Kreis Brilon. Der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ besitzt hierzu im Archiv des Museums „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“ u. a. einen interessanten, 200 Jahre alten Schriftverkehr – geführt ab dem 18.07.1817 – zwischen dem Medebacher Landrat Adolf Pilgrim und Maximilian Freiherr Droste zu Vischering-Padberg, der der erste Landrat im Kreis Brilon (bestehend aus den Justizämtern Brilon und Marsberg) war. Diese Original-Urkunden wurden nun zum Fundstück des Monats Oktober 2017 prämiert. Neben den bis zuletzt bekannten drei Altkreisen Brilon, Meschede und Arnsberg richtete man damals u. a. einen vorübergehenden, bis zum 31.12.1818 aktiven Kreis Medebach – bestehend aus den Ämtern Medebach und Schmallenberg – in den heutigen Grenzen des Hochsauerlandkreises ein. Der erste Landrat in diesem Gebiet trat in Person von Adolf Pilgrim sein Amt am 26.06.1817 im damaligen Kreis Medebach an. Im Kreis Brilon sollte es noch bis zum Oktober 1817 dauern bis ein Landrat endlich vom König berufen wurde: Im Jahr 1802 heiratete der 1781 zu Münster geborene Maximilian Droste zu Vischering die Erbtochter Regina Dorothea Franziska von Padberg zu Padberg. Mit ihm kam erstmalig ein Droste zu Vischering nach Padberg und in das heutige Marsberger Gebiet. Er war Besitzer der früheren Herrschaft Padberg und des Gutes Hoppecke. Dinette von Plettenberg-Lenhausen schrieb bereits 1815 ermutigend an ihre Brüder: „Wenn die Anstellung von Landräthen, Beamten, etc. in unserer Gegend in Gang kommt, da müßten wir eigentlich das Näschen dabey haben.“ Die Bewerbung von Maximilian Droste zu Vischering zur Anstellung zum „Königlichen Landrat des Kreises Brilon“ erfolgte am 08.08.1816. Sein beflissenes Schreiben, das in sympathischer Offenheit auch bereits die Besorgnis wegen der vorgesehenen Landratsexamina eingesteht: „Die längst gewünschte Vereinigung des Herzogthums Westfalen mit dem Preußischen Kreise ist nun endlich erfolgt, und da Seine Königliche Majestät gnädigst zu verordnen geruhet haben: bey Ansetzung der Landräthe vorzugsweise auf die Gutsbesitzer Rücksicht zu nehmen, so halte ich es bey meinem lebhaften Wunsche, dem Könige und dem Vaterlande mein Leben zu widmen, für meine Pflicht eine Hochlöbliche Königliche Regierung gehorsamst zu bitten: mich zum Landrathe in dem Kreise, worin meine Güter, die Herrschaft Padtberg und das Gut Hoppecke gelegen sind, vorzuschlagen. Ich gehöre zu den Landständen dieses Landes, bin im kraftvollen Alter von 35 Jahren und es würde mir um so mehr zum Vorwurfe gereichen, wenn ich mich nicht nach Kräften bestreben wollte, den weisen landesväterlichen Absichten Seiner Königlichen Majestät die Wohlfahrt des Landes durch Anstellung solcher Landräthe zu befördern, welche einen lebhaften Antheil an dem Glück ihres Vaterlandes nehmen müßten, zu entsprechen, da im genannten Kreise meines Wissens keine Gutsbesitzer sind, deren Verhältnisse erlauben, sich diesem Amte zu widmen. … Vom besten Willen beseelt, aber noch zu wenig mit den Geschäften des preußischen Landrathes bekannt, getraue ich mir zwar nicht, mich einer vorübergehenden Prüfung zu unterwerfen, hoffe aber mit Zuversicht, daß meine wissenschaftliche Bildung sowohl als die Kenntnis, die ich durch meine Theilnahme an den Landesständischen Verhandlungen im Münsterlande und dem Herzogthum Westfalen erworben habe, mich in den Stand setzen werden, die Pflichten dieses Amtes pünktlich zu erfüllen.“ Aus dem Schriftverkehr Droste zu Vischerings mit dem befreundeten, bereits im Amt befindlichen Landrat Medebachs: Adolf Pilgrim vom 18.07.1817 geht hervor, dass der spätere Briloner Landrat intensiv Land und Leute vorab bereist hat, um sich auf sein Amt vorzubereiten: „Liebster Adolph, meine konjugalen Glückwünsche zur Beflissenschaffung in die Dienste Seiner Königlichen Majestät…“ … „Auch ich bereite mich auf künftige Aufgaben vor und bereise das Land meines wohl zukünftigen Schaffens!“ Die Ortschaften der Justizämter Brilons und Marsbergs wurden genaustens und karteikartenartig von Maximilian Droste zu Vischering in seinen Briefen beschrieben. Ein regelrechter Austausch der zwei Freunde zu den zwei Landkreisen und zur Weiterentwicklung mit Verarbeitungen von Ideen für künftige Verbesserungen entstand. Die umfangreichen Berichte über seine Kreisbereisungen zeigen den Umfang der Aufgaben an, die er zu lösen hatte. Es wundert nicht, dass die „Hochlöbliche Regierung“ positiv auf diese Bewerbung reagierte und der preußische König Droste zu Vischering durch „Allerhöchste Kabinetsordre“ vom 16.10.1817 zum Briloner Landrat „unter Vorbehalt der Prüfung“ ernannte. Die definitive Ernennung unter Entbindung von der Prüfung erfolgte am 20.12.1817. Nach der „Probezeit“ trat er seinen Dienst zum 01.01.1818 in Brilon an. Am 31.08.1845 starb Droste zu Vischering in Hovestadt. Sein Sohn Caspar Maximilian Droste zu Vischering-Padberg übernahm das Amt des Briloner Landrats und so konnten die Droste zu Vischerings über 60 Jahre lang dieses Amt bis 1878 ausführen. Zusätzlich war Caspar Maximilian Droste zu Vischering Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses für den Wahlbezirk „Meschede-Brilon-Wittgenstein“ und konnte sich somit in die Ahnengalerie der traditionsreichen und bedeutenden Adelsfamilie einreihen. Nähere Informationen zum Fundstück des Monats finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 Ausschnitt aus einem Gemälde von Maximilian Droste zu Vischering-Padberg. Er war der erste Landrat des Kreises Brilon. 02 Die Postkarte zeigt Schloss Padberg. Sie wurde am 28.11.1911 verschickt. 03 Diese Postkarte ist aus den 1930er Jahren. Zu sehen ist das Schloss in Padberg: Ein Sitz der westfälischen Uradelsfamilie Droste zu Vischering. #Marsberg #Padberg #Brilon #AltkreisBrilon #Koenig #Landrat #Briloner #BrilonerLandrat #Fundstueck #MarsbergsFundstueckdesMonats #MarsbergsFundstueck #FundstueckdesMonats #DrostezuVischering #Vischering #Freiherr #1817 #2017 #FriedrichWilhelmIII #Preussen #Regierung #Arnsberg #Regierungsbezirk #Kreis #KreisBrilon #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichte #MarsbergerGeschichten #Museum #MuseumHausBoettcher #HausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #Medebach #MedebacherLandrat #AdolfPilgrim #MaximilianFreiherrDrostezuVischering #Justizaemter #Meschede #Arnsberg #KreisMedebach #Schmallenberg #HSK #Hochsauerlandkreis #Erbtochter #ReginaDorotheaFranziskavonPadberg #HerrschaftPadberg #GutHoppecke #DinettevonPlettenbergLenhausen #KoeniglicherLandrat #Hoppecke #Landstaende #HerzogthumWestfalen #Kabinettsordre #Hovestadt #CasparMaximilianDrostezuVischering #Abgeordnetenhaus #MeschedeBrilonWittgenstein #Wahlbezirk #SchlossPadberg #UnserMarsberg
DO BISTE PLATT jubiliert …

13. August 2017
DO BISTE PLATT jubiliert Sprecher aus dem Sauerland und Waldecker Land feiern gemeinsam Marsberg / Brilon / Olsberg / Diemelsee / Diemelstadt / Eslohe / Sundern. – Hochsauerlandkreis / Waldeck-Frankenberg. Mundarten erleben allgemein eine Renaissance – Plattdeutsch ist Kult und nicht nur Trend in Redewendungen oder einzelnen Vokabeln! Die Radiosendung „DO BISTE PLATT“ mit Sprechern aus dem Sauerland und Waldecker Land belebt unsere plattdeutsche Mundart und kann jetzt ihr Jubiläum feiern. Bereits in den 1990er Jahren gab es plattdeutsche Beiträge im Lokal-Radio. Ende der 1990er Jahre allerdings wurde die „plattdeutsche Ecke“ (u. a. mit Paul Schulte aus Meschede und Johanna Balkenhol aus Brilon) aus dem Programm von Radio Sauerland genommen. Moderator Markus Hiegemann hatte noch guten Kontakt zu der im Sommer 2004 verstorbenen Johanna Balkenhol. Es entstand die Idee, eine eigene plattdeutsche Sendung im Bürgerfunk aus der Taufe zu heben. Am 06. Mai 2002 wurde dann um 18.04 Uhr die erste eigenständige „DO BISTE PLATT“-Sendung im Bürgerfunk ausgestrahlt. Hannchen Balkenhol holte Karl-Heinz Schreckenberg mit ins Boot und beide brachten über den Arbeitskreis Mundartpflege im Briloner Heimatbund – Semper Idem e. V. weitere Sprecher ein. So auch den damaligen Leiter des Arbeitskreises, Dr. Fritz Reckling, dessen Nachfolger 2014 Brilons Altbürgermeister Franz Schrewe wurde. Von Anfang an sollte die Sendung allen Hörern, auch denen, die das Siuerlänner Platt nicht mehr verstehen, zugänglich sein. Durch die damals modernere Musik und hochdeutschen Übersetzungen wurden auch jüngere Leute angesprochen und man konnte somit weitere Hörerschichten gewinnen. Im Frühjahr 2004 klopften die Esloher an die „Platt-Tür“. Der heutige Leiter des Plattdeutschen Arbeitskreises der Kolpingfamilie Eslohe, Günter Schmidt, hatte die Idee, bei der einzigen regelmäßigen plattdeutschen Radiosendung in Westfalen „mië te maken“. Es entstand eine zweite monatliche Ausgabe auf Esseler Platt, plattdeutsch moderiert von Lore Schmidt und neben Markus Hiegemann aus Scharfenberg zeitweise auch hochdeutsch begleitet von Dominik Kräling aus Siedlinghausen. Seit 2013 gibt es eine dritte erfolgreiche Ausgabe aus Marsberg und seinen Ortsteilen vom Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“. Die Dörfer, die noch plattdeutsche Sprecher haben, präsentieren sich selbst. Mehrere Ausgaben gab es bereits mit den Padbergern aus dem Heimatstübchen von Ortsheimatpfleger Norbert Becker, aus Meerhof, Niedermarsberg, Erlinghausen, Giershagen, Essentho, Beringhausen und aus Oesdorf (Ausrichter des Plattdeutschen Tags des Sauerländer Heimatbundes 2015). Sehr erfreulich ist auch die Zusammenarbeit mit der Plattdeutsch-AG der katholischen Grundschule am Burghof in Marsberg von Barbara Meyer-Ramme. Dank der guten Beziehungen des Vorsitzenden der Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V., Andreas Karl Böttcher, entstand auch der grenzübergreifende Kontakt zum Waldeckischen Geschichtsverein mit den Bezirksgruppen Diemelsee und Diemelstadt in Adorf und Rhoden, die trotz der Landesgrenze im nördlichen Waldeck ebenfalls „Sauerländer-Platt“ sprechen. Die Nieder-Mitteldeutsche-Sprachgrenze verläuft quasi mitten durch das Fürstentum Waldeck. Ebenso zeigt man in Willingen im upländischen Sauerland großes Interesse an der Sendung. Mit von der Partie sind auch die Plattdeutsch-Sprecher des Heimatbundes der Stadt Olsberg e. V., die sich 2014 in die Riege der teilnehmenden plattdeutschen Arbeitskreise eingereiht haben. Ganz neu dabei – seit dem Fest zum 40 jährigen Bestehen des Plattdeutschen Arbeitskreises Eslohe – sind seit November 2016 „Dai Plattduitschken Frauluie iut Stockmen un Dörnholzen“ aus Sundern (Ausrichter des Plattdeutschen Tags des Sauerländer Heimatbundes 2016) und jüngst auch Sprecher aus Warstein. Die Hochsauerlandwelle sucht natürlich noch weitere Sprecher oder Arbeitskreise, insbesondere aus den bisher „unterrepräsentierten“ Gebieten des Hochsauerlandkreises, beispielsweise aus dem „Südkreis“, dem Raum Arnsberg oder Meschede, um in Zukunft noch bunter zu werden. Im nächsten Jahr läuft dann schon die 500. Sendung. Jetzt steht aber erstmal das Jubiläum an. Am Sonntag, dem 27.08.2017 soll dieses ab 15 Uhr groß in Brilon-Scharfenberg im Landgasthof Schnier gefeiert werden. Die HochSauerlandWelle möchte sich mit einer kleinen Feierstunde bei den vielen Sprecherinnen und Sprechern öit Breylen, iut Essel, Aulwer, out Stabierge, Róón, Odrup, iut Stockmen, Dörnholzen und Waosten bedanken und dabei auch den plattdeutschen Austausch mit weiteren Sprechern und Akteuren anregen. Beim Bühnenprogramm bey Kaffe, Kauken un Büters bis zum frühen Abend kann man der plattdeutschen Sprache frönen und in Erinnerungen schwelgen. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung bis zum 14. August 2017 unter 02961-4587 oder dobisteplatt@gmx.de gebeten. Fotos im Anhang: 01 Kleine Platt-Sprecher ganz groß während der Aufnahmen in der katholischen Grundschule am Burghof in Marsberg, 2015. 02 Marsberger, Briloner und Olsberger Plattdeutsch-Sprecher trafen sich 2014 im Heimatstübchen von Ortsheimatpfleger Norbert Becker in Marsberg-Padberg. 03 Marsberger und Briloner Platt-Sprecher reisten mit einem Bus zum Plattdeutschen Tag im Sauerland nach Eslohe-Cobbenrode, 2015. 04 Der plattdeutsche Arbeitskreis des Waldeckischen Geschichtsvereins aus Diemelstadt-Rhoden ist seit dem Jahr 2016 bei DO BISTE PLATT. #Marsberg #Brilon #Olsberg #Diemelsee #Diemelstadt #Eslohe #Sundern #Hochsauerlandkreis #Waldeck #WaldeckFrankenberg #DoBistePlatt #Jubilaeum #Sprecher #Sauerland #WaldeckerLand #Mundarten #Platt #Plattdeutsch #Radiosendung #Mundart #RadioSauerland #Lokalradio #Hochsauerlandwelle #PlattdeutscheEcke #PaulSchulte #Meschede #JohannaBalkenhol #Moderator #MarkusHiegemann #Buergerfunk #2002 #KarlHeinzSchreckenberg #Arbeitskreis #Mundartpflege #BrilonerHeimatbund #SemperIdem #FritzReckling #Altbuergermeister #FranzSchrewe #KolpingfamilieEslohe #GuenterSchmidt #EsselerPlatt #LoreSchmidt #DominikKraeling #Siedlinghausen #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichte #MarsbergerGeschichten #Heimatstuebchen #Ortsheimatpfleger #NorbertBecker #Meerhof #Padberg #Niedermarsberg #Erlinghausen #Giershagen #Essentho #Beringhausen #Oesdorf #PlattdeutscherTag #SauerlaenderHeimatbund #PlattdeutschAG #KatholischeGrundschule #Burghof #BarbaraMeyerRamme #AndreasKarlBoettcher #WaldeckischerGeschichtsverein #Adorf #Rhoden #Landesgrenze #SauerlaenderPlatt #Willingen #Upland #HeimatbundOlsberg #Warstein #Suedkreis #Arnsberg #Scharfenberg #LandgasthofSchnier #Breylen #Essel #Aulwer #Stabierge #Roon #Odrup #Stockmen #Doernholzen #Waosten #Buehnenprogramm #Cobbenrode #UnserMarsberg
DEIN FUNK

23. Juli 2017
DE!N FUNK Radio aus der Schule mit Pilotsendung Auch wenn die Ferien bereits begonnen haben, wirken die Schul-Projekttage noch hörbar nach. Zum Thema „Flucht – Ankunft – Zukunft. Wir begegnen der nahen Ferne“ ist eine ganze Radiosendung entstanden. Am Sonntag, dem 23.07.2017 von 19 bis 20 Uhr auf Radio Sauerland präsentieren 5 Schülerinnen und 5 Schüler dann selbst die Ergebnisse innerhalb der Sendung. DE!N FUNK war einer von 24 Projekten zum besseren Verständnis von Flüchtlingen, betreut von Markus Hiegemann und Vera Kadlec von der HochSauerlandWelle e. V. – der Servicestelle für den Bürgerfunk im HSK – in Begleitung der Lehrerinnen Frau Anja Schäffer und Frau Constant. Die jungen Radiomacher der Klassen 5 bis EF (Oberstufe) nahmen dabei vier Projekte genauer unter die Lupe. Dennis Wiebe und Hendrik Martens besuchten den Werkkreis „Babah alchev – Arabisch für Anfänger“ unter der Leitung von Frederik Hennemann. Clara Arens und Niklas Guth schauten Familie Mathisuthan und Angela Hehemann beim „Bollywood-Tanzen“ zu. Leni Termühlen und Valerie Eßfeld lernten Wasser in einem ganz anderen Licht zu sehen. Beim Projekt „Wasser zum Leben – Umgang mit einem kostbaren Gut in Flüchtlingslagern“ von Isabell Cheema, Christina Schomberg und Sabine Kleibrink wurde erklärt, wie man aus Schmutzwasser wieder Trinkwasser gewinnen kann. Lukas Mertens und Julian Altbrod aus der Oberstufe besuchten das Projekt „Mein Syrien und mein Deutschland“ von Elke Milosevich vom Malteser Hilfsdienst und Carolin Axer. Gerne hätten die Meisten auch die Moderation übernommen, aber Alicia Scheitz und Lea Kriegel hatten bei der Auslosung das richtige Gespür. Sie werden die Radiosendung am Sonntag präsentieren. Den kompletten Schnitt der Sendung hat Lukas Mertens übernommen. Damit die jungen Radiomacher ziemlich nah am Schuljahresende senden können, hat die Sendung „Hiegemann unterwegs…“ den regulären Sendeplatz geräumt. Die nächste Ausgabe gibt es spätestens am 27. August 2017. Die Zuhörer am Sonntag im Bürgerfunk von Radio Sauerland können sich auf eine quicklebendige Radiosendung aus der Schule freuen. Sie ist in Marsberg und Umgebung über die UKW-Antennen-Frequenzen 94,8, 96,2 oder 106,5 MhZ bzw. über die Kabel-Frequenz 107,4 MhZ zu hören. Alternativ und weltweit kann sie über das Webradio von www.RadioSauerland.de mitverfolgt werden. Weitere Sendungen und Ankündigungen finden Sie immer im Radio- und Veranstaltungskalender unter: www.Marsberger-Geschichte.de Foto im Anhang: 01 Aufnahmen in der Schule mit Markus Hiegemann - Archivfoto #Marsberg #Brilon #Meschede #Sauerland #Hochsauerlandkreis #HSK #DeinFunk #Radio #RadioSauerland #Hochsauerlandwelle #Buergerfunk #Radiosendung #Sendung #Schule #Gymnasium #Pilotsendung #Ferien #Schulprojekt #Projekttage #Flucht #Ankunft #Zukunft #Moderator #MarkusHiegemann #AndreasKarlBoettcher #MarsbergerGeschichten #Heimatverein #Geschichtsverein #Schueler #Projekt #Fluechtlinge #VeraKadlec #Servicestelle #Radiomacher #MalteserHilfsdienst #Lehrer #Lehrerinnen #Moderation #AliciaScheitz #LeaKriegel #Schnitt #LukasMertens #Webradio #Radiokalender #Veranstaltungskalender #MarsbergerGeschichte #UnserMarsberg
Der Bundesjungschützentag des Sauerländer …

17. Mai 2016
Der Bundesjungschützentag des Sauerländer Schützenbundes findet 2016 in Niedermarsberg statt Bei kühlen Getränken, warmen Speisen und guter Musik findet sich die Jugend des SSB zu interessanten Gesprächen und viel Party zusammen. Freuen darf man sich besonders auf den Battlecup bei dem die einzelnen Schützenkreise gegeneinander antreten und um die Krone kämpfen. Für einen reibungslosen Ablauf und eine einfachere Planung wird gebeten, dass die Vereine nebst Teilnehmerzahl sich frühzeitig anmelden. Der Eintritt pro Person beträgt 5 Euro. Anmeldung unter: http://www.ssb-info.de/index.php?section=contact&cmd=14 Die Tagesplanung am Samstag, dem 21.05.2016 sieht wie folgt aus: 13:30 Ankunft der Vereine 14:00 Abmarsch zur Schützenhalle 14:45 Begrüßung der anwesenden Jungschützen 15:30 Battlecup 17:45 Siegerehrung Im Anschluss gibt es noch einige schöne Stunden "auf" der Halle... #Marsberg #Bundesjungschuetzentag #SSB #SauerlaenderSchuetzenbund #Sauerland #Niedermarsberg #BJT2016 #Brilon #Meschede #Arnsberg #Olpe #Iserlohn #Soest #Lippstadt #Battlecup #Jungschuetzen #UnserMarsberg