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Kasseler Kunstpreis Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung

16. November 2017

Nordhessische Künstlerinnen und Künstler der bildenden Kunst und Musik, die nicht älter als 30 Jahre alt sein sollen, können sich für 2018 wieder für den Kunstpreis der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung bewerben. Der Preis, der ausnahmsweise im Jahr 2017 nicht vergeben

Für Schulklassen ist die Reformation kostenlos!

14. November 2017

Das Referat Kirche und Schule der Lippischen Landeskirche übernimmt für Schulklassen, die die Ausstellung „Machtwort! Reformation in Lippe“ besuchen wollen, die Eintrittskosten und die Führungsgebühr.

Detmold. „Wer Gutes tun will, muss es verschwenderisch tun“ sagte Martin Luther. Die Lippische Landeskirche

Sexualität, Zivildienst und Migration in den 1960er Jahren

13. November 2017

Das LWL-Freilichtmuseum Detmold sucht Objekte und Geschichten für 2018

Detmold (lwl). Die Saison im LWL-Freilichtmuseum Detmold ist beendet und das bedeutet, dass die Vorbereitungen für das kommende Jahr bereits auf Hochtouren laufen. Unter dem Titel, „Raus aus dem Spießerglück“ stellt

Eisbären im Hammerhof

12. November 2017

Im Rahmen der Reihe „Weltenbummler“ stellt Simone Flörke am Mittwoch, dem 22. November 2017 ab 19.00 Uhr ein besonderes Tier der Arktis im Waldinformationszentrum Hammerhof vor. Dem Eisbär ist die Journalistin mehrmals bei ihren Reisen nach Spitzbergen und Kanada begegnet.

Sonderausstellung „Living Colours“

11. November 2017

In Rinteln wird am Sonntag, dem 12.11.2017 die sehr erfolgreiche Ausstellung „Living Colours“ mit Bodypainting-Bilder von Jörg Düsterwald beendet.

Die Ausstellung und der Künstler hat zahlreiche Empfehlungen: RTL-Nord und vor allem das NDR-Fernsehen haben ausführlich berichtet und zahlreiche zufriedene Besucher

Führung durch die Dauerausstellung im Stadtmuseum

11. November 2017

Wer erfahren möchte, wie aus „Chasalla“, das 913 zum ersten Mal auf einer Urkunde erwähnt wurde, die heutige Großstadt Kassel wurde, für den ist das Stadtmuseum am Ständeplatz der richtige Ort. Zum Thema „Von der Residenzstadt zum Industriestandort“ bietet Museumsführerin

Versprechen und Abgründe des Kommunismus

11. November 2017

Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ noch bis zum 08. Dezember 2017 im Ludwig-Erhard-Berufskolleg in Paderborn

Kreis Paderborn. Geschichte ist der Schlüssel zum Verständnis des heutigen Daseins in Deutschland. Nur wer sie kennt, kann Lehren aus ihr ziehen und den

Weihnachtsmarkt in Flechtdorf

11. November 2017

Es ist wieder so weit. Nach zwei Jahren grüßt der große Nikolaus am Ortseingang die Autofahrer, die nach mehrjähriger Bauzeit endlich wieder unbehindert durch Flechtdorf fahren dürfen. Er kündigt den Flechtdorfer Weihnachtsmarkt am Samstag, den 02. Dezember 2017 an.

 

Forellenseuche in Ippinghausen

3. November 2017

Fischvirus für Menschen ungefährlich

Wolfhagen. In Wolfhagen-Ippinghausen ist in einer Fischhaltung die anzeigepflichtige Forellenseuche (VHS) ausgebrochen, teilt der Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Kassel mit. „Von Viraler hämorrhagischer Septikämie (VHS) sind in aller Regel Forellen betroffen“, erläutert Fachbereichsleiterin Dr.

Reformation und Gegenreformation in Stadtberge

31. Oktober 2017
Reformation und Gegenreformation in Stadtberge Der katholischste „Urpunkt“ der Region war lange Zeit protestantisch geprägt Marsberg / Obermarsberg / Niedermarsberg. Sie gilt als Wiege des katholischen Christentums – die alte Stadt auf dem Berge, das historische Obermarsberg! Hier hatte einst Karl der Große die erste Kirche und das erste Kloster im heidnischen Sachsenland begründet. Fast unbekannt ist die Geschichte der Reformation und Gegenreformation in Marsberg. In keiner Stadt des Kurkölnischen Sauerlandes (Herzogtum Westfalen) hat die durch Martin Luther vor genau 500 Jahren von Wittenberg ausgehende Reformation eine so starke Aufnahme gefunden wie in Stadtberge (Ober- und Niedermarsberg). Die Gegenreformation hat im Laufe von über 250 Jahren nicht vermocht, das evangelische Leben in Stadtberge gänzlich auszurotten. Eine evangelische Gemeinde bestand in Niedermarsberg seit der Reformation. Auch nach der Gegenreformation blieben ganze, evangelisch geprägte Familien dort. Der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ besitzt hierzu im Archiv des Museums „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“ interessante Urkunden, die von Friedrich Brune wissenschaftlich aufbereitet wurden. Eine alle Mittel einsetzende Gegenreformation hat also die um die Mitte des 16. Jahrhunderts fast ganz evangelisch gewordenen Städte Ober- und Niedermarsberg nicht voll rekatholisieren können. Nachdem alle Versuche des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Ernst von Bayern (1583-1612), der evangelischen Bewegung in Ober- und Niedermarsberg Herr zu werden, letztlich fehlgeschlagen waren, setzte sein Nachfolger Ferdinand von Bayern, der während des 30-jährigen Krieges Kurfürst und Erzbischof in Köln war, die ihm zu Gebote stehenden kirchlichen und staatlichen Machtmittel gegen die beiden abtrünnigen Städte ein. Am 04.11.1614 wurde von ihm die römisch-katholische Religion gewissermaßen zur Staatsreligion erklärt. Jede öffentliche Ausübung des evangelischen Glaubens in Marsberg war strengstens untersagt. Von allen Staatsämtern war der evangelisch gesinnte Bürger ausgeschlossen. In den Rat der Stadt durften nur noch gläubige Katholiken gewählt werden. In Obermarsberg fand sich aber zu jener Zeit nur ein evangelischer Bürger namens Koch, der für das Bürgermeisteramt geeignet war und nur weitere 7 katholische Bürger traten ihm als Ratsherren zur Seite. Mehr waren in Obermarsberg nicht aufzutreiben. Zum vollständigen Ratskollegium fehlten aber noch 6 Mitglieder. Sie waren in der Oberstadt nicht zu finden. Kurzerhand setzte der Kurfürst die alte Verfassung außer Kraft. Der strengkatholisch gesinnte Heinrich von Calenberg wurde aus dem Warburger Land (Hochstift) mit Sonderrechten und Vollmachten zum Amtmann über Marsberg eingesetzt. Zu diesen Gewaltmaßnahmen gesellte sich die unmittelbar kirchliche Gegenreformation. Doch der „Lutheranismus war in Marsberg nicht zu töten“, so die Urkunden. Der Propst des Stiftes hatte die Rezesse des Kurfürsten von der Kanzel zu predigen, um den „ketzerischen Protestantismus“ auszulöschen. Selbst die Schulmeister und Priester lehrten den evangelischen Glauben entgegen der Androhung von Geld-, Vollzugs- und teils sogar der Todesstrafe. Bei evangelischen Taufen sollten die Eltern 10 „Goldgülden“ und der Pastor 20 „Goldgülden“ Strafe zahlen. Weitere Strafen gab es bei Trauungen mit evangelischem Hintergrund, Kranken- oder Sterbesalbungen und bei evangelischen Begräbnissen auf dem katholisch geweihten Kirchhof. Ebenfalls wurde zu solchen Anlässen das Schweigen der katholischen Kirchenglocken befohlen, aber nicht befolgt. Im Laufe der Zeit, als die Maßnahmen in Stadtberge nicht fruchteten, wurden härtere Maßnahmen verkündet. Fremde „Visitatoren“ beispielsweise aus Werl hatten für die Durchführung zu sorgen und sollten noch drastischer vorgehen sowie evangelischen „Zierrath und Kleinodien“ einziehen. Die evangelischen Pfarrer und Gelehrten sollten direkt der Privilegien entbunden werden und Vermögen dieser Person beschlagnahmt werden. Den Schulmeistern wurden die mit „falschem Wortlaut“ geschriebenen Lehrbücher genommen. Selbst das kaputte Dachwerk der Kirchen in Ober- und Niedermarsberg bezeichnete man als evangelische Ketzerei. Dem Bürgermeister und dem Rat wurde auferlegt bei einer Strafe von 100 „Goldgülden“ die Kirchendächer zu reparieren, um den „göttlichen Zorn“ zu verhüten. All diese Maßnahmen brachten nicht den gewünschten Erfolg. Der evangelische Glaube hielt sich in Marsberg emsig über Jahrzehnte und Jahrhunderte sehr hartnäckig. Weitere Bestrebungen von der geistlichen und staatlichen Obrigkeit und der Landesherren brachten nicht den gewünschten Erfolg. Fotos im Anhang: 01 Die Luftaufnahme zeigt vordergründig die Stiftskirche Obermarsberg, das alte Benediktinerkloster, die Zehntscheune und den Obermarsberger Friedhof um das Jahr 1945. Im Tal befindet sich Niedermarsberg. 02 Diese Zeichnung spiegelt die Obermarsberger Stiftskirche samt Kloster im März 1829 wider. Auf dem Bildnis links neben dem Kloster befindet sich die Nikolaikirche. Beide Kirchen besitzen zu diesem Zeitpunkt noch den historischen Zwiebelturm. 03 Ein „Kupferschlag-Bildnis“ der Stiftskirche Obermarsberg mit barocker Turmspitze zur Situation vor 1829 – Ein Exponat des Museums „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“. #Marsberg #Obermarsberg #Niedermarsberg #Stadtberge #Reformation #Gegenreformation #Katholisch #Evangelisch #1517 #2017 #Protestantisch #Christen #Christentum #AlteStadtaufdemBerge #HistorischesObermarsberg #KarlderGrosse #Kirche #Kloster #Heiden #Sachsen #Sachsenland #Sauerland #Kurkoeln #Westfalen #Herzogtum #Luther #MartinLuther #Wittenberg #500Jahre #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichte #MarsbergerGeschichten #Archiv #Museum #MuseumHausBoettcher #HausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #FriedrichBrune #Koelner #Kurfuerst #Erzbischof #ErnstvonBayern #FerdinandvonBayern #Koeln #Katholiken #Koch #Buergermeister #Ratsherr #Ratsherren #Oberstadt #Calenberg #HeinrichvonCalenberg #Warburg #WarburgerLand #Hochstift #Amtmann #Propst #Schulmeister #Priester #Geldstrafe #Vollzugsstrafe #Todesstrafe #Visitatoren #Werl #Strafe #Landesherren #Stiftskirche #StiftskircheObermarsberg #Benediktinerkloster #Zehntscheune #Friedhof #1829 #Nikolaikirche #Zwiebelturm #Kupferschlag #Turmspitze #UnserMarsberg