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Auf dem Weg zur „Goldenen Hochzeit“ …

2. Oktober 2016
Auf dem Weg zur „Goldenen Hochzeit“ Europaschule und DFG Marsberg suchen Impressionen, Emotionen und Geschichten Marsberg. Der Aufgalopp ist mit dem großen Logo-Wettbewerb der Marsberger Schüler besonders beeindruckend gelungen. Das neue Symbol der Städtepartnerschaft steht, ist allgegenwärtig und ab sofort an vielerlei Stellen präsent. Jetzt geht es allerdings um die inhaltliche Vorbereitung des 50-jährigen Partnerschaftsjubiläums mit der Schwesterstadt Lillers am Pfingstwochenende 2017 und an die geschichtliche Aufarbeitung der vergangenen Jahrzehnte – praktisch von der Gründung an im Jahr 1967. Alle Marsberger Schulen werden sich an dem Jubiläum 2017 und auf dem Weg dorthin vielfältig einbringen. Die geschichtliche Aufarbeitung wird aber in einem besonderen Maße die Europaschule, das Carolus-Magnus-Gymnasium Marsberg, übernehmen. In einem Arbeitsgespräch verdeutlichten Dr. Knut Linsel, Koordinator „Europaschule“ des Gymnasiums und Mitglied der Deutsch-Französischen Gesprächsrunde Marsberg (DFG Marsberg), und Andreas Karl Böttcher (DFG Marsberg) diese Zielsetzung auf dem Weg zur „Goldenen Hochzeit“ von Marsberg und Lillers. Die Oberstufe des Marsberger Gymnasiums wird im Geschichtsunterricht die einzelnen Etappen zum 50-jährigen Jubiläum der Partnerschaft durchleuchten. Die Schüler sollen auch ihre Facharbeiten, die im Januar und Februar 2017 geschrieben werden, diesem Thema widmen. Ein Augenmerk wollen die Schüler und Verantwortlichen auf Zeitzeugen-Gespräche (oral history) legen und suchen ab sofort Marsberger Bürger, die bereit sind ihre Geschichten und Anekdoten in Verbindung mit der Marsberger Partnerstadt Lillers preiszugeben. Dieses können Erinnerungen in Verbindung mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde im Jahr 1967 sein, Erinnerungen zu den einzelnen Jubiläen, Austauschen und Besuchen, aber auch Kurioses und skurrile Vorfälle sind hier von immenser Bedeutung. Vielleicht kommen auch besonders schöne Liebesgeschichten zum Ehejubiläum Marsbergs mit Lillers zum Vorschein? Oder einfach nur sprachliche Missverständnisse bei den jeweiligen Treffen mit den Lillerois? Von Interesse ist hier alles – seien es Informationen und Auskünfte zu sportlichen und musikalischen Ereignissen oder Reiseberichte jeglicher Art von Einzelpersonen, Gruppen und Mannschaften. Die Schüler des Marsberger Gymnasiums und die DFG Marsberg suchen aber auch Fotos, Tagebücher, Zeitungsartikel, Filme und Tonaufnahmen von den deutsch-französischen Begegnungen der letzten fünf Jahrzehnte. Benötigt werden für die Ausstellung am Jubiläumswochenende beispielsweise auch eventuelle Souvenirs, Reiseprogramme oder Speisenkarten von anno dazumal, die in den Erinnerungssammlungen der Marsberger bis heute Bestand haben. Als kleinen Ausblick wünschen sich die Organisatoren von allen Marsbergern – im Hinblick auf die dann ab dem nächsten Jahr beginnenden zweiten 50 Jahre der Partnerschaft – Zukunftsvisionen und Wünsche aus der Bevölkerung für eine lebendige Städtepartnerschaft und ein aktives Miteinander im vereinten Europa. Zuschriften, Informationen und Fotos können über die Email-Adresse: info@unser-marsberg.de bekanntgegeben und geschickt werden. Die Fotos sollten möglichst hochauflösend sein. Weitere Informationen der Bevölkerung nehmen Dr. Knut Linsel bzw. das Sekretariat des Gymnasiums unter Tel. 02992-8039 oder Andreas Karl Böttcher unter 02992-1465 gerne entgegen. Foto im Anhang: 01 Die Oberstufe des Carolus-Magnus-Gymnasiums Marsberg sucht Impressionen, Emotionen, Anekdoten und Geschichten auf dem Weg zum 50-jährigen Partnerschaftsjubiläum Marsbergs mit Lillers. #Marsberg #Lillers #DFG #DFGMarsberg #Partnerschaft #GoldeneHochzeit #Europaschule #Gymnasium #CarolusMagnusGymnasium #CarolusMagnusGymnasiumMarsberg #GymnasiumMarsberg #Impressionen #Emotionen #Geschichten #LogoWettbewerb #Schule #Schueler #Schulen #MarsbergerSchulen #MarsbergerSchueler #Staedtepartnerschaft #Jubilaeum #Staedtepartnerschaft #Partnerschaftsjubilaeum #Schwesterstadt #Pfingsten #Pfingsten2017 #Aufarbeitung #19672017 #Jubilaeum2017 #Geschichtsaufarbeitung #Arbeitsgespraech #KnutLinsel #DrKnutLinsel #Koordinator #DeutschFranzoesisch #DeutschFranzoesischeGespraechsrunde #AndreasKarlBoettcher #Oberstufe #Geschichtsunterricht #Facharbeiten #ZeitzeugenGespraeche #OralHistory #MarsbergerBuerger #Geschichten #Anekdoten #MarsbergerPartnerstadt #Partnerschaftsurkunde #1967 #2017 #Erinnerungen #Jubilaen #Austausch #Besuch #Kurioses #Vorfaelle #Liebesgeschichten #Ehejubilaeum #Sprache #Treffen #Lillerois #Informationen #Auskuenfte #Sport #Musik #Ereignisse #Reiseberichte #Einzelpersonen #Gruppen #Mannschaften #Fotos #Tagebuecher #Zeitungsartikel #Filme #Tonaufnahmen #DeutschFranzoesischeBegegnungen #Ausstellung #Jubilaeumswochenende #Souvenirs #Reiseprogramme #Speisenkarten #Annodazumal #Erinnerungssammlungen #Zukunftsvisionen #Wuensche #Bevoelkerung #Lebendig #Aktiv #Miteinander #Europa #VereintesEuropa #Sekretariat #UnserMarsberg
Fundstück des Monats

25. September 2016
Fundstück des Monats: Marsbergs berühmte Söhne Ein interessanter Beitrag zur Familienforschung Marsberg / Büren / Erwitte. Neben den Adelsfamilien Marsbergs haben in unserer Stadt auch immer wieder „bürgerlich“ Geborene es in herausragend bedeutende Positionen geschafft. Marsbergs Fundstück des Monats September 2016 beschäftigt sich mit einer alteingesessenen Familie und einem berühmten Sohn der Stadt. Hierzu hat der Marsberger Geschichts- und Heimatverein „Marsberger Geschichten – Schlüssel zur Vergangenheit e. V.“ für das Museum „Haus Böttcher – Marsbergs Haus der Geschichte aus 1589“ in den letzten Tagen verschiedene Aufzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert erhalten. Sie wurden nun zum Fundstück des Monats prämiert. Zu diesen Persönlichkeiten gehört zweifellos der große Schulmann und Priester Heinrich Aloysius Kloke. Er wurde am 04. Juni 1782 im „Schultheiß-Klokeschen Hause“ zu Niedermarsberg geboren. Schon früh widmete er sich dem geistlichen Stande sowie dem Lehrerberuf und trat im Jahre 1800 als Klerikus in das Priesterseminar zu Corvey ein, wo er am 06.10.1804 zum Priester geweiht wurde. Während der Zeit seiner Ausbildung widmete er sich „mit großer Liebe dem Studium der Erziehungswissenschaft“. In den ersten Jahren seiner „Wirksamkeit“ war Kloke als Lehrer und Seelsorger sowohl in Corvey als auch in Höxter tätig. Später wurde er aufgrund seiner „hervorragenden“ Anlagen und Fähigkeiten vom Fürstbischof Ferdinand von Lüninck als Administrator präsentiert, vom König Jerome von Westfalen bestätigt und von dem damaligen Generalvikar von Schade „installiert“. Am 28. April 1808 wurde er als erster Pfarrer in Albaxen eingeführt. Nach mehrjähriger priesterlicher Tätigkeit in Albaxen und Alme (Brilon) hatte er durch sein verschiedenes, öffentliches Auftreten auf dem Gebiet der Schulreform die Aufmerksamkeit des Staates sowie des Klerus auf sich gelenkt. An dem in den Jahren 1817 bis 1819 in Berlin ausgearbeiteten Entwurf eines allgemeinen Gesetzes über die Verfassung des Schulwesens im preußischen Staate hatte der damals weithin bekannte Pädagoge und Schulmann Heinrich Aloysius Kloke „im Verein mit dem damaligen Regierungsrat Sauer zu Arnsberg maßgeblichen Anteil“. In dem großen Sprengel der umfangreichen Diözese Paderborn bestand zur Ausbildung der Lehrer seit 1788 nur eine einzige Normalschule und zwar direkt in Paderborn. Diese wurde aber bald als „unzureichend“ erkannt. In einem Bericht, den der Paderborner Landrat von Elverfeldt am 03. August 1817 der Regierung in Minden über die Mittel zur Ausbildung der Lehrer erstattete, heißt es: „Höchst wünschenswert würde es sein, wenn die Normalschule durch ein Schullehrerseminar erhöht würde, das schon seit 15 Jahren im Plane war und bisher darin blieb.“ Am 17. März 1818 forderte die Regierung von dem Landrat näheren Bericht hierüber. Besonders lebhaft interessierte sich für diesen Plan der Oberpräsident Freiherr von Vincke zu Münster, der die Errichtung eines Provinzialschulseminars betrieb und zur Beschaffung der erforderlichen Mittel das den „Krondomänen“ einverleibte „Haus Büren reklamierte“. Am 29. Januar 1820 ersuchte er den Regierungspräsidenten zu Minden „um baldige Mitteilung der Verhandlungen wegen Rückgabe des Bürenschen Fonds an den Paderborner Studienfonds sowie um Beschleunigung der Errichtung des Provinzialschulseminars zu Büren. Am 23. November 1823 unterzeichnete König Friedrich Wilhelm III. die Kabinettsordre, durch die ein Teil der zum Hause Büren gehörenden Gebäude und Einkünfte „dem neuerrichteten Seminar überwiesen wurde“. Am 27.10.1824 richtete der Oberpräsident Freiherr von Vincke an den Generalvikar Dammers zu Paderborn folgendes Schreiben: „Ich beabsichtige, die Eröffnung des Schulseminars durch die Amtsblätter zur Kunde zu bringen. Um hierüber mit Ew. Hochwürden im Einverständnis zu verfahren, übersende ich Ihnen hiermit den Entwurf einer Bekanntmachung zur gefälligen Äußerung Ihrer Meinung und zugleich mit dem Ersuchen, auch Ihrerseits über diese Angelegenheit ein die gute Sache förderndes Schreiben an die Geistlichkeit ihrer Diözese zu richten. Die für die Anstalt in Vorschlag gebrachten beiden Hauptlehrer sind der Pfarrer Kloke in Alme und der Kaplan Gausterdt in Büren. Der Musiklehrer ist bisher noch vergebens gesucht.“ Auf Veranlassung des Oberpräsidenten machte nun Pfarrer Kloke auf Staatskosten zwei große pädagogische Studienreisen, von denen die zweite Reise über Sachsen, Brandenburg, Böhmen, Schlesien und Franken führte. Den Bericht über die Reisen legte er in einer dem damaligen Kultusminister von Altenstein zu Berlin eingereichten Denkschrift nieder, die zahlreiche praktische Vorschläge für die Lehrerbildung enthielt. Daraufhin wurde er zum ersten Direktor des Lehrerseminars in Büren ernannt. Er unterrichtete die „Schulamtsbewerber“ in Deutsch, Rechnen, Geschichte und Physik. „Im Geschichtsunterricht weckte er seine Schüler in einer Weise“, wie sie erst später sich allgemein durchsetzte, durch „innere Anteilnahme an den Ereignissen“. Im Physikunterricht bemühte er sich, zumal damals die „kostspieligen Apparate“ noch fehlten, die Schüler mit den allereinfachsten Mitteln in „die Geheimnisse der Natur hineinblicken zu lassen“. Und so gab er seinen „Zöglingen“ für die damaligen Verhältnisse „viel mit ins Leben“. Als „Seminardirektor“ wirkte Heinrich Aloysius Kloke vom 17. Mai 1828 bis zum Frühjahr 1830. „Die rege und anstrengende Aufbauarbeit im Seminar sowie auch in der Seelsorge gingen nicht unberührt an ihm vorüber“. Aus „Gesundheitsrücksichten“ berief ihn die Regierung zu Arnsberg am 10. Oktober 1830 zum Pfarrer in Erwitte. Die „Collation und Investitur“ erteilte das Generalvikariat am 23. Oktober 1830. Gleichzeitig mit seinem Pfarrantritt wurde er von der preußischen Regierung zu Arnsberg als Kreisschulinspektor des Kreises Lippstadt ernannt. Als alter Schulfachmann nahm sich Pfarrer Kloke mit „besonderem Verständnis und viel Liebe des daniederliegenden Schulwesens innerhalb des Kreises Lippstadt an“. Das erfolgreiche Wirken des Pfarrers Kloke ehrte die Preußische Regierung, indem sie ihn zum Ritter des Roten Adlerordens mit der Schleife ernannte. Am 29. April 1846 wurde er von dem damaligen Bischof Franz Drepper zu Paderborn zum Dechanten des Dekanats Geseke ernannt. „Der Seminardirektor und Dechant, der Kreisschulinspektor und Jubilarpriester, Heinrich Aloysius Kloke“, starb am 18. April 1855 im Alter von 72 Jahren. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof zu Erwitte. Nähere Informationen zum Fundstück des Monats finden Sie unter: www.Marsberger-Geschichte.de Fotos im Anhang: 01 Das Bildnis zeigt das „alte Lehrerseminar“ zu Büren. Es war das ehemalige Schloss der Ritter und Edelherren von Büren . 02 Die Familie Kloke war und ist neben dem Standort Niedermarsberg auch u. a. in Obermarsberg, Erlinghausen, Essentho und Giershagen vertreten. – Hier ein Hochzeitsfoto der Familie Kloke in der damaligen Hauptstraße in Obermarsberg aus den 1920er Jahren. 03 Der Stammbaum der Marsberger Familien Kloke aus dem Jahr 1934. 04 Das Kloken-Kreuz in Niedermarsberg. #Marsberg #Fundstueck #FundstueckdesMonats #Soehne #Familienforschung #Bueren #Erwitte #Adelsfamilien #Buergerlich #MarsbergsFundstueckdesMonats #MarsbergsFundstueck #Familie #MarsbergerGeschichte #MarsbergerGeschichten #Heimat #Heimatverein #Geschichtsverein #Museum #MuseumHausBoettcher #HausBoettcher #HausderGeschichte #MarsbergsHausderGeschichte #Aufzeichnungen #Persoenlichkeiten #Schulmann #Priester #Kloke #HeinrichKloke #HeinrichAloysiusKloke #Schultheiss #KlokeschesHaus #Niedermarsberg #Lehrer #Lehrerberuf #Klerikus #Priesterseminar #Corvey #Ausbildung #Studium #Erziehungswissenschaften #Seelsorger #Hoexter #Fuerstbischof #FerdinandvonLueninck #Administrator #Koenig #JeromevonWestfalen #Generalvikar #Schade #Pfarrer #Albaxen #Alme #Brilon #Schulreform #Klerus #Berlin #Gesetz #Verfassung #Schulwesen #Preussen #Staat #Paedagoge #Regierungsrat #Sauer #Arnsberg #Paderborn #Dioezese #Normalschule #Landrat #PaderbornerLandrat #Elverfeldt #vonElverfeldt #Regierung #Minden #Schullehrerseminar #Oberpraesident #FreiherrvonVincke #Muenster #Provinzial #Schulseminar #Provinzialschulseminar #Krondomaene #HausBueren #Regierungspraesident #BuerenscherFond #Studienfonds #Koenig #KoenigFriedrichWilhelmIII #Kabinettsordre #Generalvikar #GeneralvikarDammers #Geistlichkeit #Hauptlehrer #PfarrerKloke #KaplanGausterdt #Musiklehrer #Studienreise #Sachsen #Brandenburg #Boehmen #Schlesien #Franken #Reisen #Kultusminister #vonAltenstein #Denkschrift #Lehrerbildung #Direktor #Lehrerseminar #Schulamtsbewerber #Deutsch #Rechnen #Geschichte #Physik #Geschichtsunterricht #Schueler #Seminardirektor #Arnsberg #Kreisschulinspektor #Lippstadt #KreisLippstadt #Schulwesen #PreussischeRegierung #Ritter #RoterAdlerorden #Schleife #Bischof #FranzDrepper #Dechant #Dekanat #Geseke #LehrerseminarBueren #Schloss #SchlossBueren #Ritter #Edelherren #FamilieKloke #Obermarsberg #Erlinghausen #Essentho #Giershagen #Hochzeitsfoto #Hauptstrasse #Stammbaum #KlokenKreuz #UnserMarsberg