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Das Schützenwesen in der alten Herrschaft …

5. Juli 2017
Das Schützenwesen in der alten Herrschaft Canstein Aufzeichnungen eines Gerichtsrates sind das Fundstück des Monats Juni Herrschaft Canstein – Canstein / Udorf / Leitmar / Heddinghausen / Borntosten. Die Schützenfestsaison im Marsberger Stadtgebiet geht in ihre Hochphase. 14 Schützenvereine und Bruderschaften feiern jeweils ihr Fest der Feste. Marsbergs Fundstück des Monats Juni 2017 belegt, dass auch einst in der alten Herrschaft Canstein ein Schützenfest gefeiert wurde und das Brauchtum verankert war. Die Aufzeichnungen des Gerichtsrats von Canstein aus Berlin sind im Besitz des Marsberger Geschichts- und Heimatvereins „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ und befinden sich im Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“. Sie wurden nun zum Fundstück des Monats prämiert. Am 18. und 19.06.1938 fand in Canstein zum ersten Mal nach dem Mittelalter ein Schützenfest statt. Auch in 1939 gibt es Belege für dieses Fest. Ausrichter war der kurz zuvor neugegründete Kriegerverein Canstein. Nach dem Kriegsende wurde der Kriegerverein, wie auf anderen Ortschaften auch, von den Alliierten verboten. Eine Neugründung des Vereins nach 1945 fand in Canstein nicht statt. Gerichtsrat von Canstein aus Berlin schreibt hierzu: „Das am 18. und 19. Juni 1938 seit 500 Jahren erstmalig zu Canstein wieder gefeierte Schützenfest ist ein Anlaß zu einem geschichtlichen Rückblick auf Einrichtungen ähnlicher Art aus früherer Zeit: Die Schützengilde war nach dem Schutzpatron „St. Sebastian“ bezeichnet. Erste Anzeichen, die auf das Vorhandensein einer Schützenbruderschaft schließen lassen, gehen in das 15. Jahrhundert zurück, als die Schützen noch mit Bogen und Armbrust ausgerüstet waren. Der Zweck der Schützenbruderschaft war ursprünglich eine Anzahl von Bauern und Handwerkern in der Handhabung der jeweilig üblichen Waffen, vor allem der Armbrust und später des Gewehrs für den Ernstfall auszubilden und in Übung zu halten. Erfahrungen und Erinnerungen an ruhmreiche kriegerische Ereignisse wollte man wachhalten und auch das kameradschaftliche Einvernehmen untereinander pflegen. Die höchste Blütezeit der Schützenbruderschaft fällt offenbar in die Zeit des 15. und 16. Jahrhunderts, um die vielen Fehden, welche von den Herren von Canstein zwecks Erhaltung und Festigung der Grundherrschaft geführt und nicht selten von den benachbarten Städten des Waldecker und Paderborner Landes aufgenötigt wurden, erfolgreich durchführen zu können. Nicht nur die Burg Canstein, der Schutz des herrschaftlichen Landes und des dazugehörigen Bauerntums bzw. auch die größeren Höfe und durch ihre Lage besonderen Gefahren ausgesetzten Häuser der zur Herrschaft gehörenden Gemeinden waren teils befestigt und besonders geschützt. Zur „Wehrposten-Mannschaft“ gehören galt als eine besondere Ehre, die sich niemand entzog. Die Schützenbrüder schufen sich ihre Waffen selbst an, soweit das ihnen möglich war; den übrigen wurden solche von der Herrschaft gestellt. Die Bruderschaft beteiligte sich beim Begang der Gemarksgrenzen und der Schnade. Bei Abhaltung des Gerichts waren Schützen brauchtümlich anwesend. Sie wurden bei Privatpfändungen zum Schutz des Pfandgläubigers hinzugezogen und transportierten bzw. bewachten Gefangene. Sie beschützten „wegen der Gefährlichkeit der Wege“ in unsicheren Zeiten Fuhrwerke, Fuhrleute, Waren und Pferde – das nicht nur von herrschaftlichen Gespannen, sondern auch der Untertanen. Auch zum Wachposten-Gehen wurden die Schützen in den Dörfern während der unruhigen Zeiten beauftragt, desgleichen aber auch manchmal während der Kornreife und solange die geerntete Frucht auf dem Felde stand. Holzungen von den Schützen wurden „schildwachweise“ zum Schutz gegen Holz- und Forstfrevel umstellt. Derartige Anordnungen findet man regelmäßig zum sogenannten Maytag und zu Schützenfesttagen. Denn bei solchen Gelegenheiten wurde nicht selten durch unberechtigte Wegnahme von „Bäumchen“ ein Holzfrevel begangen. Im Jahre 1764 z. B. sind in dieser Weise 4 Marsberger von den Schützen ertappt, welche die Frevler dem Gefängnis auf dem Schloss Canstein zuführten. Die Schützen nahmen geschlossen teil an den kirchlichen Prozessionen, vor allem der Fronleichnamsprozession. Ebenso bei Beerdigungen von Angehörigen der Familie von Canstein, solange sie die Herrschaft Canstein inne hatte, desgleichen bei Beerdigung des Pastors, des Küsters, Lehrers und anderer herrschaftlicher Beamte. Die Schützenbruderschaft erstreckte sich in früheren Jahrhunderten als eine einheitliche Organisation über alle zur Herrschaft Canstein gehörigen Ortschaften, also über Canstein, Udorf, Heddinghausen, Leitmar und Borntosten, die gleichzeitig den Umfang der Pfarrei Heddinghausen bildeten. Deswegen hatte sie einen zweiten Patron, den Hl. Hubertus. Die Schützenbrüder der einzelnen Ortschaften waren in sogenannte Rotten eingeteilt und von einem sogenannten Rottenmeister geführt, während in Udorf gelegentlich ein Schützenmeister, in anderen Orten z. B. in Leitmar und Canstein auch ein Corporal genannt wird. Die gesamte Schützenmannschaft wurde geführt von dem Schützenhauptmann, der von den Schützen im Einvernehmen mit der Herrschaft gewählt wurde und dann mehrere Jahre hindurch dieses Amt bekleidete, weil für dieses nicht nur Ansehen, sondern auch Tüchtigkeit entscheidend war. Diese Regelungen waren ebenso wie die sonstigen Rechte, Freiheiten und Pflichten der Schützenbruderschaft in den Statuten derselben festgelegt, die leider nur in Bruchstücken erhalten sind, sodaß die einzelnen Verhältnisse der Bruderschaft nur mühsam aus anderen Urkunden sich zusammenstellen lassen. Nach einer Mitgliederliste aus dem Jahre 1680 betrug die Stärke der Schützenmannschaft 124 Mann. Davon entfallen auf Canstein allerdings nur 14, auf Heddinghausen 17, Udorf 53, Leitmar 21 und auf Borntosten 19. Von den vorstehend genannten Mannschaften mußte jeder ein brauchbares „Rohr“ d. h. Büchsen haben. Doch waren bei der Musterung nur 55 als brauchbar anerkannt. Die Nichtinstandhaltung der Rohre wurde statutengemäß bestraft. Später in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verlor sich die ursprüngliche Bedeutung der Schützenbruderschaft unter den veränderten Verhältnissen immer mehr. Das Aufkommen der stehenden Heere insbesondere nahmen den Bruderschaften die Grundlage, die gänzlich in Vergessenheit geriet und die Schützenbruderschaft zu einer nur noch auf freiwilliger Zugehörigkeit beruhenden Vergnügungsgesellschaft herabsinken ließ. Erst in dem letzterwähnten Zeitraum des Zerfalls entwickelten sich gesonderte Schützenvereine in den einzelnen zur Herrschaft Canstein gehörigen Dorfschaften. Diese aber wurden unter der Fremdherrschaft der Franzosen aufgehoben. Die Idee der Schützenvereine wurde nur in Udorf und Leitmar wieder erneuert und bestehen bis heute.“ Nähere Informationen zum Fundstück des Monats finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Wegen des sicherlich weiteren Interesses folgt eine Aufstellung der Schützenmannschaft aus dem Jahre 1680, deren Nachkommen z. T. noch vor Ort ansässig sind. In der Freiheit Canstein: Adam Siebecker u. Sohn Heinrich Tönnies Kümmel Melcher Götten Jost Contzen Jacob Hillebrandt Feltin Kümmel Caspar Pottenhorn (Corporal) Andreas Nymphius Jacob Relingh Arnt Hoffmann Heinrich Botterweck Martin Bartholmay Friedrich Nymphius (Mü.-Canstein)“ Fotos im Anhang: 01 Ein Blick auf die Ortschaft und Schloss Canstein in den 1960er Jahren. 02 Diese Ansichtskarte zeigt eine Dorfansicht von Canstein mit Blick in Richtung Heddinghausen. Sie wurde um 1920 erstellt. 03 Eine Ansichtskarte von Udorf – Sie ist in den 1950er Jahren entstanden. Verkauft wurde sie im Gasthaus, Metzgerei und Pension Anton Wiegelmann, Telefon Canstein 62. 04 Diese Ansichtskarte „Gruß aus Udorf (Sauerland)“ ist aus der Zeit um 1960. Zu sehen sind eine Partie um die Kirche, ein Fernblick auf Udorf sowie das Gasthaus und die Metzgerei von der Familie Wiegelmann. 05 Diese Ansichtskarte ist aus der Zeit um 1915. Zu sehen ist oben eine Aufnahme von Leitmar. Unten sind die Kirche, die Schule und der Gasthof Schröder abgebildet. 06 Diese Ansichtskarte von Leitmar zeigt verschiedenste Motive des Ortes und der Umgebung. Sie ist aus den 1930er Jahren und wurde von dem Gasthaus und Sommerfrische Krug vertrieben. #Marsberg #Canstein #Schuetzen #Schuetzenwesen #Herrschaft #HerrschaftCanstein #Aufzeichnungen #Gerichtsrat #Fundstueck #FundstueckdesMonats #Udorf #Leitmar #Heddinghausen #Borntosten #Schuetzenfest #Schuetzenfestsaison #Stadtgebiet #Schuetzenvereine #Schuetzenbruderschaften #MarsbergsFundstueckdesMonats #Brauchtum #Gerichtsrat #vonCanstein #Berlin #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichten #Museum #HausBoettcher #MuseumHausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #Mittelalter #Kriegerverein #KriegervereinCanstein #Schuetzengilde #Schutzpatron #SanktSebastian #Fehden #HerrenvonCanstein #WaldeckerLand #PaderbornerLand #BurgCanstein #Wehrposten #Gemarksgrenzen #Schnade #WachpostenGehen #Holzfrevel #Waldfrevel #Maytag #1764 #Gefaengnis #SchlossCanstein #Prozessionen #Fronleichnam #Beerdigungen #Pfarrei #PfarreiHeddinghausen #HeiligerHubertus #Rotten #Rottenmeister #Schuetzenmeister #Corporal #Schuetzenmannschaft #Schuetzenhauptmann #Statuten #Mitgliederliste #1680 #AdamSiebecker #HeinrichSiebecker #ToenniesKuemmel #MelcherGoetten #JostContzen #JacobHillebrandt #FeltinKuemmel #CasparPottenhorn #AndreasNymphius #JacobRelingh #ArntHoffmann #HeinrichBotterweck #MartinBartholmay #FriedrichNymphius #Gasthaus #Metzgerei #Pension #Wiegelmann #AntonWiegelmann #Schule #GasthofSchroeder #Gasthaus #Sommerfrische #Krug #UnserMarsberg
Lampenfieber und Ur-Aufführungen …

31. Juli 2016
Lampenfieber und Ur-Aufführungen Marsbergs Fundstück des Monats beschäftigt sich mit dem Theaterspiel Niedermarsberg. „Gespielt“ hat die Menschheit schon immer! – Bereits in der Frühzeit der Zivilisation führte man „Theater“ auf! Eine frühe Form des Theaterspiels fand schon in den Steinzeitkulturen in Form von Tänzen statt. Aber erst in der griechischen Antike wurden neue Grundsätze erfunden, die das Theater – so wie wir es kennen – erschufen. Mit dem „Theatron“, dem Zuschauerraum, wurde einerseits die Möglichkeit zu Diskussionen der griechischen Demokratie ermöglicht, aber auch die religiösen Feste, vor allem die Dionysien, abgehalten; in dieser Zeit bildeten Politik und Religion eine untrennbare Einheit. Aristoteles Abhandlungen begründeten auch die Theaterwissenschaft, vor allem verlangte er die Einheit von Handlung, Ort und Zeit im Drama. Erst im Zeitalter des „Barock“ entwickelte sich in Deutschland das Theater zum Element des prunkvollen Hoflebens. Marsbergs Fundstück des Monats Juli 2016 beschäftigt sich mit dem „Theaterspielen“ und Theater-Aufführungen in Niedermarsberg. Hierzu hat der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ für das Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“ in den letzten Tagen umfangreiche Aufzeichnungen aus Kaisers Zeiten erhalten. Sie wurden nun zum Fundstück des Monats prämiert. Auf den Märkten und vor den Rathausplätzen in den ehemals eigenständigen Städten Nieder- und Obermarsberg traten urkundlich nachweisbar zu Marktzeiten sicherlich schon viele hundert Jahre zuvor Gaukler und Komödianten auf und boten ihre „Theaterkünste“ an. Die jetzt an das Museum „Haus Böttcher“ übergebenen Urkunden belegen die Gründung eines eigenen Theatervereins für Niedermarsberg. Initiator der neugegründeten Theatergruppe war der damalige Kriegerverein. Am 29. Juli 1908 beschlossen unter dem Vorsitz des Vorsitzenden Rubarth, der Rendant Heide, Dr. Herwig, Dr. Haase, A. Fischer, Dr. Schmidt, Direktor Meurer, F. Zieren, F. Oberliesen, G. Guhen, F. Wagner, A. Göpfert, F. Kuhlmann, A. Linnekugel, F. Becker, A. Riedel und A. Hoffmann „kameradschaftlich eine Neukonstituierung“ einer solchen Spieltruppe. Das Ganze fand im Stadtberger Hof des Gastwirts Ferdinand Didam in der damaligen Wilhelmstraße 77 (heute Hauptstraße: Bei Bolte) statt. Der „1849 giebelständig zur Hauptstraße erbaute Stadtberger Hof“ war laut Meinung des Vereins der ideale Ort für Proben und Aufführungen, da dort das „einheimische städtische Publikum, vornehmlich Handelsleute verkehren“ würden. Neben dem Wohnzimmer des Gasthauses, was als „Clubzimmer“ für Proben ausgewiesen wurde, sollten die „Gastzimmer“ als Bühne für Aufführungen dienen. Zur Aufführung sollten überwiegend „patriotische Stücke“ kommen. Als Rezitator wurde Johs. Gloystein aus Hannover engagiert. In seinem Repertoire waren neben der „Übernahme patriotischer Vorträge mit Darstellung von Kolossaltextlichtbildern und Vorführung lebender Photographien in künstlerischer Ausführung, Darbietungsstücke „Aus grosser Zeit“, „Der deutsch-franz. – Krieg 1870 – 71 incl. 75 fein col. hist. Schlachtenbilder“, „Unsere Marine“, „Das Leben an Bord“, „Land- und Seemanöver“ und „Unsere Kolonien“.“ Diese kaiserlich angehauchten Aufführungen von Rezitator Gloystein wurden allesamt vom Niedermarsberger Theaterverein auf die Dauer von 5 Jahren gebucht. Der Spielplan und die Manuskripte wurden in der Folgezeit akribisch ausgearbeitet. Das erste Stück, was der Marsberger Bevölkerung „dargeboten“ werden sollte war der „Deutsch-Französische Krieg“ von 1870/71. Der Niedermarsberger Propst sollte den „imposant siegreichen Kaiser Wilhelm“ spielen. Die Proben für das Stück dauerten den gesamten Herbst 1908. Im November kam es dann zur Uraufführung im „übermannten“ Stadtberger Hof, sodass man kurzerhand beschloss für weitere Aufführungen in der Winterzeit in den Saal mit „Auftrittsbühne“ des Gastwirts Kesting überzuwechseln. „Am Samstag, 05. Dezember, abends 8 Uhr“ war es dann mit neuen Requisiten soweit: Die „Eröffnungs-Vorstellung“ konnte stattfinden. 60 Personen aus Niedermarsberg wirkten in „verbindender Dichtung und Musik“ mit. Hinzu wurden „26 lebende Bilder in vier Abteilungen“ in „glänzender Ausstattung“ und „fesselnder Darstellung“ gezeigt. Die Preise der Plätze lagen vom „1. Platz für 1 Mark“ bis zum „Stehplatz für 30 Pfennig“. Der Vorverkauf fand bei der Buchhandlung Heinrich Boxberger unter der Buchungs-Telefonnummer „26“ statt. Die „Schüler- und Fremden-Vorstellung“ begann am „Sonntag-Nachmittag um 4 Uhr“. Der „Kinder-Preis“ betrug „20 Pfennig“. Familienaufführungen wurden immer „abends um 8 Uhr“ abgehalten. In den Unterlagen ist vermerkt, dass bis einschließlich des I. Weltkrieges nur das „Theater-Potential auf kaiserlich, kolonialistischer und kriegerischer Stücke“ ausgelegt war. Nach dem verlorenen Weltkrieg von 1918 startete man im Jahr 1922 erneut mit dem Theaterspiel. Allerdings kamen hier mehr weltliche Stücke zum Tragen. F. Kuhlmann vom Theaterverein Niedermarsberg stellte innerhalb einer Versammlung fest, dass das Theaterspielen sich grundlegend nach dem Krieg geändert hätte: „Ein neuer Schlag Mensch“ sei geboren worden. Auch dem neuen Trend des „aus Amerika überschwappenden Musicals“ wollte man sich im Jahr 1929 beteiligen. Besondere heimische Stücke wurden eigens zu „lokalen Größen und Begebenheiten“ geschrieben. Das Manuskript „Der Schwedenstein“ befasste sich mit der Belagerung und Zerstörung Obermarsbergs im 30-jährigen Krieg. Im Mittelpunkt des Spielstücks stand der von den Hessen und Schweden erschossene Reinhard Kloke. Das Theaterstück zum Wildschütz Klostermann plante und übte man in den Jahren 1931 und 1932. „Der Robin Hood der Egge“ zog auch in den Folge-Jahrzehnten die Publikumsmassen von Laienspielern der Region Marsbergs immer wieder in den Bann. Beide Stücke wurden übrigens in den 1930er Jahren als Roman von der Druckerei Boxberger herausgegeben. Die Unterlagen zum Niedermarsberger Verein sind bis zum Jahr 1942 geführt worden. Danach wurde der Spielbetrieb aufgrund des II. Weltkrieges eingestellt. In den 1950er Jahren ist mit einem Hinweis-Plakat für Marsberg das „Wildschütz-Klostermann-Stück“ mit Aufführungen im Saal der Anstalt nochmals belegt. Wer dieses Stück seinerseits allerdings aufgeführt hat, lässt sich aus den Urkunden nicht ersehen. Denn der Theaterverein Niedermarsberg war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr aktiv. Nähere Informationen zum Fundstück des Monats finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 Der „Theaterverein zu Niedermarsberg“ bei einer Aufführung im Stadtberger Hof im Jahr 1907. 02 Die Gastwirtschaft Didam (Stadtberger Hof) in Niedermarsberg um 1900 – Das Gasthaus gilt als „Keimzelle“ des Theaterspiels in Marsberg. Hier wurde der „Theaterverein“ vom Kriegerverein Niedermarsberg gegründet und es fanden dort auch erste Aufführungen statt. 03 Das Theaterstück: „Der Wildschütz Klostermann“ wurde in den 1950er Jahren im Saal der „Anstalt“ in Niedermarsberg gespielt. 04 Die Ansichtskarte aus den 1930er Jahren zeigt links oben einen Blick auf das Gasthaus „Stadtberger Hof“ (Bei Bolte), rechts oben eine Totalansicht auf Niedermarsberg und unten das Gesellschafts- sowie das Gastzimmer der Wirtschaft. 05 Der „Marsberger Notgeldschein“ aus dem Jahr 1921 wurde von 5 heimischen Gastwirtschaften herausgegeben. Neben dem Deutschen Haus sind die „Bahnhof-Gaststätte“, die „Eresburg“, der „Westfälische Hof“ sowie der „Stadtberger Hof“ die Emittenten. 06 Das Plakat zur Theater-Aufführung „Der deutsch-französische Krieg von 1870/71“ aus dem Jahr 1908 – In Niedermarsberg fand am 05. Dezember im „Saale des Herrn Kesting“ die „Eröffnungs-Vorstellung“ statt. Etwa 60 Personen hatten daran mitgewirkt. #Marsberg #Niedermarsberg #Lampenfieber #Auffuehrung #Auffuehrungen #Fundstueck #FuendstueckdesMonats #MarsbergsFundstueck #Theater #Theaterspiel #Spiel #Steinzeit #Steinzeitkulturen #Antike #GriechischeAntike #Theatron #Dionysien #Aristoteles #Drama #Barock #Deutschland #Hofleben #Theaterspielen #TheaterAuffuehrungen #Heimatverein #Geschichtsverein #MarsbergerGeschichten #Museum #MuseumMarsberg #MuseumObermarsberg #HausBoettcher #MuseumHausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #KaisersZeit #Markt #Rathausplatz #Obermarsberg #Marktzeiten #Gaukler #Komoedianten #Theaterkuenste #Urkunden #Theaterverein #TheatervereinNiedermarsberg #Theatergruppe #Kriegerverein #KriegervereinNiedermarsberg #1908 #Rubarth #Heide #RendantHeide #Herwig #DrHerwig #Haase #DrHaase #Fischer #Schmidt #Meurer #Zieren #Oberliesen #Guhen #Wagner #Goepfert #Kuhlmann #Linnekugel #Becker #Riedel #Hoffmann #Spieltruppe #StadtbergerHof #Gasthaus #Gastwirt #Didam #FerdinandDidam #Wilhelmstrasse #Hauptstrasse #BeiBolte #Proben #Publikum #Handelsleute #Clubzimmer #Wohnzimmer #Gastzimmer #Buehne #PatriotischeStuecke #Rezitator #JohsGloystein #Hannover #PatriotischeVortraege #Kolossaltextlichtbilder #Vorfuehrung #AusgrosserZeit #DeutschFranzoesischerKrieg #Schlachtenbilder #UnsereMarine #DasLebenanBord #LandundSeemanoever #UnsereKolonien #Kaiser #RezitatorGloystein #NiedermarsbergerTheaterverein #Spielplan #Manuskript #MarsbergerBevoelkerung #Propst #NiedermarsbergerPropst #KaiserWilhelm #Winterzeit #Auftrittsbuehne #Kesting #GastwirtKesting #Requisiten #Vorstellung #EroeffnungsVorstellung #Dichtung #Musik #Ausstattung #Darstellung #Stehplatz #Vorverkauf #Buchhandlung #HeinrichBoxberger #Boxberger #SchuelerVorstellung #FremdenVorstellung #FamilienAuffuehrungen #Weltkrieg #IWeltkrieg #WeltlicheStuecke #Versammlung #Musical #HeimischeStuecke #Schwedenstein #DerSchwedenstein #30jaehrigerKrieg #Hessen #Schweden #ReinhardKloke #WildschuetzKlostermann #Klostermann #Wildschuetz #RobinHood #Egge #RobinHoodderEgge #Laienspiel #Laienspieler #Roman #DruckereiBoxberger #Spielbetrieb #IIWeltkrieg #HinweisPlakat #Anstalt #Notgeld #Notgeldschein #Gastwirtschaften #DeutschesHaus #Bahnhof #BahnhofsGaststaette #Eresburg #WestfaelischerHof #Plakat #UnserMarsberg