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Wechsel in der Geschäftsführung des Westfälischen Heimatbundes

29. Juni 2017

Am 29. Juni wird der Vorsitzende des Westfälischen Heimatbundes (WHB), LWL-Direktor Matthias Löb, die Geschäftsführerin des Westfälischen Heimatbundes, Dr. Edeltraud Klueting, im Plenarsaal des Landeshauses in den Ruhestand verabschieden. Sie hatte das Amt seit 1986 inne. Ihre Nachfolge tritt Dr. Silke Eilers am 1. August an.

Dazu sagt Matthias Löb: Der Vorstand des WHB ist froh, mit Frau Dr. Eilers die zentrale Funktion der Geschäftsführung wieder kompetent besetzen zu können. Frau Eilers wird die Heimatpflege in Westfalen mit viel Herzblut vertreten.

Kurzvita:

Dr. Silke Eilers wurde am 29. Dezember 1975 in Hamm/Westf. geboren und wuchs in Ahlen auf, wo sie seit einigen Jahren wieder ansässig ist. Nach dem Studienabschluss als promovierte Historikerin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster war sie in unterschiedlicher Position in museumsbezogenen Tätigkeitsfeldern im öffentlichen Dienst beschäftigt. Aufgrund ihrer Erfahrungen in diesem Bereich liegt ihr die Qualifizierung ehrenamtlich getragener Museen besonders am Herzen.

Nach einem wissenschaftlichen Volontariat und einer anschließenden wissenschaftlichen Mitarbeit in der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn war sie in der Kulturabteilung der Stadt Ahlen tätig. Hier oblag ihr auch die Entwicklung eines Gesamtkonzeptes für das städtische Heimatmuseum und die Organisation des Museumsbetriebes.

Seit Februar 2012 ist sie als wissenschaftliche Referentin im LWL-Museumsamt für Westfalen in Münster für die fachliche Unterstützung der Museen, Kleinen Sammlungen und Gedenkstätten in Ostwestfalen-Lippe zuständig.

Motivation und Zielsetzung:

Dr. Silke Eilers sagt zu ihrer zukünftigen Tätigkeit: „Persönlich bin ich sehr daran interessiert, Wege für die Zukunft ehrenamtlichen Engagements in der Heimatpflege Westfalens zu finden. Meinen Auftrag sehe ich darin, den Westfälischen Heimatbund als Interessensvertretung strategisch und inhaltlich weiterzuentwickeln.

Heimat ist und bleibt ständige Herausforderung. Die Generierung von Nachwuchs in Zeiten des demographischen Wandels ist dabei eine große Aufgabe. Gerne möchte ich meine Kraft dafür einsetzen, dass Heimatvereine auch für kommende Generationen attraktiv bleiben. Auch das längere Lebensalter vieler Menschen bietet Potential, kreative Köpfe im (Un)Ruhestand als Mitgestalter zu gewinnen. Überdies gilt es, Menschen mit Migrationshintergrund ein Angebot zu machen, um sie in unseren Vereinen, in Westfalen zu verwurzeln. Auch den Belangen eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur und der Bewahrung der natürlichen und kulturellen Eigenart einer Landschaft kommt besondere Relevanz zu. Gerne möchte ich an der Verwirklichung meiner Vorstellungen arbeiten, um ehrenamtliche Heimatpflege und damit auch Westfalen als Region weiter zu profilieren.“

Hintergrund:

Der WHB, Dachverband der Heimatvereine in Westfalen, umfasst heute 550 Heimatvereine mit insgesamt 130.000 Mitgliedern, knapp 700 ehrenamtliche Ortsheimatpfleger/innen und Wanderwegezeichner/innen und ca. 2.000 persönliche Mitglieder. Er hat in den letzten drei Jahrzehnten den Umbau zu einem modernen mitgliederorientierten Verband vollzogen. Der WHB versteht sich als Sprachrohr der Heimatbewegung in Westfalen und nimmt Service-Funktionen für sie wahr.

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Dr. Edeltraud Klueting geht in den Ruhestand