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Machen Sie mit und erkunden Sie unsere Natur

12. Mai 2016
Machen Sie mit und erkunden Sie unsere Natur... Wanderer von zwei ausgezeichneten Wegen treffen sich im Herzen des Altkreises – Strecke zwischen Hermannshöhen und Rothaarsteig bietet Idylle pur Wandern liegt voll im Trend! Und das nicht erst seit dem Deutschen Wandertag sowie dem Deutschen Winterwandertag ganz in unserer Nähe. Wanderer aus ganz Deutschland trafen sich jüngst zum 115. Deutschen Wandertag im benachbarten Kreis Paderborn und zum 2. Deutschen Winterwandertag in Willingen, um die Strecken des Paderborner Landes sowie des Sauerlandes und Uplandes bzw. der angrenzenden Regionen zu erkunden. Angesagt sind bei den Wanderfreunden – und das tritt immer mehr in den Vordergrund – überregionale Wege. Auf Schusters Rappen soll es möglichst in einem Zuge einmal quer durch Deutschland gehen, um die schönsten Landschaften der verschiedenen Regionen zu erleben. Überregionale Qualitätswanderwege beginnen bzw. enden bei uns vor der Haustür. Um die Hermannshöhen (Zusammenschluss aus Hermannsweg und Eggeweg) vollständig zu meistern, gelangt man vom westfälischen Rheine über das niedersächsische Bad Iburg, lang durch Ostwestfalen in das Sauerland. Dieser 226 Kilometer lange ausgezeichnete Weg endet im historischen Obermarsberg. Eine zweite, prämierte Strecke vor unserer Haustür ist der Rothaarsteig, der in Brilon beginnt. Auf einer Gesamtlänge von 154 Kilometern gibt es das Hochsauerland in seiner urtypischen Form und interessante Eindrücke des Rothaargebirges jenseits der Landesgrenze bis ins hessische Dillenburg. Was den Wanderern fehlte, war eine Verbindungsstrecke von Obermarsberg bis Brilon, um die Hermannshöhen und den Rothaarsteig zu vereinen. Ein Streckenvorschlag des heimischen EGV verläuft durch den Obermarsberger Priesterberg zur Giershagener Kluskapelle, durch das Diemeltal an Grube Reinhard und der sogenannten Niedermühle vorbei in Padberger Richtung. Der Weg führt – teils direkt an der Diemel entlang – weiter zur Diemelsperrmauer, dann nach Bontkirchen und zum Etappen-Endpunkt Brilon. Als Alternative bietet sich ab der Staumauer die Strecke über Messinghausen nach Brilon an. Eine zweite Natur-Route führt von Obermarsberg durch den Hagen über den Rittersprung, den Diemelwiesen, der Momecke und den Obermarsberger Wald ins Briloner Stadtgebiet nach Madfeld. Am dortigen Millenniumtor trafen sich Marsbergs Bürgermeister Klaus Hülsenbeck und sein Briloner Amtskollege Prof. Dr. Christof Bartsch. Sie sehen das Wandern und die Wegevernetzung zwischen ihren beiden Städten als Bereicherung und Chance zugleich: „Der Wandertourismus steht auf überregionale Strecken, die wir gerne miteinander verbinden. Mit geleiteten Wegen und klaren Angeboten können so unsere Region, die Übernachtungsbetriebe und die gesamte Gastronomie besonders punkten!“ Welche vorgeschlagene Verbindungsroute zwischen Marsberg und Brilon am interessantesten ist, beantworten die beiden Bürgermeister ganz diplomatisch und unisono: „Die Wanderer sollen entscheiden, was die richtige Wege-Alternative zwischen unseren Städten ist!“ Wir schließen uns den ersten Bürgern der beiden Nachbarstädte an und lassen Sie entscheiden. Schreiben Sie uns unter info@Unser-Marsberg.de Ihre Strecke, Ihre Erlebnisse und Eindrücke auf. Gerne können Sie uns hier auch schöne Fotos zur Natur oder Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke posten. In diesem Sinne: „Erwandere das Mittelgebirge! - Erwandere Deine Heimat! - Frisch auf!“ Alle Fotos: Sabrinity - Sabrina Voss, Madfeld #Marsberg #Brilon #Wandern #Wanderstrecke #AltkreisBrilon #Hermannshoehen #Rothaarsteig #DeutscherWandertag #DeutscherWinterwandertag #Paderborn #PaderbornerLand #Willingen #Sauerland #Upland #Qualitaetswanderwege #Hermannsweg #Eggeweg #Rheine #BadIburg #Ostwestfalen #Obermarsberg #Egge #Rothaarsteig #Hochsauerland #Rothaargebirge #Hessen #Dillenburg #EGV #Priesterberg #Giershagen #Kluskapelle #Diemeltal #GrubeReinhard #Padberg #Niedermuehle #Diemel #Diemelsperrmauer #Bontkirchen #Messinghausen #Hagen #Rittersprung #Diemelwiesen #Momecke #Madfeld #Millenniumtor #KlausHuelsenbeck #ChristofBartsch #Sabrinity #SabrinaVoss #UnserMarsberg
Wir wünschen allen einen schönen Muttertag mit …

8. Mai 2016
Wir wünschen allen einen schönen Muttertag mit unserer kleinen Geschichte... :-) Vatertag und Muttertag anno dazumal Viele Männer eilen heute am Sonntag früh in die Blumenläden, um auf der Jagd nach einem der letzten Sträuße erfolgreich zu sein. Derweil decken die Kinder zu Hause den Tisch, um der Mama eine Freude zu bereiten: Schließlich ist der zweite Sonntag im Mai seit über 90 Jahren in Deutschland der „Muttertag“. Weniger familiär, aber genauso beliebt, ist der Vatertag an Christi Himmelfahrt. Geschichtliches aus verschiedensten Archiven und Zeitungen der Region haben die „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ aufgestöbert. Der Muttertag ist ein Import aus den USA. Dort wurde er bereits im Jahr 1914 zum Staatsfeiertag erklärt. In der Schweiz war es die Heilsarmee, die den Muttertag kurz danach einführte, in Schweden war es 1919 auf Drängen der Gattin eines Volksschullehrers soweit. Die Niederländer ließen sich bis ins Jahr 1932 Zeit. Falsch ist die Behauptung, dass in Deutschland die Nationalsozialisten den Ehrentag der Mutter eingeführt haben. Zwar haben sie ihn seit ihrer Machtergreifung im Jahr 1933 propagiert, doch er wurde bereits 1923 ausgerufen. Im Wochenblatt des Kreises Büren, zu dem früher unter anderem auch die heutige Marsberger Ortschaft Meerhof gehörte, wurde im Jahr 1932 auf eine Fibel, die unter anderem die Meerhofer Kinder darauf vorbereiten sollte, den „Muttertag als schönsten Tag des Jahres für die Mütter“ zu gestalten, verwiesen. Der Muttertag sollte in positiver Erinnerung einer jeden Familie bleiben. Dieses Paderborner Druckwerk – geschrieben von „heimischen Landfrauen der Umgegend“ – wurde nicht nur in Meerhof, sondern auch in fast allen anderen Ortschaften des Sintfeldes an alle Haushalte verkauft. Die Bürener Zeitung lobte parallel einen so genannten „Muttertagsfeier-Wettkampf“ aus. Jedes Kind samt Familie konnte seine Geschichte des perfekt gestalteten Tages für die Mutter bei der Zeitung einreichen. Die Gewinner kamen aus Meerhof: Familie Agethen. An Christi Himmelfahrt haben die Väter ihren Tag. Dabei geht es weniger familiär zu als am Muttertag: Ausgerüstet mit Bollerwagen ziehen die Väter durch die Gegend. Der „Vatertag“ ist eine niederländische Erfindung aus dem Jahr 1936. Dahinter steckten Zigarrenhändler und Metzger, sie wollten am „Vatertag“ ebenso gut verdienen wie die Blumenhändler am „Muttertag“. Seinen Ursprung hat der Vatertagsausflug in den so genannten Flurumgehungen, die es unter anderem in Obermarsberg am Himmelfahrtstag im 18. und 19. Jahrhundert als nachgestellten Gang der Apostel gab. Im Laufe der Zeit wurde aus diesem kirchlichen Brauch ein fröhlicher Ausflug – vor allem die örtlichen Vereine zogen in die Ausflugslokale außerhalb Obermarsbergs. So wurden aus dem nachgestellten Gang der Apostel „Schinkentouren“ und „Herrenpartien“. Unter dem Motto „Los von Muttern“ führten die ausgelassenen Touren zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf Lastautos, Traktoren sowie Kutschen in die Wirtschaften der näheren Umgebung außerhalb des Ortes. Beliebte Lokale der Obermarsberger waren damals das „Rosenthal“ und das „Waldhaus an der Chaussee“ in Richtung Bredelar. Diesem Trend der „Ortsflucht“ wollte das Gasthaus der Familie Dicke (Bürgers), das in der Stadt lag und somit unfreiwillig einen „Ruhetag“ einlegen musste, entgegentreten. Es organisierte im Folgejahr zusammen mit dem Sturmius- und Jünglingsverein Obermarsberg ein „Erstes Vatertagsfest“ im Obermarsberger Waldstück „Hagen“ bei den „Dicken Steinen“. Dieser Treff wurde damals im Nachhinein sogar so beliebt, dass er nicht nur am Vatertag stattfand. Fotos im Anhang: 01 - Die feierlustigen Niedermarsberger Väter hatten für ihren Ausflug im Jahr 1950 Schilder entworfen: "Das waren sie", "Das sind sie", "Jetzt kommen sie" und "Heute gehn die Väter aus - Und die Mütter bleiben zu Haus". Mit einem Lanz-Traktor samt Kutsche zogen sie los. 02 - "Wenn Mutti streikt" wurde in Marsberg um 1935 als Postkarte zum Muttertag verschickt. Handschriftlicher Vermerk: "Na, ganz so schlimm ist´s nicht". 03 - Postkarte an eine Mutter aus dem Jahr 1904. 04 - Blumen für die Mutter zum Geburtstag. Postkarte aus dem Jahr 1913. 05 - Postkarte zum Muttertag aus dem Jahr 1930. Alle Fotos und Postkarten: Marsberger Geschichten - Schlüssel zur Vergangenheit e. V. #Marsberg #Muttertag #Vatertag #Geschichte #ChristiHimmelfahrt #ZweiterSonntagimMai #MarsbergerGeschichten #Bueren #WochenblattKreisBueren #Meerhof #MuttertagsFibel #Paderborn #MeerhoferLandfrauen #Sintfeld #MuttertagsfeierWettkampf #Agethen #Vatertagsausflug #Flurumgehungen #Obermarsberg #Schinkentouren #Herrenpartien #Rosenthal #Waldhaus #Bredelar #ChausseeBredelar #Dicke #Buergers #Sturmiusverein #SturmiusvereinObermarsberg #Juenglingsverein #JuenglingsvereinObermarsberg #Vatertagsfest #Hagen #HagenObermarsberg #DickenSteinen #Niedermarsberg #UnserMarsberg