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Eine erfolgreiche Bürgerinitiative präsentiert sich im Radio

21. Oktober 2017
Eine erfolgreiche Bürgerinitiative präsentiert sich im Radio Vor 50 Jahren zog das St.-Marien-Hospital auf den Heidenberg Marsberg. Bürgerliches Engagement ist in der Stadt Marsberg fest verwurzelt. Herausragende Leistungen kennzeichnen die Kraft der Marsberger Bürger. Vor 157 Jahren begann eine solche Erfolgsgeschichte in Marsberg mit der Gründung des St.-Marien-Hospitals. Ein weiterer Kraftakt war vor 50 Jahren am 04.11.1967 der Umzug des Marsberger Krankenhauses von der Hauptstraße auf den Heidenberg. Seither thront der Neubau des St.-Marien-Hospitals im Dreiklang mit dem Bilsteinturm als Wahrzeichen Niedermarsbergs und dem Pendant Obermarsbergs, der Stiftskirche, auf den Höhen oberhalb der Marsberger Innenstadt. Also Grund genug für den Radiomoderator Markus Hiegemann in Zusammenarbeit mit den „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ innerhalb einer zweistündigen Sondersendung der Hochsauerlandwelle am Sonntag, dem 22.10.2017 von 19 bis 21 Uhr diese erfolgreiche Bürgerinitiative zu thematisieren. Für die Radio-Reihe „Hiegemann unterwegs…“ hat der Marsberger Geschichts- und Heimatverein zahlreiche Sprecher gewonnen. Der Hausobere des St.-Marien-Hospitals Heinrich Lake und Rechtsanwalt Friedrich Kies spannen einen Bogen über 157 Jahre an Krankenhausgeschichte: Vom Kath. Krankenhausverein, den Vinzentinerinnen bis zum Trägerwechsel durch die Barmherzigen Brüder mit deutschlandweit rund 11.000 Mitarbeitern und 30 Einrichtungen erstreckt sich die traditionsreiche Marsberger Hospitalgeschichte. Einblicke in den Krankenhaus-Alltag und in ihre tagtägliche Arbeit gewähren Dr. Ralf Beyer (Chefarzt und ärztlicher Direktor), Franz Pöschel (Oberarzt), Siegfried Rörig (Kfm. Direktor), Ela Kampmann (OP-Schwester seit 40 Jahren), Heidi Mönnighoff (Krankenpflegehelferin Chirurgie), Joseph Schmidt (ehem. Elektriker und technischer Leiter), Christel Götte (Verwaltungsangestellte) und Susanne Stute (Pflegedienstleitung). Die Sprecher der Radiosendung machen im Jubiläumsjahr schon jetzt Lust auf die 9. Marsberger Gesundheitsgespräche, die ab sofort monatlich bis in den April 2018 stattfinden. Die Zuhörer können sich am Sonntag auf eine informative Radiosendung freuen. Sie ist in Marsberg und Umgebung über alle Frequenzen von Radio Sauerland: UKW 94,8, 96,2 oder 106,5 MhZ bzw. über die Kabel-Frequenz 107,4 MhZ zu hören. Guter Empfang ist im Waldecker Land über die 106,5 MhZ gewährleistet. Alternativ und weltweit kann die Sendung über das Webradio von www.RadioSauerland.de mitverfolgt werden. Weitere Sendungen und Ankündigungen finden Sie immer im Radio- und Veranstaltungskalender unter: www.Marsberger-Geschichte.de Foto im Anhang: 01 Präsentieren 157 Jahre bürgerschaftliches Engagement und 50 Jahre St.-Marien-Hospital auf dem Marsberger Heidenberg – Franz Pöschel (Oberarzt), Siegfried Rörig (Kfm. Direktor), Andreas Karl Böttcher (Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.), Markus Hiegemann (Moderator Hochsauerlandwelle), Christel Götte (Verwaltungsangestellte), Susanne Stute (Pflegedienstleitung), Heinrich Lake (Hausoberer) und Dr. Ralf Beyer (Chefarzt und ärztlicher Direktor). Foto: Yvonne Antoine. #Marsberg #Niedermarsberg #Buergerinitiative #Radio #RadioSauerland #1967 #2017 #Marienhospital #Heidenberg #StadtMarsberg #Umzug #Krankenhaus #MarsbergerKrankenhaus #Hauptstrasse #Neubau #Bilsteinturm #Wahrzeichen #Obermarsberg #Stiftskirche #Innenstadt #Radiomoderator #MarkusHiegemann #MarsbergerGeschichte #MarsbergerGeschichten #Radiosendung #Hochsauerlandwelle #RadioReihe #Hiegemannunterwegs #Geschichtsverein #Heimatverein #Hausoberer #HeinrichLake #Rechtsanwalt #FriedrichKies #Krankenhausgeschichte #Katholisch #Krankenhausverein #Vinzentinerinnen #Traegerwechsel #BarmherzigeBrueder #Hospitalgeschichte #KrankenhausAlltag #RalfBeyer #Chefarzt #AerztlicherDirektor #FranzPoeschel #Oberarzt #SiegfriedRoerig #Direktor #ElaKampmann #OPSchwester #HeidiMoennighoff #Chirurgie #Krankenpflegehelferin #JosephSchmidt #Elektriker #TechnischerLeiter #ChristelGoette #Verwaltungsangestellte #SusanneStute #Pflegedienstleitung #Jubilaeumsjahr #MarsbergerGesundheitsgespraeche #WebRadio #Radiokalender #Veranstaltungskalender #AndreasKarlBoettcher #Moderator #YvonneAntoine #UnserMarsberg
Einer, der die Kirche gern im Dorf lässt …

24. September 2016
Einer, der die Kirche gern im Dorf lässt Radiosendung mit Monsignore Dr. Wilhelm Kuhne Hardehausen / Marsberg / Brilon / Bestwig / Niedersfeld / Grönebach. „Lasst die Kirche im Dorf!“ heißt eines der zahlreichen Bücher von Monsignore Dr. Wilhelm Kuhne. Dabei spricht er den Strukturwandel und die Zukunft im ländlichen Raum und den damit verbundenen Bildungsauftrag an. Kuhne war 30 Jahre lang Leiter der Katholischen Landvolkshochschule „Anton Heinen“ in Hardehausen zwischen Marsberg und Warburg im Schnittpunkt von Sauerland, Hochstift und Waldeck. Geboren am 10. September 1926 in Lünen wurde er noch kurz vor Kriegsende zum Wehrdienst eingezogen und geriet in französische Kriegsgefangenschaft. Eine Zeit, die in Kuhne auch 70 Jahre später immer noch nachwirkt. Nach seiner Priesterweihe 1952 in Paderborn wurde er Vikar in Brilon und wirkte von 1960 bis 1962 in Heringhausen bei Bestwig. Dann folgte der Ruf nach Hardehausen und seit 1992 knüpft Kuhne wieder an die Sauerländer Jahre an: Er wohnt in Niedersfeld und ist als Seelsorger in Grönebach tätig. Die Hochsauerlandwelle widmet dem rüstigen „Herrn Pastauer“ eine zweistündige Radiosendung. Moderator Markus Hiegemann besucht in Zusammenarbeit mit dem Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ in der Radio-Reihe „Hiegemann unterwegs... – Sauerländer Köpfe“ am Sonntag, dem 25.09.2016 Monsignore Dr. Wilhelm Kuhne in Niedersfeld: Ein eindrucksvolles Portrait über einen Menschen, der stets seine Mitmenschen und das Gute im Blick hatte und hat. Garniert wird das Ganze mit der munteren und beredsamen Art Kuhnes, die mit Sicherheit die eine oder andere Anekdote hervorzaubern wird. Die Sendung „Sauerländer Köpfe – Monsignore Dr. Wilhelm Kuhne“ findet am Sonntag, dem 25.09.2016 von 19 bis 21 Uhr auf Radio Sauerland statt. Sie ist in Marsberg und Umgebung über die UKW-Antennen-Frequenzen 94,8, 96,2 oder 106,5 MhZ bzw. über die Kabel-Frequenz 107,4 MhZ zu hören. Alternativ und weltweit kann sie über das Webradio von www.RadioSauerland.de mitverfolgt werden. Weitere Sendungen und Ankündigungen finden Sie immer im Radio- und Veranstaltungskalender unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: Monsignore Dr. Wilhelm Kuhne in seinem Wohnzimmer in Niedersfeld #Marsberg #Kirche #Radiosendung #Monsignore #WilhelmKuhne #Hardehausen #Brilon #Bestwig #Niedersfeld #Groenebach #Buecher #Strukturwandel #Zukunft #LaendlicherRaum #Bildung #Bildungsauftrag #Kuhne #Leiter #Katholisch #Landvolkshochschule #AntonHeinen #LandvolkshochschuleHardehausen #Warburg #Sauerland #Hochstift #Waldeck #Luenen #Kriegsende #Wehrdienst #Kriegsgefangenschaft #Priesterweihe #Paderborn #Vikar #Heringhausen #Seelsorger #Hochsauerlandwelle #Pastor #Pastauer #Moderator #MarkusHiegemann #MarsbergerGeschichten #Heimatverein #Geschichtsverein #Radio #RadioReihe #Hiegemannunterwegs #SauerlaenderKoepfe #Buergerfunk #RadioSauerland #WebRadio #Radiokalender #MarsbergerGeschichte #UnserMarsberg
Als der Fuchs die Eier brachte… …

27. März 2016
Als der Fuchs die Eier brachte… Ein geschichtlicher Rückblick auf alte Archivalien Die Rituale in der österlichen Zeit waren und sind eng an den christlichen Glauben gebunden. Vom Palmsonntag, über Karfreitag bis hin zu Ostern gab und gibt es zahlreiche Bräuche, die in unseren Ortschaften des östlichen Sauerlandes aufrechterhalten werden. Noch um 1900 galten die am Palmsonntag (Sonntag vor Ostern) geweihten Palmzweige als wirksames Mittel, um Häuser vor Feuer und Blitz zu schützen, deshalb wurden sie unter das Dach des Hauses gelegt oder bei schweren Unwettern im Herdfeuer verbrannt. Bei so manchem „Zipperlein“ galten sie bei Mensch und Tier auch als probates Mittel zur inneren Anwendung. Noch heute ist der Brauch verbreitet, Palmstöcke aus Buchsbaumzweigen anzufertigen. Die Art der Palmstöcke ist traditionell von Ort zu Ort sehr unterschiedlich: Um die Wende zum 20. Jahrhundert herum wurden in den Zweigen vor allem bunte Schleifen aus Stoff und Papier, Heiligenbilder und unterschiedliche Lebensmittel wie Gebildbrote, Nüsse, Äpfel oder auch Bonbons befestigt. Die Kinder legten ihre Palmstöcke vor das Kreuz in der Kirche, wo sie geweiht wurden. Nach dem Hochamt wurden die geweihten Palmstöcke vor den Türen der Kirche verteilt. Alle Erwachsenen versuchten einen der begehrten Stöcke zu erlangen. Diejenigen, die keinen Palmstock mit nach Hause brachten, erhielten nämlich angeblich zu Ostern keine Eier. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. An diesem Tag wird des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gedacht. Zum Zeichen seines Königtums jubelte das Volk ihm zu und streute dem nach Jerusalem Kommenden Palmzweige. Bis heute werden die Prozessionen am Palmsonntag begangen. – An keinem anderen Tag im Jahr wurde bis 1900 der konfessionelle Unterschied zwischen katholischer und evangelischer Bevölkerung so deutlich wie am Karfreitag: Während dieser Tag für die Protestanten als höchster Feiertag galt, an dem sie natürlich nicht arbeiteten, war er für die Katholiken ein halber Arbeitstag. Zwar verzichteten sie auf lärmende Arbeiten wie Hämmern. Güllefahren und Gartenarbeit waren für Katholiken am Karfreitag aber durchaus erlaubt. Das führte häufig zu Reibereien zwischen den Gläubigen beider Konfessionen entlang unserer Landes- und Konfessionsgrenze. Aus einem Marsberger Bericht aus den 1920er Jahren: „Es gab Ärgereien zwischen streitenden Nachbarn. Die Katholiken arbeiteten am Karfreitag etwa im Garten oder fuhren Dünger. Die Evangelischen arbeiteten in auffälliger Weise am Fronleichnamstage.“ Eine Entspannung der Konflikte setzte erst in den 1950er Jahren mit der gesetzlichen Einführung des Karfreitags als offiziellem Feiertag ein. Der Karfreitag war der einzige Tag, an dem auch für die evangelische Bevölkerung Speisevorschriften galten. Ansonsten lehnen die Protestanten seit der Reformation das Fasten zur Vergebung der Sünden ab. Es solle nicht als Mittel zur Erlangung göttlicher Gnade dienen – dieses könne allein nur durch den Glauben geschehen. Der Speiseplan der evangelischen Bevölkerung bestand am Karfreitag häufig aus Mehlsuppen, Pfannkuchen oder Reis mit Zucker und Zimt. Fisch oder Stockfisch wurde erst später zum traditionellen Karfreitagsessen und setzte sich zunächst in wohlsituierten Haushalten durch. Die Speisevorschriften der katholischen Bevölkerung am Karfreitag sahen vor, dass nur das gegessen werden durfte, „was am Halm” wuchs. Zum Frühstück gab es häufig trockenes Brot, zum Mittag- oder Abendessen eine Suppe aus Milch und Mehl. – Ein Kuriosum gab es in früheren Zeiten zu Ostern: Der Osterhase bringt die Eier, das weiß doch eigentlich jedes Kind! Für den Marsberger und Briloner Raum ist allerdings etwas Anderes belegt. Demnach war es nachweislich ab dem 17. Jahrhundert im hiesigen Raum der Fuchs, der die Eier brachte. Erst die evangelische Bevölkerung aus dem benachbarten Waldecker Raum trug im Altkreis Brilon zur Verbreitung des Osterhasen als Eierbringer bei. Nach und nach übernahm dann auch unsere ländliche, überwiegend katholische Bevölkerung diese Figur als Osterboten, wozu die entsprechenden Abbildungen in Kinderbüchern, Zeitungen und auf Postkarten beigetragen haben dürften. Vorher war dieses allerdings die Aufgabe des Osterfuchses. Bis in die 1920er Jahre hinein wird der Osterfuchs immer wieder noch erwähnt. Er war auch für das Legen der Eier zuständig. Die Kinder bereiteten für den Fuchs am Tag vor Ostern ein Nest aus Moos und Heu vor und sorgten dafür, dass der Fuchs in der Nacht nicht gestört wurde. Über die Herkunft oder den Ursprung des Glaubens an den Fuchs als Eierbringer gibt es nur Vermutungen. Lt. damaligem Bildnis soll es sich um eine Übertragung des Fuchses aus dem Pfingstbrauchtum auf das Osterfest handeln. In einer Chronik heißt es wiederum, dass es noch im 19. Jahrhundert Sitte war, „einen gefangenen oder erlegten Fuchs, Marder, oder Iltis bei den Nachbarn umherzutragen und dafür Eier zu sammeln“. Volkskundliche Heimatforscher stellten schon sehr früh die These auf, dass die Vorstellung vielleicht dadurch entstanden wäre, weil Fuchs und Hase die menschliche Nähe nicht scheuen und oft auch in den Gärten zu sehen sind. Auch sah man in der Farbe der Eier einen Zusammenhang: Die in Zwiebelschalen gekochten und dadurch braun-rot gefärbten Ostereier, die auch „Fuchseier“ genannt wurden, erinnerten an die Farbe des Hasenfells oder an das rote Fell des Fuchses. Der Brauch, Eier zu verschenken, reicht allerdings noch viel weiter zurück. Vermutlich ist er eine Fortentwicklung der sogenannten Zinseier, die nachweislich in Marsberg schon im 9. Jahrhundert und in Padberg im 12. Jahrhundert als Naturalabgaben an Kirche und Obrigkeit zu leisten waren. Im Laufe der Zeit wurden aus den Zinseiern Geschenkeier. Da in der Fastenzeit den Gläubigen das Essen von Eiern verboten war, bekamen die Eier zu Ostern einen besonderen Stellenwert. Laut Berichten alter Marsberger Zeitungen artete das dann stattfindende Eieressen bei Knechten und Bauernsöhnen zum Teil zu „Fressorgien“ aus. Die bekannteste und beliebteste Tradition ist allerdings bis heute das Abbrennen des Osterfeuers und das gemeinsame Liedersingen. Fotos im Anhang: Ostern im Jahr 1963 – Kinder präsentieren nach dem Eiersuchen ihre Oster-Körbchen an der Glinde in Obermarsberg. Nostalgiekarten zu Ostern. #Marsberg #Ostern #Fuchs #Osterfuchs #Palmsonntag #Karfreitag #Sauerland #Palmzweige #Palmstoecke #Gebildbrote #Palmstock #Karwoche #JesuChristi #Katholisch #Evangelisch #Obermarsberg #Padberg #Fasten #Osterhase #Brilon #Eier #Ostereier #Waldeck #Osterfest #Zinseier #Naturalabgaben #MarsbergerGeschichten #Eieressen #Osterfeuer #Glinde #Eiersuchen #NostalgieKarten #UnserMarsberg