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Die enge Zusammenarbeit zwischen dem LWL und dem …

22. August 2015

Die enge Zusammenarbeit zwischen dem LWL und dem DRK in Marsberg wird fortgesetzt –

Die gerontopsychiatrischen Stationen der LWL-Klinik Marsberg und das DRK-Seniorenzentrum „Haus am Bomberg“ trafen sich kürzlich zu einem informativen Wissenstransfer.

Hildegard Bartmann-Friese, Pflegedirektorin der LWL-Klinik, und Claudia Artz, Einrichtungsleiterin des DRK-Seniorenzentrums, regten bei dem Besuch in der Marsberger Einrichtung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) an, ihre enge Zusammenarbeit zu vertiefen.

„Schon lange bedeutet Pflege nicht mehr nur Körperpflege“, betonte Pflegedirektorin Bartmann-Friese in ihrer Begrüßung.

Das zeigte sich dann auch in den anregenden Einblicken in ihre umfangreichen Leistungsspektren, die sich Psychiatrie und Seniorenzentrum gaben.

Nach einem spannenden Vortrag über die „Familiale Pflege“, ein Unterstützungsangebot der LWL-Klinik für pflegende Angehörige, stellten Mitarbeiter der gerontopsychiatrischen Stationen zudem LeiSA vor.

Es handelt sich dabei um einen „Leitfaden für Seminare mit Angehörigen“, ein Präventionsangebot zur Stressbewältigung von Angehörigen von Demenzerkrankten. Der Wissenstransfer erfolgte aber nicht nur auf theoretischer Ebene. Einige Angebote der gerontopsychiatrischen Stationen wurden praktisch dargestellt und motivierten die Anwesenden zum Mitmachen und zum Erleben.

Dazu gehörten unter anderem Bewegungsangebote für Hochaltrige. „Fit für 100“ und Sitzgymnastik bringen anscheinend nicht nur Senioren in Schwung. Auch die Teilnehmer der Veranstaltung kamen bei Sitztänzen und Übungen mit Gewichtmanschetten an den Beinen ins Schwitzen. Dabei kam der Spaß ebenfalls nicht zu kurz. Mit allen Sinnen genießen konnten sie bei der Vorstellung der Genussschule.

Bei diesem Angebot geht es darum, dass Patienten lernen sich selber etwas Gutes zu tun, sich durch die Sinne an positive Erlebnisse erinnern und dadurch Ablenkung von Krankheitssymptomen erfahren.

Danach gab es Klangmassagen. Bei diesem Angebot wird der Körper durch Auflegen von Klangschalen, welche mit einem Schlegel stimuliert werden, in Schwingungen versetzt, die sich im ganzen Körper ausbreiten. Dies lud die Teilnehmer für einen kurzen Moment zum Entspannen und Verweilen ein. Akupressur und Akupunktur, die seit langer Zeit in der LWL-KIinik in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden, rundeten das Entspannungsangebot ab.

Im Anschluss stellte Peter Thiemann, stellvertretender Pflegedirektor der LWL-Klinik Marsberg, das erfolgreiche Konzept zur Sturzprophylaxe im gerontopsychiatrischen Bereich vor. Dadurch werden seit einigen Jahren in diesen Stationen keine Fixierungen mehr angeordnet und durchgeführt, freut sich Thiemann.

Mit einem Rundgang durch die gerontopsychiatrische Station 06-5 und 26/1, bei dem sich die Mitarbeiter des DRK-Seniorenzentrums „Haus am Bomberg nicht nur von dem sehr guten Gruppenangebot für die Patienten überzeugten, sondern auch einen Einblick in die wohnlich und ansprechend ausgestatteten Stationen erhielten, endete der Wissenstransfer.

Dabei betonten sowohl Claudia Artz als auch Hildegard Bartmann-Friese und alle Anwesenden den Wunsch, die Kooperationsgespräche fortzusetzen. In naher Zukunft gibt es bereits Treffen zum Unterstützungsangebot für pflegende Angehörige.