samt seiner Umgebung
Natur in der ursprünglichsten Form… …

22. März 2016
Natur in der ursprünglichsten Form… Wisente, Wildpferde, Wildschweine und „Weiße Hirsche“ Hardehausen. Das letzte freilebende Wisent wurde in Deutschland 1755 geschossen. Um das größte Landtier Europas nicht aussterben zu lassen, wurde 1958 das Wisentgehege Hardehausen in einem idyllischen Tal an der Grenze unseres Sauerlandes bei Marsberg-Westheim – zwischen Scherfede und Hardehausen – eingerichtet. Es hat eine Flächengröße von insgesamt 88 ha mit 68 ha urwaldähnlichen Mischwäldern sowie 20 ha Wiesen und Freiflächen. Jedes Tier ist in einem Zuchtbuch in Polen, dem Mutterland der Wisentzucht, registriert. Aufgabe des Geheges ist es, im Rahmen der Zucht die Generhaltung, besonders für Wisente zu sichern. Neben den Berg-Wisenten sind seit 2004 auch Flachland-Wisente in einem separaten Gehege vor Ort. Das ist bisher nur an zwei Standorten in ganz Europa der Fall. Seit Eröffnung des Geheges sind in Hardehausen mehr als 160 Wisente geboren worden. Überzählige Tiere gehen in andere Gehege oder in Auswilderungsprojekte. Für die Entwicklung „Vom Wisentgehege zum Walderlebnisgebiet“ sind vor allem Visionen und Durchhaltevermögen notwendig. Die Weiterentwicklung eines in Europa inzwischen einzigartigen Wisentgeheges ist nur durch weitere Besonderheiten möglich. Eine solche Besonderheit ist mit dem „Wisent-Turm“ realisiert worden. Besucher und Menschen sollen diese alten, europäischen Tierarten kennenlernen und sind herzlich willkommen! Der Wisent-Turm, eine Aussichtsplattform mit einer Höhe von 12 Metern, lädt hierzu besonders ein. Tarpane Ebenfalls vor Ort zu sehen sind eine Herde von etwa 15 bis 20 Wildpferden, die Rückzüchtung des Tarpans. Anders als das Przewalski-Pferd, das auch in Urzeiten in unserem Sauerland heimisch war, haben Tarpane einen feineren Knochenbau, einen kleineren, kürzeren Schädel und mehr nach vorne gerichtete Augen. Diese mausgraue, mit einem Aalstrich bis in den Schweif versehene Wildpferdeart, ist gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Europa endgültig ausgestorben. Die Bauern der osteuropäischen Steppen, auf dem Balkan und in Kleinasien verfolgten die letzten Wildpferde schonungslos, weil die Hengste ihre Stuten anlockten, auf deren Arbeitskraft sie angewiesen waren. Haustierforscher bezeichnen den Tarpan als Vorfahren der leichten Pferderassen, wie Araber und andere Voll- und Warmblutpferde Europas. Durch Rückkreuzung mit ursprünglichen anderen Pferderassen wird in Hardehausen versucht, den Urwildpferdecharakter wieder herzustellen. Zusätzlich gibt es in Hardehausen ein Schwarzwildgatter, in dem Wildschweine beobachtet werden können. Die Erweiterung des Naturerlebnisgeheges Hardehausen für weitere Wildtierarten ist geplant. So wurde in letzter Zeit Weißes und naturfarbenes Rotwild integriert. Öffnungszeiten: immer geöffnet, kein Eintritt Anfahrt: Aus dem Sauerland: Marsberg-Westheim verlassen und über die B 7 in Richtung Scherfede fahren, dann auf die B 252 in Richtung Bad Driburg biegen, nach ca. 5 km links abbiegen auf die B 68 in Richtung Paderborn, nach ca. 500 m links abbiegen nach Hardehausen. Foto Tarpane: Ines Schmiegelt Fotografie, Marsberg Foto Weißer Hirsch: Hammerhof Hardehausen #Natur #Wisente #Wisentgehege #Wildpferde #Wildschweine #WeisseHirsche #Wisent #Hardehausen #Marsberg #Westheim #Scherfede #Wisentzucht #Bergwisent #Flachlandwisent #Auswilderungsprojekt #Tarpane #Wildpferd #PrzewalskiPferd #Schwarzwild #Schwarzwildgatter #Naturerlebnis #Rotwild #BadDriburg #InesSchmiegelt #Tarpan #Hammerhof #HammerhofHardehausen