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Ausstellung 200 Jahre Kreise im Hochsauerland in Meschede

24. Juni 2017

Eine Ausstellung im Eingangsbereich des Kreishauses Meschede, Steinstraße 27, zeigt seit letztem Freitag während der üblichen Öffnungszeiten auf Tafeln die Geschichte “200 Jahre Kreise im Hochsauerland”.

Die Kreise im Hochsauerland sind in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden. Im Regierungsbezirk Arnsberg entstanden zum 01. Januar 1817 insgesamt 14 Kreise. Auf dem Gebiet des heutigen Hochsauerlandkreises waren das die Kreise Arnsberg, Brilon und Medebach. Zu ersten Landräten wurden Franz Anton Thüsing (Arnsberg), Maximilian Freiherr Droste zu Vischering-Padberg (Brilon) und Adolph Pilgrim (Medebach) ernannt.

Am 01. Januar 1819 wurden die Kreise neu aufgeteilt. Der Kreis Medebach wurde aufgelöst und der größte Teil dem Kreis Brilon zugeordnet. Bis 1832 gab es dafür den Kreis Eslohe, dessen Sitz dann nach Meschede verlegt wurde. Seit der letzten kommunalen Neugliederung 1975 gibt es den heutigen Hochsauerlandkreis, der die ehemaligen Kreise Arnsberg, Brilon und Meschede umfasst. Die alten kurkölnischen Räume Balve und Warstein des Kreises Arnsberg wurden allerdings dem Märkischen Kreis bzw. dem Kreis Soest zugeordnet. An den neugebildeten Hochsauerlandkreis fielen vom Kreis Wittgenstein die Höhendörfer Neuastenberg, Mollseifen, Langewiese sowie die Siedlung Hoheleye. Der Altkreis Büren gab die Ortschaften Essentho, Meerhof, Oesdorf und Westheim an die Stadt Marsberg ab.

Die ersten Aufgaben der 1817 aus vier Personen bestehenden “Kreisverwaltung” bestanden in der Verkehrserschließung, dem Gesundheits- und Veterinärwesen, der Nahrungsmittelkontrolle und der Gewerbeaufsicht. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs im Kreis Arnsberg bis 1902 auf 14 Bedienstete an. Heute hat der Hochsauerlandkreis etwa 1.150 Bedienstete, die in einem Aufgabenspektrum von A wie Abfallberatung bis Z wie Zahnärtzlicher Dienst arbeiten.

Die Landräte im HSK

Blickten auf 200 Jahre Kreisgeschichte im Hochsauerland zurück: (v. l.) Professor Dr. Hinnerk Wißmann, Dr. Adalbert Müllmann, Landrat Dr. Karl Schneider, Ehrenlandrat Franz-Josef Leikop und Schmallenbergs Bürgermeister Bernhard Halbe.