Das Heimat-Portal für das Sauerland, Paderborner, Warburger und Waldecker Land
Sauerland, Paderborn, Höxter, Waldeck
Der König berief vor 200 Jahren einen ersten Briloner Landrat

15. Oktober 2017
Der König berief vor 200 Jahren einen ersten Briloner Landrat Marsbergs Fundstück des Monats blickt auf Freiherr Droste zu Vischering Padberg / Altkreis Brilon. 1817 genehmigte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen den Vorschlag der Regierung zu Arnsberg zur Einteilung des Regierungsbezirks in 13 Kreise. Vor genau 200 Jahren, am 16.10.1817, war es dann soweit. Der König berief einen ersten Landrat für den Kreis Brilon. Der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ besitzt hierzu im Archiv des Museums „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“ u. a. einen interessanten, 200 Jahre alten Schriftverkehr – geführt ab dem 18.07.1817 – zwischen dem Medebacher Landrat Adolf Pilgrim und Maximilian Freiherr Droste zu Vischering-Padberg, der der erste Landrat im Kreis Brilon (bestehend aus den Justizämtern Brilon und Marsberg) war. Diese Original-Urkunden wurden nun zum Fundstück des Monats Oktober 2017 prämiert. Neben den bis zuletzt bekannten drei Altkreisen Brilon, Meschede und Arnsberg richtete man damals u. a. einen vorübergehenden, bis zum 31.12.1818 aktiven Kreis Medebach – bestehend aus den Ämtern Medebach und Schmallenberg – in den heutigen Grenzen des Hochsauerlandkreises ein. Der erste Landrat in diesem Gebiet trat in Person von Adolf Pilgrim sein Amt am 26.06.1817 im damaligen Kreis Medebach an. Im Kreis Brilon sollte es noch bis zum Oktober 1817 dauern bis ein Landrat endlich vom König berufen wurde: Im Jahr 1802 heiratete der 1781 zu Münster geborene Maximilian Droste zu Vischering die Erbtochter Regina Dorothea Franziska von Padberg zu Padberg. Mit ihm kam erstmalig ein Droste zu Vischering nach Padberg und in das heutige Marsberger Gebiet. Er war Besitzer der früheren Herrschaft Padberg und des Gutes Hoppecke. Dinette von Plettenberg-Lenhausen schrieb bereits 1815 ermutigend an ihre Brüder: „Wenn die Anstellung von Landräthen, Beamten, etc. in unserer Gegend in Gang kommt, da müßten wir eigentlich das Näschen dabey haben.“ Die Bewerbung von Maximilian Droste zu Vischering zur Anstellung zum „Königlichen Landrat des Kreises Brilon“ erfolgte am 08.08.1816. Sein beflissenes Schreiben, das in sympathischer Offenheit auch bereits die Besorgnis wegen der vorgesehenen Landratsexamina eingesteht: „Die längst gewünschte Vereinigung des Herzogthums Westfalen mit dem Preußischen Kreise ist nun endlich erfolgt, und da Seine Königliche Majestät gnädigst zu verordnen geruhet haben: bey Ansetzung der Landräthe vorzugsweise auf die Gutsbesitzer Rücksicht zu nehmen, so halte ich es bey meinem lebhaften Wunsche, dem Könige und dem Vaterlande mein Leben zu widmen, für meine Pflicht eine Hochlöbliche Königliche Regierung gehorsamst zu bitten: mich zum Landrathe in dem Kreise, worin meine Güter, die Herrschaft Padtberg und das Gut Hoppecke gelegen sind, vorzuschlagen. Ich gehöre zu den Landständen dieses Landes, bin im kraftvollen Alter von 35 Jahren und es würde mir um so mehr zum Vorwurfe gereichen, wenn ich mich nicht nach Kräften bestreben wollte, den weisen landesväterlichen Absichten Seiner Königlichen Majestät die Wohlfahrt des Landes durch Anstellung solcher Landräthe zu befördern, welche einen lebhaften Antheil an dem Glück ihres Vaterlandes nehmen müßten, zu entsprechen, da im genannten Kreise meines Wissens keine Gutsbesitzer sind, deren Verhältnisse erlauben, sich diesem Amte zu widmen. … Vom besten Willen beseelt, aber noch zu wenig mit den Geschäften des preußischen Landrathes bekannt, getraue ich mir zwar nicht, mich einer vorübergehenden Prüfung zu unterwerfen, hoffe aber mit Zuversicht, daß meine wissenschaftliche Bildung sowohl als die Kenntnis, die ich durch meine Theilnahme an den Landesständischen Verhandlungen im Münsterlande und dem Herzogthum Westfalen erworben habe, mich in den Stand setzen werden, die Pflichten dieses Amtes pünktlich zu erfüllen.“ Aus dem Schriftverkehr Droste zu Vischerings mit dem befreundeten, bereits im Amt befindlichen Landrat Medebachs: Adolf Pilgrim vom 18.07.1817 geht hervor, dass der spätere Briloner Landrat intensiv Land und Leute vorab bereist hat, um sich auf sein Amt vorzubereiten: „Liebster Adolph, meine konjugalen Glückwünsche zur Beflissenschaffung in die Dienste Seiner Königlichen Majestät…“ … „Auch ich bereite mich auf künftige Aufgaben vor und bereise das Land meines wohl zukünftigen Schaffens!“ Die Ortschaften der Justizämter Brilons und Marsbergs wurden genaustens und karteikartenartig von Maximilian Droste zu Vischering in seinen Briefen beschrieben. Ein regelrechter Austausch der zwei Freunde zu den zwei Landkreisen und zur Weiterentwicklung mit Verarbeitungen von Ideen für künftige Verbesserungen entstand. Die umfangreichen Berichte über seine Kreisbereisungen zeigen den Umfang der Aufgaben an, die er zu lösen hatte. Es wundert nicht, dass die „Hochlöbliche Regierung“ positiv auf diese Bewerbung reagierte und der preußische König Droste zu Vischering durch „Allerhöchste Kabinetsordre“ vom 16.10.1817 zum Briloner Landrat „unter Vorbehalt der Prüfung“ ernannte. Die definitive Ernennung unter Entbindung von der Prüfung erfolgte am 20.12.1817. Nach der „Probezeit“ trat er seinen Dienst zum 01.01.1818 in Brilon an. Am 31.08.1845 starb Droste zu Vischering in Hovestadt. Sein Sohn Caspar Maximilian Droste zu Vischering-Padberg übernahm das Amt des Briloner Landrats und so konnten die Droste zu Vischerings über 60 Jahre lang dieses Amt bis 1878 ausführen. Zusätzlich war Caspar Maximilian Droste zu Vischering Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses für den Wahlbezirk „Meschede-Brilon-Wittgenstein“ und konnte sich somit in die Ahnengalerie der traditionsreichen und bedeutenden Adelsfamilie einreihen. Nähere Informationen zum Fundstück des Monats finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 Ausschnitt aus einem Gemälde von Maximilian Droste zu Vischering-Padberg. Er war der erste Landrat des Kreises Brilon. 02 Die Postkarte zeigt Schloss Padberg. Sie wurde am 28.11.1911 verschickt. 03 Diese Postkarte ist aus den 1930er Jahren. Zu sehen ist das Schloss in Padberg: Ein Sitz der westfälischen Uradelsfamilie Droste zu Vischering. #Marsberg #Padberg #Brilon #AltkreisBrilon #Koenig #Landrat #Briloner #BrilonerLandrat #Fundstueck #MarsbergsFundstueckdesMonats #MarsbergsFundstueck #FundstueckdesMonats #DrostezuVischering #Vischering #Freiherr #1817 #2017 #FriedrichWilhelmIII #Preussen #Regierung #Arnsberg #Regierungsbezirk #Kreis #KreisBrilon #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichte #MarsbergerGeschichten #Museum #MuseumHausBoettcher #HausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #Medebach #MedebacherLandrat #AdolfPilgrim #MaximilianFreiherrDrostezuVischering #Justizaemter #Meschede #Arnsberg #KreisMedebach #Schmallenberg #HSK #Hochsauerlandkreis #Erbtochter #ReginaDorotheaFranziskavonPadberg #HerrschaftPadberg #GutHoppecke #DinettevonPlettenbergLenhausen #KoeniglicherLandrat #Hoppecke #Landstaende #HerzogthumWestfalen #Kabinettsordre #Hovestadt #CasparMaximilianDrostezuVischering #Abgeordnetenhaus #MeschedeBrilonWittgenstein #Wahlbezirk #SchlossPadberg #UnserMarsberg
Länderübergreifende Kooperation

9. Oktober 2017
Länderübergreifende Kooperation Marsberger Geschichten und Waldeckischer Geschichtsverein ziehen an einem Strang Marsberg / Waldeck. Grenzen verschwinden in einer globalisierten Welt aus den Köpfen – Ein überregional, länderübergreifendes Projekt in allen Fragen der Heimatpflege wird jetzt von Westfalen und Waldeckern gemeinsam angegangen. Hierzu kooperieren der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ mit dem Waldeckischen Geschichtsverein e. V.. Eine dementsprechende Vereinbarung besiegelten die Vorsitzenden der beiden Vereine: Andreas Karl Böttcher (Obermarsberg) und Heinrich Paul (Waldeck). Hier soll nicht nur der gedankliche Austausch in Heimatfragen stattfinden, sondern man will tatkräftig gemeinsam zahlreiche Projekte angehen und sich gegenseitig unterstützen. Auf der Agenda stehen Publikationen, Ausstellungen, Geschichtsvorträge, Exkursionen, uvm. auf beiden Seiten der Landesgrenze mit den einzelnen an Marsberg angrenzenden Bezirksgruppen. Die Heimatpflege ist vielseitig. Neben Kulturellem und Geschichtsaufarbeitungen geht es auch um museale Aktivitäten, Brauchtumsforschung, der Volkskunde, der Technikgeschichte, dem Naturschutz, der Denkmalpflege, der Archäologie, der Höhlenforschung oder beispielsweise der niederdeutschen Sprache. Hier haben die „Marsberger Geschichten“ bereits in der Vergangenheit mit den einzelnen Bezirksgruppen des Waldeckischen Geschichtsvereins in Diemelstadt und Diemelsee im Rahmen der Radio-Reihe „DO BISTE PLATT“ der Hochsauerlandwelle erfolgreich zusammengearbeitet. Dieses soll jetzt kurzfristig intensiviert werden. Denn die niederdeutsche Sprache ist vom Aussterben bedroht. Immer weniger Leute sprechen das landläufige Platt. Hier muss dringend gehandelt werden. Ein Baustein sind die plattdeutschen Radiosendungen und die Vermittlung des Plattdeutschen an Schulen. Ferner will man aber auch zusammen mit dem Forschungszentrum „Deutscher Sprachatlas“ in Marburg (Prof. Dr. Jürgen Erich Schmidt), der LWL-Kommission für Mundart- und Namenforschung Westfalens in Münster (Dr. Markus Denkler) und dem Mundartarchiv des Sauerlandes für den Hochsauerlandkreis und den Kreis Olpe in Eslohe-Cobbenrode (Dr. Werner Beckmann) fachmännisch zusammenarbeiten und ein Kompetenzteam bilden. In der Vergangenheit haben bereits einzelne Sprecher aus Marsberg-Beringhausen (Margret Schlüter) und Marsberg-Oesdorf (Josef Wiegers) beim „Interaktiven Sprachatlas“ des LWL, abrufbar unter www.lwl.org/isa , mitgewirkt und sind da plattdeutsch zu hören. Da das „Waldecker Platt“ und das „Westfälische Platt“ mit leichten, regionalwechselnden Vokabeln und Dialekten grundsätzlich identisch sind, will man eine zentrale, regionale Dokumentationsstelle einrichten. Diese soll im Schreiberschen Haus in Bad Arolsen einem „Nationalen Denkmal“, das ursprünglich im fürstlichen Besitz Waldecks war und heute als Museum und Bibliothek dient, eingerichtet werden. Hierzu hat jetzt die Jahreshauptversammlung des Waldeckischen Geschichtsvereins, der die Bibliothek im Schreiberschen Haus betreibt, den Weg frei gemacht und dementsprechende Beschlüsse gefasst. Den Grundstock dazu lieferte sofort der Rhoder Heimatforscher Karl Heinemann, der seit Jahren Unterlagen und Tondokumente zum Platt der Region sammelt und aufnimmt. Sein Bestand umfasst bereits 5.500 Datensätze. Weitere Dokumente in Schrift und Ton sollen vom westfälisch-waldeckischen Platt folgen. Im Austausch fließen sie in einem weiteren Schritt ins Sauerländer Mundartarchiv zu Dr. Beckmann in den Stertschultenhof Cobbenrode. Doppelt archiviert, können sie später zu Forschungszwecken von den Forschern in Marburg und Münster aufbereitet und ausgewertet werden. Foto im Anhang: 01 Kooperieren in Fragen der Heimatpflege ab sofort länderübergreifend: V. l. Heinrich Paul, Vorsitzender des Waldeckischen Geschichtsvereins, Andreas Karl Böttcher, Vorsitzender der „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“, und Walter Bracht, Vorsitzender der Bezirksgruppe Diemelstadt im Waldeckischen Geschichtsverein. Foto: Dr. Karl Schilling #Marsberg #Waldeck #Kooperation #MarsbergerGeschichten #MarsbergerGeschichte #NRW #Sauerland #Hessen #WaldeckerLand #WaldeckischerGeschichtsverein #Projekt #Heimatpflege #Westfalen #Waldecker #Geschichtsverein #Heimatverein #WGV #AndreasKarlBoettcher #Obermarsberg #HeinrichPaul #Heimat #Heimat2.0 #Bezirksgruppen #Diemelstadt #Diemelsee #Radio #RadioReihe #DoBistePlatt #Hochsauerlandwelle #Niederdeutsch #Platt #Plattdeutsch #Radiosendungen #Sprachatlas #DeutscherSprachatlas #Marburg #JuergenErichSchmidt #LWL #Kommission #Mundart #Mundartforschung #MarkusDenkler #Mundartarchiv #Hochsauerlandkreis #Olpe #Eslohe #Cobbenrode #WernerBeckmann #Beringhausen #MargretSchlueter #Oesdorf #JosefWiegers #InteraktiverSprachatlas #ISA #WaldeckerPlatt #SchreiberschesHaus #BadArolsen #Museum #Bibliothek #Rhoden #Heimatforscher #KarlHeinemann #Stertschultenhof #Muenster #WalterBracht #KarlSchilling #UnserMarsberg
Von den Diemelsee-Königinnen bis zum Ranger

7. Oktober 2017
Von den Diemelsee-Königinnen bis zum Ranger Der Indian-Summer-Wanderherbst im Radio Diemelsee / Marsberg / Brilon. Als offiziell beliebtester See des Sauerlandes und Waldecker Landes nach der großen bundesweiten Abstimmung mit über 100.000 Teilnehmern lässt es sich jetzt noch einfacher (an-)gehen. Bundesweit kommt der Diemelsee vor hochkarätigen Größen, wie den Chiem-, Tegern- oder Müritzsee auf Platz sechs des Bundesranking. Unser Natursee ist Kult und lockt nun im Wanderherbst in das Gebiet rund um die Großgemeinde Diemelsee und die Städte Marsberg und Brilon ein. Der Indian Summer bietet im Naturpark Diemelsee fantastische, farbenreiche Panoramablicke. Am Sonntag, dem 08.10.2017 machen sich der Radiomoderator Markus Hiegemann in Zusammenarbeit mit dem Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ auf den Weg, um von 19 bis 21 Uhr die natürlichen Schönheiten des Naturparks im Indian Summer zu erkunden. Mit von der Partie innerhalb der zweistündigen Radiosendung der Hochsauerlandwelle sind die Diemelsee-Königinnen in Personen von Sarah Skrawek (Königin von 2015-2017), Claudia Stekelenburg (neue Königin von 2017-2019 und Mitarbeiterin der Tourist-Info Diemelsee), Klaus Hamel (Tourist-Info Diemelsee) und der Ranger Jörg Pahl mit seinem Hund Carlos (beide Wald und Holz NRW, Forstamt Oberes Sauerland). In der Radio-Reihe „Hiegemann unterwegs…“ zeigen sie die Schönheiten und interessante Punkte des Naturparks Diemelsees auf. Rund um den Diemelsee mit dem St.-Muffert und Eisenberg geht es thematisch um Wasser und Quellen, die Talsperre, geologische Besonderheiten, die Bewaldung, Kyrill, Energiegewinnung, die Zuläufe der Talsperre, tolle Ausblicke, uvm. Spezielle Wanderungen zur Vollmondzeit, kulinarische Wanderungen, das Fährschiff- oder Schneeschuhwandern sind im Repertoire des Rangers Jörg Pahl und weiterer Wanderführer im Wanderherbst am Diemelsee. Die Sprecher der Radiosendung lassen interessante Einblicke auf ihre Arbeit und Aufgaben zu. Die Zuhörer können sich am Sonntag auf eine informative Reise an den Diemelsee freuen. Die Radiosendung ist in Marsberg und Umgebung über alle Frequenzen von Radio Sauerland: UKW 94,8, 96,2 oder 106,5 MhZ bzw. über die Kabel-Frequenz 107,4 MhZ zu hören. Guter Empfang ist im Waldecker Land über die 106,5 MhZ gewährleistet. Alternativ und weltweit kann die Sendung über das Webradio von www.RadioSauerland.de mitverfolgt werden. Weitere Sendungen und Ankündigungen finden Sie immer im Radio- und Veranstaltungskalender unter: www.Marsberger-Geschichte.de Foto im Anhang: 01 Der Indian-Summer-Wanderherbst lockt an den Diemelsee mit Klaus Hamel (Tourist-Info Diemelsee), Claudia Stekelenburg (Diemelsee-Königin und Tourist-Info Diemelsee), Andreas Karl Böttcher (Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.), Markus Hiegemann (Radiomoderator, Hochsauerlandwelle), Sarah Skrawek (Diemelsee-Königin) und Ranger Jörg Pahl mit Carlos (Wald und Holz NRW). #Marsberg #Diemelsee #Brilon #Heringhausen #Helminghausen #Stormbruch #Bontkirchen #DiemelseeKoenigin #DiemelseeKoeniginnen #Ranger #IndianSummer #Wandern #Wanderherbst #Radio #RadioSauerland #Hochsauerlandwelle #Radiosendung #See #Sauerland #Waldeck #WaldeckerLand #Natursee #Naturpark #NaturparkDiemelsee #Panorama #PanoramaBlicke #Radiomoderator #MarkusHiegemann #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichten #MarsbergerGeschichte #SarahSkrawek #ClaudiaStekelenburg #TouristInfo #TID #TIDiemelsee #KlausHamel #JoergPahl #Carlos #WaldundHolzNRW #Forstamt #OberesSauerland #RadioReihe #Hiegemannunterwegs #Muffert #Eisenberg #Talsperre #Wasser #Quellen #Geologie #Bewaldung #Kyrill #Energiegewinnung #Zulaeufe #Ausblicke #Wanderungen #Vollmondzeit #Faehrschiffwandern #KulinarischeWanderungen #Schneeschuhwandern #Wanderfuehrer #WebRadio #Radiokalender #Veranstaltungskalender #TouristInfoDiemelsee #AndreasKarlBoettcher #UnserMarsberg
Hatheburg und Thankmar

1. Oktober 2017
Hatheburg und Thankmar Der Griff nach der „Königskrone“ endete 938 in Obermarsberg tödlich Marsberg. Mord an der höchsten und heiligsten Stelle des Eresberges: So endet das Leben und die Geschichte um Thankmar, dem Halbbruder Kaiser Otto des Großen, auf kriminellster Weise am 28.07.938 in der Obermarsberger Kirche. Thankmar stammte aus der Familie der Liudolfinger und war der einzige Sohn des deutschen Königs Heinrich I. und dessen erster Ehefrau Hatheburg. Thankmar, dem von seinem Vater das mütterliche Erbe vorenthalten worden war, erhob sich gegen den neuen König, Otto I., als dieser den Grafen Gero mit der Markgrafschaft an der Saale und der mittleren Elbe betraute, die er für sich erwartet hatte. Thankmar wiegelte die sächsischen Fürsten gegeneinander auf. Sie waren insbesondere mit der Personalpolitik des Königs unzufrieden. Seine Mitstreiter waren u. a. Eberhard von Franken, der Schwabenherzog Hermann I. und Wichmann Billung. Man nannte dieses „Lager“: die Konradiner. Mit den Bestrebungen um den Griff auf die „Königskrone“ belagerte Thankmar u. a. die Festung Belecke. Die Eresburg (Obermarsberg) wurde zu Thankmars Stützpunkt für Raubzüge. Im Juli 938 zog König Otto I. gegen Thankmar zur Eresburg. Als Thankmar seinen Bruder mit dem Heer sah, zog er sich bestürzt in die Festung zurück. Die Besatzer sahen das Heer und öffneten am 28. Juli 938 die Tore. Thankmar flüchtete in die Kirche. Die in die Festung einziehenden Männer folgten ihm. Thankmar stand vor dem Altar und legte seine Waffen und seine goldene Halskette dort nieder, was ein Zeichen für den Verzicht auf alle Ansprüche darstellte. Thiatbold, einer der Angreifer, verletzte ihn, was Thankmar ihm zurückgab. Er starb in Raserei. Ein Vasall namens Maincia tötete Thankmar durch das Fenster mit einem Speer und raubte die Kette und die Waffen. Als König Otto I. dieses hörte, „war er bestürzt und trauerte bitterlich um Thankmar“. So endet die Geschichte von Thankmar. Der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ stellte jetzt zusammen mit Rosalie-Media ihre neuste Publikation vor. Professor em. Dr. habil. Martin Willy Harry Schilka zeigt mit seinem Beitrag zu „Hatheburg und Thankmar“ die politisch brisanten Spätfolgen in der Reichsgeschichte. Die vorliegende Untersuchung von Prof. Schilka zur Rechtsbeugung gegenüber Hatheburg, der ersten Ehefrau von Heinrich I. und deren gemeinsamen Sohn Thankmar im Ausgang des ersten Jahrtausends versucht retrospektiv, strukturelle und individuelle Hintergründe von Machtpolitik jener Zeit aufzuzeigen und damit ein weiteres, wichtiges Licht ins Dunkel des frühen Mittelalters zu bringen. Von der Hochzeit Heinrichs mit Hatheburg, über Heinrichs Aufstieg zum Sachsenherzog, Stammtafeln, dem Leben und bis zum tragischen Ende Thankmars in Obermarsberg umfasst das Werk mit der ISBN 978-3-9813282-6-4 wissenschaftlich fundiertes Fachwissen und Kartenmaterial. Es ist für nur 6,80 Euro im Handel erhältlich und in den Buchhandlungen Podszun in Marsberg (Tel. 02992-4505), Brilon (Tel. 02961-2507) und Warburg (05641-740898) sowie Flemming in Marsberg (02992-903671) und Bad Arolsen (05691-8914-0) erhältlich. Darüber hinaus kann es bei der Tankstelle Bunse (02992-97050) erworben sowie weltweit im Internetshop unter www.Marsberger-Geschichte.de bestellt werden. Fotos im Anhang: 01 Die Ermordung Thankmars in der Stiftskirche Obermarsberg am 28.07.938: Dieses Bildnis zeigt König Otto I. und seine Mannen vor seinem getöteten Halbbruder Thankmar in der Kirche der Eresburg. 02 Zeichnung: „Thankmar wird in der Burgkirche der Eresburg erschlagen, 938“: Auf dieser Zeichnung sind die kämpferischen Handlungen in der Burgkirche der Eresburg im Jahr 938 zu sehen. Vor dem Altar verteidigt sich Thankmar gegen seine Angreifer. Im Vordergrund liegt schon der Getötete Thiatbold. Diese Zeichnung ist aus dem Jahr 1895. 03 Die Totenmaske von Thankmar in der Stiftskirche Obermarsberg: An einem Pfeiler, der sich zum linken Kirchenschiff hin befindet, ist der „gekrönte“ Thankmar wiederzufinden. Dieser erinnert an die Ereignisse des Jahres 938. Das Foto stammt aus dem Jahr 1938. 04 Die Titelseite der Publikation „Hatheburg und Thankmar“. #Marsberg #Obermarsberg #Eresburg #Eresberg #Thankmar #Hatheburg #Koenigskrone #938 #Mord #Geschichte #Halbbruder #Otto #OttoI #OttoderGrosse #Kaiser #Kirche #Stiftskirche #Liudolfinger #Heinrich #GrafGero #EberhardvonFranken #HermannI #WichmannBillung #Konradiner #Festung #Belecke #Thiatbold #Vasall #Maincia #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichten #MarsbergerGeschichte #HarrySchilka #Reichsgeschichte #Professor #Schilka #Mittelalter #Podszun #Brilon #Buchhandlung #Warburg #Flemming #BadArolsen #TankstelleBunse #Internetshop #Totenmaske #UnserMarsberg
Aufnahmen, Aufzeichnungen und Archivalien

23. September 2017
Aufnahmen, Aufzeichnungen und Archivalien Sammlung der Niedermarsberger Heimatfreunde übergeben Niedermarsberg / Obermarsberg. Ein wertvoller Geschichtsschatz wurde jetzt aufgestöbert. In Niedermarsberg bestand über Jahrzehnte bis zum Anfang der 1980er Jahre die Vereinigung „Heimatfreunde Niedermarsberg“. Unter der damaligen Federführung von Josef Hammerschmidt (Heimat-Josef) sammelten die Heimatfreunde alles zur Geschichte und Heimatkunde der Region aus den letzten 180 Jahren rund um Marsberg. Diese umfangreiche Sammlung wurde nun dem Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ vermacht, der sie in das Archiv des Museums „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“ übernommen hat und ab sofort geschichtlich aufbereitet. Insgesamt wurden mehrere PKW-Fuhren an Kartons von Niedermarsberg in die Museumsräume nach Obermarsberg befördert. Der Vorsitzende der „Marsberger Geschichten“, Andreas Karl Böttcher, staunte nicht schlecht, als er diesen Fundus, der mit Sicherheit in Zukunft einen gesamten Raum des Museums „Haus Böttcher“ füllen wird, sah. Darunter befinden sich u. a. viele interessante Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus dem Marsberger Stadtbild mit Fotos aus der ehemaligen Villa-Rentzing, der heutigen Sekundarschule, dem ehemaligen Obermarsberger Münzgebäude oder etwa dem alten Niedermarsberger Burghof. Original-Zeichnungen auf altem Pauschpapier von ehemaligen Hausinschriften der Niedermarsberger Fachwerkhäuser und Gemälde weiterer Gebäude Marsbergs sind dieser besonderen Sammlung inbegriffen. Böttcher: „Es ist ein schier unendlicher Wissensschatz, praktisch ein voluminöses Geschichtsgedächtnis, was über Jahrzehnte aufgebaut, gesammelt und somit der Nachwelt erhalten geblieben ist!“ Alte Schriften und Original-Aufzeichnungen von dem Niedermarsberger Propst Caspari, Erfahrungs- und Erlebnisberichte aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, Urkunden von Professor Kuhlmann oder Propst Hagemann lassen tief in die Geschichte Marsbergs einblicken. Aber auch am Aufbau des derzeitigen städtischen Heimatmuseums waren die damaligen Niedermarsberger Heimatfreunde beteiligt. Die Dokumente und Verträge innerhalb der Sammlung geben Auskunft über die Eigentümer, die Leihgeber und Leihgegenstände des derzeitigen städtischen Museums samt Fotos der Exponate. Den Schwerpunkt der Sammlung der Heimatfreunde Niedermarsberg bilden heimatkundliche Aspekte Niedermarsbergs, wie u. a. die Aufzeichnungen über die 1.000-Jahrfeier und Festwoche der ehemaligen Stadt Niedermarsberg im Jahr 1937 oder der Errichtung der Bahnstrecke in den 1870er Jahren. Aber auch die heutigen Ortschaften Marsbergs, weitere angrenzende Städte des Sauerlandes, das Warburger, Paderborner und Waldecker Land wurden mit teils weit über 100 Jahre alten Schriften und Fotos dokumentiert. Als „Niedermarsberger Heimatfreunde“ war man auch auf „fremden“, außerhalb von Niedermarsberg gelegenen Gebieten, aktiv und unterstütze somit heimatkundliche Bemühungen bzw. sicherte wertvolles Kulturgut, so die Urkunden: Zusammen mit dem Obermarsberger Heimatfreund Josef Thiele sorgten die Niedermarsberger für den Erhalt der Weißen Kuhle im Obermarsberger Höling. Die Weiße Kuhle wurde schon seit Jahrhunderten als Steinbruch zum Abbau von Kalkstein genutzt. In den 1950er Jahren wurde der Abbau intensiviert und es erfolgten viele Sprengungen, die das gesamte Höhlensystem stark gefährdeten. Thiele erkannte als einziger Obermarsberger Bürger den Wert der Höhle und reichte immer wieder Anträge mit Unterstützung der Heimatfreunde Niedermarsberg auf Unterlassung der Sprengungen und Unterschutzstellung der Weißen Kuhle bei den zuständigen Behörden ein. Die Obermarsberger aber dachten nur an ihren Profit. Die Eingaben hatten Erfolg und der Steinbruchbetrieb wurde zurückgefahren, später eingestellt und die Weiße Kuhle unter Schutz (u. a. Landschaftsschutz) gestellt. Heutzutage (seit dem 16.02.1990) steht die Höhle – auf der Flurparzelle 15/106 von Obermarsberg - sogar als Bodendenkmal unter der laufenden Nr. 5 in der Denkmalliste B der Stadt Marsberg. Zahlreiche Fundstücke aus der Weißen Kuhle u. a. von Höhlenbären, Przewalski-Urpferden, Wölfen, Urhirschen oder auch über 2.000 Jahre alte Knochenfunde und interessante Relikte von Menschen zeugen von der besonderen Bedeutung dieser Höhle und unterstreichen dieses Kulturgut. Nähere Informationen unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 Diese Ansichtskarte der Weißen Kuhle von Obermarsberg entstand im Jahr 1948 aus südöstlicher Richtung. Links sieht man die Steinbrecheranlage und rechts das Eingangsportal der Höhle im Höling. Heute ist die Weiße Kuhle ein Natur- und Bodendenkmal. 02 Am Rande des Hölings blickt man auf die unterhalb liegenden Gleise des Abbaus der Weißen Kuhle in Obermarsberg. Gut zu erkennen ist auch die Straße nach Heddinghausen. Das Foto ist aus den 1950er Jahren. 03 Während der Heimatfestwoche „1.000 Jahre Niedermarsberg“ im Jahr 1937 spielen Fanfarenbläser im Park der Stadtvilla Rentzing vor dem Nachbau des Bilsteinturmes in Niedermarsberg. 04 Die Stadtherren tragen das Holzmodell des Stadttores „Diemeltor“ während der Heimatfestwoche 1937 in Niedermarsberg. Das Modell wurde von den Bildhauern Larenz gefertigt. 05 Das Jubiläum 100 Jahre Postkutsche „Stadtberge – Arolsen“ in Niedermarsberg im Jahr 1951. Der Postillion Herr Bangert (aus der Trift) befindet sich in Niedermarsberg am Hotel zur Post. 06 Die „Weist“ in Niedermarsberg in den 1930er Jahren – Zu sehen ist das Haus Schultheiß Kloke. Es war später Konsum und Kolonialwarenladen für Hüttenleute. #Marsberg #Niedermarsberg #Obermarsberg #Aufnahmen #Aufzeichnungen #Archivalien #Sammlung #Heimatfreunde #HeimatfreundeNiedermarsberg #Geschichte #Geschichtsschatz #JosefHammerschmidt #HeimatJosef #Heimatkunde #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichte #MarsbergerGeschichten #Museum #MuseumHausBoettcher #HausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #AndreasKarlBoettcher #VillaRentzing #Muenzgebaeude #Burghof #Hausinschriften #Fachwerkhaeuser #Gemaelde #Schriften #PropstCaspari #ProfessorKuhlmann #PropstHagemann #GeschichteMarsbergs #Heimatmuseum #Exponate #1000Jahrfeier #Festwoche #1937 #Bahn #Bahnstrecke #Sauerland #Warburg #Paderborn #Waldeck #Fotos #JosefThiele #WeisseKuhle #Hoeling #Steinbruch #Abbau #Kalkstein #Hoehle #Bodendenkmal #Denkmal #Denkmalliste #StadtMarsberg #Fundstuecke #Hoehlenbaeren #PrzewalskiUrpferd #Woelfe #Urhirsch #Knochenfunde #Menschen #Kulturgut #Steinbrecheranlage #Naturdenkmal #Heddinghausen #Heimatfestwoche #Bilsteinturm #Stadtherren #Stadttor #Diemeltor #Larenz #Bildhauer #Postkutsche #Stadtberge #Arolsen #1851 #1951 #Postillion #Bangert #Trift #HotelzurPost #Weist #Schultheiss #Kloke #Konsum #Kolonialwarenladen #Huettenleute #UnserMarsberg
Königliche Kabinetts-Ordre regelte das …

9. September 2017
Königliche Kabinetts-Ordre regelte das „Brückengeld“ Fundstück des Monats blickt auf das Jahr 1841 Niedermarsberg. Seit Monaten beherrschen die Arbeiten an der neuen Diemelbrücke das Stadtgeschehen Marsbergs. Gewerbetreibende, Verkehrsteilnehmer und ganz besonders die LKW-Fahrer freuen sich schon jetzt auf die Fertigstellung der neuen Überquerung der Diemel. Dann kann die Diemelbrücke wieder zweispurig, ganz kostenlos benutzt werden. Der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ hat in den letzten Tagen eine Original-Urkunde aus 1841 sowie „Quittungsscheine“ aus den 1830er Jahren zur Erhebung eines Brückengeldes für das Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“ erhalten. Diese Relikte wurden nun zum Fundstück des Monats September 2017 prämiert. Jahrhunderte hindurch besaßen die Grundherren, später die Landesherren das ausschließliche Benutzungsrecht an den öffentlichen Wegen. Dieses Recht, Wegeregal genannt, gab den Landesherren auch die Befugnis, die Bauern zu Fronarbeiten an den Straßen heranzuziehen. Nur gegen Zoll, Geleits- und Wegegelder wurde dem Publikum die Benutzung der Straßen gestattet. Diese Wegegelder haben sich als Gebühr (Chausseegeld, Torgeld oder Brückengeld) für die Benutzung der Wege und Brücken auch nach Aufhebung des Wegeregals noch lange erhalten. Auch für den Übergang über die hiesige Diemelbrücke wurde lange Zeit ein Brückengeld erhoben. Das Diemeltor zu Niedermarsberg hatte im Obergebäude eine Wohnung für den Pförtner, der am Abend zur bestimmten Stunde das Tor schließen musste. Im Diemeltor, das in der Nähe des alten Amtshauses stand und das im Jahr 1807 abgebrochen wurde, befand sich auch ein kleiner Raum für den Brückenwärter. Zu seinen Rechten und Pflichten gehörte es, das Brückengeld zu erheben. Jeder, der das Brückengeld gezahlt hatte, erhielt von dem Brückenwärter eine Quittung. Die „Marsberger Geschichten“ haben jetzt einen Quittungsblock aus den 1830er Jahren hierzu bekommen. Wann die Erhebung eines Brückengeldes aufhörte, ist nicht bekannt. Allerdings ergeben sich aus einer originalen Urkunde aus dem Jahr 1841 neue Modalitäten zur Erhebung des Brückengeldes. Mit „Königlicher Kabinetts-Ordre“-Friedrich Wilhelms vom 17.03.1841 wurde der Tarif des Brückengeldes für die Stadt Niedermarsberg geregelt. „Auf Ihren Bericht vom 14. v. M. will Ich der Stadt Niedermarsberg das Recht zur ferneren Erhebung eines Brückengeldes für den Uebergang über die Diemelbrücke daselbst, jedoch nur unter Vorbehalt des Widerrufs bewilligen, und habe mit dieser Beschränkung den zurückerfolgenden Tarif vollzogen. Berlin, den 17. März 1841. – gez. Friedrich Wilhelm.“ Der Tarif für „den Uebergang über die Brücke über den Diemelfluß bei Untermarsberg, Kreis Brilon, Herzogthum Westphalen, Regierungs-Bezirks Arnsberg“ besagt, dass ein Fuhrwerk mit drei und mehr bespannten Zugtieren einen Silbergroschen (Sgr.) und 6 Pfennige (Pf.) zu zahlen hat. – 2 Zugtiere mit bespanntem Fuhrwerk 1 Sgr., Fuhrwerke mit einem Zugtier 8 Pf., ein einzelnes Pferd 4 Pf., jedes Rindvieh, Esel oder Kalb 2 Pf., jede Herde Schafe oder Schweine für je 10 Stück 1 Sgr. und in der Einzelabrechnung 2 Pf.. Das Brückengeld wurde von Pferden und Maultieren nicht erhoben, wenn sie den Hofhaltungen des „Königlichen Hauses“ oder den „Königlichen Gestüten“ angehörten. Außerdem waren Armeefuhrwerke und Fuhrwerke sowie Tiere, die Militär „auf dem Marsche bei sich führten“ befreit. Sofern auf den Pferden Militärbeamte sich befanden oder von Offizieren im Dienst und Dienstuniform beritten wurden, musste der Wärter sie ebenfalls ohne Erhebung eines Brückengeldes ziehen lassen. Ausnahmen und Freistellungen gab es auch bei „Fuhrwerken und Thieren, deren mit Freikarten versehene öffentliche Beamte auf Dienstreisen innerhalb ihrer Geschäftsbezirke, oder Pfarrer bei Amts-Verrichtungen innerhalb ihrer Parochie, sich bedienen“ oder „von ordinairen Posten, einschließlich der Schnell-, Cariol- und Reitposten nebst Beiwagen; imgleichen von öffentlichen Courieren und Estafetten und von allen, von Postbeförderungen leer zurückkehrenden Wagen und Pferden“. Sofern die Transporte „für unmittelbare Rechnung des Staates“ geschahen und sich mit „Freipässen“ ausweisen konnten oder es sich um „Feuerlöschungs-, Kreis- bzw. Gemeinde-Hülfsfuhren oder um Armen- und Arrestantenfuhren“ bzw. um „Kirchen- und Leichenfuhren innerhalb der Parochie“ handelte, musste man ebenfalls auf das Brückengeld verzichten. Befreit waren ebenfalls „Fuhrwerke, die Chaussee-Baumaterialien anfahren, sofern nicht durch den Minister der Finanzen und des Handels Ausnahmen angeordnet werden“ und „zur Beruhigung aller Einwohner von Niedermarsberg“ die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Alle weiteren Personen, auch der umliegenden Gemeinden und Ortschaften, die heutzutage zur Stadt Marsberg gehören, mussten wie alle anderen Brückennutzer zahlen und wurden kräftig zur Kasse gebeten. Nähere Informationen zum Fundstück des Monats finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 Diese Aufnahme zeigt einen Blick auf die neue Diemelbrücke in Niedermarsberg. Sie wurde als Postkarte am 04.06.1956 verschickt. Rechts oben kann man den Bilsteinturm entdecken. 02 Im Vordergrund zeigt diese Aufnahme einen Teil der Häuser der Westheimer Straße in Niedermarsberg. Das markante Gebäude am rechten Bildrand ist die Villa Rentzing, heute Sekundarschule. Schön zu erkennen ist auch vor der Diemelbrücke die Josephskapelle. Die Trift, die Gansau, usw. sind noch nicht bebaut. Das Foto ist aus der Zeit um 1900. 03 Originaler Quittungsschein für das Marsberger Brückengeld in den 1830er Jahren. #Marsberg #Niedermarsberg #Koeniglich #KabinettsOrdre #Brueckengeld #Fundstueck #FundstueckdesMonats #1841 #Diemel #Diemelbruecke #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichte #MarsbergerGeschichten #Quittung #Quittungsscheine #1830erJahre #Museum #HausBoettcher #MuseumHausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #Benutzungsrecht #Wegeregal #Wegegeld #Chausseegeld #Torgeld #Brueckenwaerter #Quittungsblock #FriedrichWilhelm #Bruecke #Untermarsberg #KreisBrilon #Fuhrwerke #Tiere #Brueckennutzung #UnserMarsberg
Eine starke Gemeinschaft

28. August 2017
Eine starke Gemeinschaft Oesdorfer, Meerhofer und Essenthoer trafen sich bei Schopohls Jupp Oesdorf / Meerhof / Essentho. Sie sind aktive Helfer und somit eine starke Gemeinschaft innerhalb ihrer jeweiligen Ortschaft. Die rüstigen Rentner kümmern sich in ihren Heimatorten um die Pflege von Grünflächen, Reparaturen und Instandhaltungen von Ruhebänken und haben praktisch zahlreiche Patenschaften zur Inwertsetzung des Ortes und der Verschönerungen des Dorfbildes übernommen. Überall, wo die Stadt aufgrund ihrer finanziell schlechten Situation einsparen muss und nicht mehr federführend sein kann, packen sie mit an. In Oesdorf besteht eine solche Vereinigung seit rund 5 Jahren, Dank der Initiative des mittlerweile verstorbenen Ortsbürgermeisters Rudi Hillebrand. Monatliche Treffen stehen in Oesdorf mit sommertaglichen Wanderungen oder Firmen- und Werksbesichtigungen in den Wintermonaten auf der Agenda. Einmal im Jahr, immer den Donnerstag vor dem Marsberger Stadtschützenfest, kommt es örtlich wechselnd zum kreativen Ideen- und Gedankenaustausch der „Rentner-Clubs“ aus Oesdorf, Meerhof und Essentho. Die Rentner der drei ehemaligen Bürener Gemeinden nutzen diese wiederkehrende Veranstaltung zum Fachsimpeln. Diesmal traf man sich in geselliger Runde in Oesdorf auf dem Firmenareal von Schopohls Jupp. Das Organisationsteam aus Oesdorf um Josef Hillebrand, Bernhard Hillebrand und Josef Wiegers konnte in Oesdorf 80 Rentner aus den drei „Sintfeld-Gemeinden“ begrüßen. Neben Gesangseinlagen, z. B. dem Oesdorf-Lied oder dem „Grobschmied“ mit instrumentaler Begleitung durch Ludwig Lessmann (Gitarre), Johannes Klüppel und Friedhelm Schnittker (jeweils Akkordeon) steht an diesem Tag der Rentner aber ganz besonders das Plattdeutsche und die Sprachpflege im Vordergrund. Von dieser guten Tradition und der mannsstarken Veranstaltung berichtet auch der Radiomoderator Markus Hiegemann in Zusammenarbeit mit dem Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ innerhalb der nächsten Radiosendung in der Reihe „DO BISTE PLATT“. Die einstündige Sendung der Hochsauerlandwelle findet am Montag, dem 28.08.2017 ab 20 Uhr statt und ist auf den Frequenzen von Radio Sauerland zu hören. – In Marsberg und Umgebung über die UKW-Antennen-Frequenzen 94,8, 96,2 oder 106,5 MhZ bzw. über die Kabel-Frequenz 107,4 MhZ. Alternativ und weltweit kann sie über das Webradio von www.RadioSauerland.de mitverfolgt werden. Weitere Sendungen und Ankündigungen finden Sie immer im Radio- und Veranstaltungskalender unter: www.Marsberger-Geschichte.de Im nächsten Jahr hat sich die Ortschaft Meerhof bereiterklärt das Jahrestreffen in der EGV-Hütte an der Autobahn auszutragen. Fotos im Anhang: 01 Oesdorfer, Meerhofer und Essenthoer trafen sich bei Schopohls Jupp in Oesdorf zum kreativen Gedankenaustausch. Foto: Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V. #Marsberg #Oesdorf #Meerhof #Essentho #Gemeinschaft #Rentner #Oesdorfer #Meerhofer #Essenthoer #SchopohlsJupp #RentnerClub #Ortsbuergermeister #RudiHillebrand #Bueren #JosefHillebrand #BernhardHillebrand #JosefWiegers #Sintfeld #OesdorfLied #Plattdeutsch #Grobschmied #LudwigLessmann #JohannesKlueppel #FriedhelmSchnittker #Sprachpflege #Platt #Radiomoderator #MarkusHiegemann #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichten #MarsbergerGeschichte #Radio #Radiosendung #DoBistePlatt #Hochsauerlandwelle #RadioSauerland #WebRadio #Radiokalender #Veranstaltungskalender #Jahrestreffen #EGV #EGVHuette #UnserMarsberg
Der Wolf im Sauerland

26. August 2017
Der Wolf im Sauerland Meister Isegrim heult im Radio Marsberg / Brilon / Hochsauerlandkreis. Das Thema brennt den Sauerländern regelrecht unter den Nägeln. Meister Isegrim ist zurück… Nach der ersten bestätigten Wolfssichtung im Sauerland bei Brilon-Hoppecke ging der Moderator Markus Hiegemann in Zusammenarbeit mit dem Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ im Rahmen einer zweistündigen Radiosendung der Hochsauerlandwelle dem Wolf auf die Spur im Wald zwischen Bredelar (Stadt Marsberg) und Madfeld (Stadt Brilon). Mit von der Partie waren damals vier Fachexperten, die Rede und Antwort zum Thema „Rückkehr des Wolfes“ standen. Oliver Sielhorst (Forstbetriebsbezirk Bredelar, Regionalforstamt Hochstift), Werner Schubert (Leiter der Biologischen Station im HSK und Wolfsberater), Ralf Bauer (Schäfer in Udorf, Fachmann für Herdenschutz und NRW-Landesmeister im Schafehüten) und Christoph Bernholz (Vorsitzender der Kreisjägerschaft im Hochsauerland und Jagdberater) ließen im Radio erstmalig den Wolf seit dem 19.01.1835, dem Tag an dem er letztmalig in unserer Region vermerkt wurde, wieder heulen. Das breite und spannende Themenfeld „Wolf“ zog und zieht die Bevölkerung im Sauerland regelrecht in den Bann. Die Nachfrage war zu dieser Sendung riesig und so gehen der Moderator Markus Hiegemann und die „Marsberger Geschichten“ erneut mit dem Wolf am Sonntag, dem 27.08.2017 zwei Stunden lang von 19 bis 21 Uhr mit der Hochsauerlandwelle auf Sendung. Die Zuhörer erhalten am Sonntag im Bürgerfunk von Radio Sauerland tiefgründiges Fachwissen. Die Radiosendung ist in Marsberg und Umgebung über die UKW-Antennen-Frequenzen 94,8, 96,2 oder 106,5 MhZ bzw. über die Kabel-Frequenz 107,4 MhZ zu hören. Alternativ und weltweit kann sie über das Webradio von www.RadioSauerland.de mitverfolgt werden. Weitere Sendungen und Ankündigungen finden Sie immer im Radio- und Veranstaltungskalender unter: www.Marsberger-Geschichte.de Foto im Anhang: 01 Der Wolf wartete zwischen Bredelar und Madfeld während der Frühjahrssendung der Hochsauerlandwelle auf Ralf Bauer (Schäfer in Udorf, Fachmann für Herdenschutz und NRW-Landesmeister im Schafehüten), Werner Schubert (Leiter der Biologischen Station im HSK und Wolfsberater), Yara Naß (Praktikantin im Bredelarer Forst), Christoph Bernholz (Vorsitzender der Kreisjägerschaft im Hochsauerland und Jagdberater), Oliver Sielhorst (Forstbetriebsbezirk Bredelar, Regionalforstamt Hochstift) und Moderator Markus Hiegemann (Hochsauerlandwelle). Foto: Andreas Karl Böttcher (Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.) #Marsberg #Brilon #Bredelar #Madfeld #Wolf #Sauerland #Meister #Isegrim #Heulen #Radio #RadioSauerland #Hochsauerlandwelle #Hochsauerlandkreis #Sauerlaender #MeisterIsegrim #Woelfe #Hoppecke #Moderator #MarkusHiegemann #Hiegemannunterwegs #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichten #MarsbergerGeschichte #Radiosendung #Fachexperten #OliverSielhorst #Forstbetriebsbezirk #Regionalforstamt #Hochstift #WernerSchubert #Leiter #BiologischeStation #HSK #Wolfsberater #RalfBauer #Schaefer #Udorf #Fachmann #Herdenschutz #NRW #Landesmeister #Schafehueten #ChristophBernholz #Kreisjaegerschaft #Hochsauerland #Jagdberater #WebRadio #Radiokalender #Veranstaltungskalender #YaraNass #Forst #AndreasKarlBoettcher #UnserMarsberg
Predigt zu Mordian von Canstein …

20. August 2017
Predigt zu Mordian von Canstein Fundstück des Monats August stammt aus dem Jahr 1581 Canstein / Heddinghausen. Das Schloss in Canstein brachte viele bedeutende Persönlichkeiten hervor. Neben der heutigen Familie von Elverfeldt residierten dort in vorherigen Zeiten die Familien von Croy, von Spee, Spiegel von Desenberg und natürlich die von Cansteins. Der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ besitzt hierzu in seinem Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“ ein interessantes Dokument zu der Familie von Canstein aus dem Jahr 1581. Es wurde nun zum Fundstück des Monats prämiert. Es handelt sich um eine alte Leichenpredigt über Mordian von Canstein. Sie wurde von „M. Georg Nymphius, Pastor zu Corbach“ gehalten und wurde dem „… Junckherrn Arnolden von Viermunden, Fürstlichem Hoffrichter zu Marburgk, und Amptmann zu Meydebach, dem Kirchenpatron“ gewidmet. Als Datum trägt die Vorrede: „Corbach, d. 30. Nov. 1581 (Tag S. Andreae Apostoli)“. In dieser Vorrede sagt der Verfasser, dass er sich am 27. November, am 25. Tag nach dem Begräbnis Mordians von Canstein, „des Vettern, Gefattern und insonders guten Freundes, des Arnold von Viermünden“, vorgenommen habe, ein Zeugnis seiner Liebe zum Entschlafenen zu geben. Durch sein „tragendes Ampt“ hat er Befehl empfangen, dem Junker und der Witwe und ihren Kindern und der ganzen Freundschaft zu melden, dass der Verstorbene als Seliger lebt, und bittet die „exequias, Begengnisse oder Anniuersarien Christlich, nicht einmal, sondern vielmals im Jahr zu halten.“ Dazu übersendet er die von ihm gehaltene Leichenpredigt. Er bezeichnet ihn als gläubigen Christen und teilt mit, was der Verstorbene „mit eigener Hand in sein Manual und Psalter verzeichnet.“ … „Ich weis nichts bessers im Himel, noch auff Erden, denn das wir alle durch den Glauben an Christi verdienst, allein gerecht und selig werden. Mordian von Canstein, mein eigen Handt, Soli Deo gloria.“ Das Abendmahl nahm er vor seinem Tod am 09. Oktober und 30. Oktober. Zeugen seines seligen Todes waren Jeremias Nikolai, der „Praezeptor“ seiner Kinder, und sein Beichtvater Hermann Cuntzius. In seinem Haus hielt er „ein eigen Kirche“. „Alt geworden ist er 39 Jahre.“ Dann bezeichnet er ihn als guten Gatten, Vater und Hausherrn. Mit seiner Gemahlin Helena, geborene von Westphalen, hat er 7 Jahre im Ehestand gelebt. Die Ehe war mit 3 Söhnen und 4 Töchtern gesegnet; die älteste Tochter trug den Namen Clara. Des Weiteren bezeichnet er den Verstorbenen im Verhältnis zu seinen Untertanen. Mit Hilfe seines Schwagers Philipp Spiegel erneuerte er die Kirche zu Heddinghausen und stiftete auch mehr als 1.000 Taler. Hierauf folgt ein „Weitleufftiger Bericht“ von des Toten letzter Krankheit. „Am 18. tage Oktober 1581 ist Mordian von Canstein, nachdem er von der Jagt widerum´s zu Eilhausen (dahin er zuvor sampt Weib und Kindern von Canstein, die Seuche der Pestilentz ein zeitlang zu fliehen, veruckt) eingeritten, mit schwerer Leibesschwachheit, indem er hefftig und schwerlich mit Auswerffung allerley zehen und schleimichten Feuchtigkeit, gehustet, überfallen. Und ob man wol dem gewöhnlichen Ausschlag der Rosen, verhofft, so ist doch der Hochgelarte und achtbar Laurentius Hyporius, Doktor, Fürstlicher Casselischer Medikus auff schleunige erforderung, den 18. Oktober mit Rath und Cura dem Schwachen beyzuwonen, alhier angekomen, welcher nach erforschung des Schadens, etliche abwesende Materieo zur Curation fast dienlich von Cassel, in eigener Person geholet, und zum andernmal wider angelanget.“ Unter des Doktors Pflege legte sich der Husten zwar, doch war er sehr matt und geriet in eine „untregliche Hitze.“ Der Doktor glaubte nun, er sei doch mit der „Rose“ behaftet, welche „gar bald erfür brechen würde“, und „zog in solcher meinung, und aus anderen ursachen, daran ihm gelegen, am selben tage davon.“ Mordian hörte am 30. Oktober noch die Hausandacht, die der „Praeceptor“ dem Herkommen gemäß hielt, und zwar das verordnete Evangelium und die Auslegung nach Luthers Hauspostille, nachmittags um 2 Uhr aber war er fast ohnmächtig, abends um 7 Uhr nahm er nach Beichte und Absolution das Abendmahl, das ihm der Herr Hermann, Pfarrer zu Hesperinckhusen reichte. Unter den geistlichen Tröstungen des „Praeceptors“, Gesang und Gebet des Gesindes ward er ruhig und fand Schlaf; wechselnd schlafend und wachend durchkämpfte er den Todeskampf und starb am Morgen des 31. Oktober 1581. Am 02. November war er von Eilhausen „mit einer herrlichen Proceß vieler vom Adel und anderer gen Hedinckhusen abgefüret, und daselbst in der Pfarkirchen, im Chor vor dem Altar in die Erde gelegt.“ An die Leichenrede reiht sich: „Historia Seines Christlichen Lebens und seligen Abschieds, durch Herrn Hermanum Brockhusen, Pastorn zu Hedinckhusen Reimweiß beschrieben.“ Nach diesem Bericht ist Mordian 1542 geboren; nach dem Tode des Vaters erzog ihn seine Mutter „Margreta von Wreda“ (Wrede). Mit 22 Jahren übernahm er seine Güter, „hatte dabey viel gros gefahrn vom interim in sorglichen jahrn“; 1564 war Brockhusen sein Pfarrer; 1570 heiratet er „Helena von Westphal“ und zeugte 3 Söhne und 4 Töchter. Nach dem Schulbesuch kam er zum Grafen Hoier von Mansfeld und hatte auch einen „Feldzug“ nach Frankreich mitgemacht. Nähere Informationen zum Fundstück des Monats finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 Das Denkmal zum Grab (Epitaph) des Mordian von Canstein – Es befindet sich in der Pfarrkirche in Heddinghausen. Mordian von Canstein ist im Jahr 1581 im Alter von 39 Jahren verstorben. In gepanzerter Rüstung kniet er vor einem Kruzifix. Links und rechts von ihm sind jeweils 7 Wappen seiner Ahnenreihe und das Fries zu sehen. Oben am Denkmal befindet sich ein Reliefbild der Auferstehung. Das Sandstein-Denkmal ist 3,90 m hoch und 1,90 m breit. 02 Schloss Canstein aus südöstlicher Richtung in 1831 – Das obere Schloss besitzt auf dieser Ansicht noch das „alte Aussehen“ vor den grundlegenden Veränderungen der Mitte des 19. Jahrhunderts. 03 Das Foto zeigt die „neue“ katholische Pfarrkirche „St. Hubertus“ in Heddinghausen. Sie wurde 1846 erbaut. Die „Vorgängerkirche“ war die Begräbnisstätte der von Cansteins. 04 Diese Ansichtskarte von Canstein ist aus der Zeit um 1910. Sie zeigt einen Blick auf das Schloss sowie auf die davon unterhalb liegenden Gebäude. #Marsberg #Canstein #Heddinghausen #Predigt #Leichenpredigt #Mordian #MordianvonCanstein #Fundstueck #FundstueckdesMonats #1581 #SchlossCanstein #vonElverfeldt #vonCroy #vonSpee #vonSpiegel #SpiegelvonDesenberg #vonCanstein #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichte #MarsbergerGeschichten #Museum #MuseumHausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #Dokument #FamilievonCanstein #GeorgNymphius #Pastor #Korbach #ArnoldvonViermunden #Marburg #Medebach #ArnoldvonViermuenden #JeremiasNikolai #HermannCuntzius #HelenavonWestphalen #PhilippvonSpiegel #Pest #Kassel #Hesperinghausen #Eilhausen #Prozession #HermannBrockhausen #MargretavonWrede #GrafHoiervonMansfeld #HubertusHeddinghausen #Begraebnisstaette #Denkmal #Grab #Epitaph #UnserMarsberg
DO BISTE PLATT jubiliert …

13. August 2017
DO BISTE PLATT jubiliert Sprecher aus dem Sauerland und Waldecker Land feiern gemeinsam Marsberg / Brilon / Olsberg / Diemelsee / Diemelstadt / Eslohe / Sundern. – Hochsauerlandkreis / Waldeck-Frankenberg. Mundarten erleben allgemein eine Renaissance – Plattdeutsch ist Kult und nicht nur Trend in Redewendungen oder einzelnen Vokabeln! Die Radiosendung „DO BISTE PLATT“ mit Sprechern aus dem Sauerland und Waldecker Land belebt unsere plattdeutsche Mundart und kann jetzt ihr Jubiläum feiern. Bereits in den 1990er Jahren gab es plattdeutsche Beiträge im Lokal-Radio. Ende der 1990er Jahre allerdings wurde die „plattdeutsche Ecke“ (u. a. mit Paul Schulte aus Meschede und Johanna Balkenhol aus Brilon) aus dem Programm von Radio Sauerland genommen. Moderator Markus Hiegemann hatte noch guten Kontakt zu der im Sommer 2004 verstorbenen Johanna Balkenhol. Es entstand die Idee, eine eigene plattdeutsche Sendung im Bürgerfunk aus der Taufe zu heben. Am 06. Mai 2002 wurde dann um 18.04 Uhr die erste eigenständige „DO BISTE PLATT“-Sendung im Bürgerfunk ausgestrahlt. Hannchen Balkenhol holte Karl-Heinz Schreckenberg mit ins Boot und beide brachten über den Arbeitskreis Mundartpflege im Briloner Heimatbund – Semper Idem e. V. weitere Sprecher ein. So auch den damaligen Leiter des Arbeitskreises, Dr. Fritz Reckling, dessen Nachfolger 2014 Brilons Altbürgermeister Franz Schrewe wurde. Von Anfang an sollte die Sendung allen Hörern, auch denen, die das Siuerlänner Platt nicht mehr verstehen, zugänglich sein. Durch die damals modernere Musik und hochdeutschen Übersetzungen wurden auch jüngere Leute angesprochen und man konnte somit weitere Hörerschichten gewinnen. Im Frühjahr 2004 klopften die Esloher an die „Platt-Tür“. Der heutige Leiter des Plattdeutschen Arbeitskreises der Kolpingfamilie Eslohe, Günter Schmidt, hatte die Idee, bei der einzigen regelmäßigen plattdeutschen Radiosendung in Westfalen „mië te maken“. Es entstand eine zweite monatliche Ausgabe auf Esseler Platt, plattdeutsch moderiert von Lore Schmidt und neben Markus Hiegemann aus Scharfenberg zeitweise auch hochdeutsch begleitet von Dominik Kräling aus Siedlinghausen. Seit 2013 gibt es eine dritte erfolgreiche Ausgabe aus Marsberg und seinen Ortsteilen vom Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“. Die Dörfer, die noch plattdeutsche Sprecher haben, präsentieren sich selbst. Mehrere Ausgaben gab es bereits mit den Padbergern aus dem Heimatstübchen von Ortsheimatpfleger Norbert Becker, aus Meerhof, Niedermarsberg, Erlinghausen, Giershagen, Essentho, Beringhausen und aus Oesdorf (Ausrichter des Plattdeutschen Tags des Sauerländer Heimatbundes 2015). Sehr erfreulich ist auch die Zusammenarbeit mit der Plattdeutsch-AG der katholischen Grundschule am Burghof in Marsberg von Barbara Meyer-Ramme. Dank der guten Beziehungen des Vorsitzenden der Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V., Andreas Karl Böttcher, entstand auch der grenzübergreifende Kontakt zum Waldeckischen Geschichtsverein mit den Bezirksgruppen Diemelsee und Diemelstadt in Adorf und Rhoden, die trotz der Landesgrenze im nördlichen Waldeck ebenfalls „Sauerländer-Platt“ sprechen. Die Nieder-Mitteldeutsche-Sprachgrenze verläuft quasi mitten durch das Fürstentum Waldeck. Ebenso zeigt man in Willingen im upländischen Sauerland großes Interesse an der Sendung. Mit von der Partie sind auch die Plattdeutsch-Sprecher des Heimatbundes der Stadt Olsberg e. V., die sich 2014 in die Riege der teilnehmenden plattdeutschen Arbeitskreise eingereiht haben. Ganz neu dabei – seit dem Fest zum 40 jährigen Bestehen des Plattdeutschen Arbeitskreises Eslohe – sind seit November 2016 „Dai Plattduitschken Frauluie iut Stockmen un Dörnholzen“ aus Sundern (Ausrichter des Plattdeutschen Tags des Sauerländer Heimatbundes 2016) und jüngst auch Sprecher aus Warstein. Die Hochsauerlandwelle sucht natürlich noch weitere Sprecher oder Arbeitskreise, insbesondere aus den bisher „unterrepräsentierten“ Gebieten des Hochsauerlandkreises, beispielsweise aus dem „Südkreis“, dem Raum Arnsberg oder Meschede, um in Zukunft noch bunter zu werden. Im nächsten Jahr läuft dann schon die 500. Sendung. Jetzt steht aber erstmal das Jubiläum an. Am Sonntag, dem 27.08.2017 soll dieses ab 15 Uhr groß in Brilon-Scharfenberg im Landgasthof Schnier gefeiert werden. Die HochSauerlandWelle möchte sich mit einer kleinen Feierstunde bei den vielen Sprecherinnen und Sprechern öit Breylen, iut Essel, Aulwer, out Stabierge, Róón, Odrup, iut Stockmen, Dörnholzen und Waosten bedanken und dabei auch den plattdeutschen Austausch mit weiteren Sprechern und Akteuren anregen. Beim Bühnenprogramm bey Kaffe, Kauken un Büters bis zum frühen Abend kann man der plattdeutschen Sprache frönen und in Erinnerungen schwelgen. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung bis zum 14. August 2017 unter 02961-4587 oder dobisteplatt@gmx.de gebeten. Fotos im Anhang: 01 Kleine Platt-Sprecher ganz groß während der Aufnahmen in der katholischen Grundschule am Burghof in Marsberg, 2015. 02 Marsberger, Briloner und Olsberger Plattdeutsch-Sprecher trafen sich 2014 im Heimatstübchen von Ortsheimatpfleger Norbert Becker in Marsberg-Padberg. 03 Marsberger und Briloner Platt-Sprecher reisten mit einem Bus zum Plattdeutschen Tag im Sauerland nach Eslohe-Cobbenrode, 2015. 04 Der plattdeutsche Arbeitskreis des Waldeckischen Geschichtsvereins aus Diemelstadt-Rhoden ist seit dem Jahr 2016 bei DO BISTE PLATT. #Marsberg #Brilon #Olsberg #Diemelsee #Diemelstadt #Eslohe #Sundern #Hochsauerlandkreis #Waldeck #WaldeckFrankenberg #DoBistePlatt #Jubilaeum #Sprecher #Sauerland #WaldeckerLand #Mundarten #Platt #Plattdeutsch #Radiosendung #Mundart #RadioSauerland #Lokalradio #Hochsauerlandwelle #PlattdeutscheEcke #PaulSchulte #Meschede #JohannaBalkenhol #Moderator #MarkusHiegemann #Buergerfunk #2002 #KarlHeinzSchreckenberg #Arbeitskreis #Mundartpflege #BrilonerHeimatbund #SemperIdem #FritzReckling #Altbuergermeister #FranzSchrewe #KolpingfamilieEslohe #GuenterSchmidt #EsselerPlatt #LoreSchmidt #DominikKraeling #Siedlinghausen #Geschichtsverein #Heimatverein #MarsbergerGeschichte #MarsbergerGeschichten #Heimatstuebchen #Ortsheimatpfleger #NorbertBecker #Meerhof #Padberg #Niedermarsberg #Erlinghausen #Giershagen #Essentho #Beringhausen #Oesdorf #PlattdeutscherTag #SauerlaenderHeimatbund #PlattdeutschAG #KatholischeGrundschule #Burghof #BarbaraMeyerRamme #AndreasKarlBoettcher #WaldeckischerGeschichtsverein #Adorf #Rhoden #Landesgrenze #SauerlaenderPlatt #Willingen #Upland #HeimatbundOlsberg #Warstein #Suedkreis #Arnsberg #Scharfenberg #LandgasthofSchnier #Breylen #Essel #Aulwer #Stabierge #Roon #Odrup #Stockmen #Doernholzen #Waosten #Buehnenprogramm #Cobbenrode #UnserMarsberg